28.11.2007

Willkommen, Herr Bischof!

Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst (geb. 20.11.1959 in Kevelaer-Twisteden) ist seit heute designierter Bischof unseres Bistums Limburg. - Herzlich willkommen, Herr Bischof!
Seit 2003 war er Weihbischof im Bistum Münster, seit 1999 Rundfunkbeauftragter und ab 2002 Universitäts-Professor in Passau. Mit 48 Jahren ist er jüngster Diözesanbischof Deutschlands.
Bundesweit bekannt wurde er durch sein großes Engagement für Menschen, die erst als Erwachsene zum Glauben fanden.
Hier wurde das Bistum Münster durch ihn Vorreiter für die Ausbildung Erwachsener auf dem Weg zur Erwachsenentaufe.
Wie sein Vorgänger als Limburger Bischof entstammt er einer bäuerlichen Familie und gilt als Realist, der die Situation der Kirche heute ungeschminkt sieht.
Man darf also gespannt sein...!
Die offizielle Amtseinführung ist für den 20.Januar 2008 geplant.



1. Adventssonntag A (02.12.2007)


Ein gutes neues Jahr wünsche ich Ihnen! Ja, mit dem 1.Adventssonntag beginnt ein neues Kirchenjahr. Nun ist nach der Leseordnung das Lesejahr A an der Reihe.

Jesaja 2,1-5
Römer 13,11-14a

Matthäus 24,37-44

Evangelium: Mt 24,37-44 (Kurzfassung)

Wie es in den Tagen des Noach war, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die mit derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wißt nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüßte, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, daß man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Plötzlich und unerwartet…


Im Lokalteil der Zeitung gehören die Todesanzeigen zu denjenigen Informationen, die man nicht einfach überblättert – und oft genug ist der Schrecken groß: schon wieder ein Bekannter oder ein Klassenkamerad verstorben! Häufig finden wir im Text der Todesanzeige die Formulierung: „Plötzlich und unerwartet verstarb…“ - Als besonders tragisch empfinden wir dabei, wenn es sich um junge Menschen handelt, die z.B. durch einen Verkehrsunfall mitten aus dem Leben gerissen wurden. Die Familien der Toten sind in Trauer und Leid wie gelähmt und können oft nicht begreifen, was geschehen ist.

Plötzlich und unerwartet - davon spricht auch Jesus im heutigen Evangelium. „Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“ - Eine Droh-
botschaft statt der frohen Botschaft ausgerechnet zum 1.Advent? Ausgerechnet jetzt, wo wir uns nach dem tristen November nach dem Licht und der Freude der Weihnacht sehnen?

Ja, ausgerechnet jetzt, denn genau hierher an den Anfang des Advents gehört diese Mahnung Jesu. Wachsam sollen wir sein und uns bereit halten für den Herrn, der garantiert kommen wird für jeden einzelnen von uns, wenn unsere letzte Stunde gekommen ist und er vor uns steht und in seinem Reich empfängt.

Ja, wachsam sollen wir sein - und nicht so im Alltagstrott verloren wie die Menschen zur Zeit des Noah. Sie wollten es einfach nicht wahrhaben, als Noah ihnen sagte, dass eine vernichtende Flut kommen werde. Sie wollten es nicht wahrhaben, und sie aßen, tranken und heirateten, als wenn sie die Warnung des Noah nichts anginge.

Jesus erzählt dies, damit wir wenigstens so klug sind und bereit sind, wenn der Herr kommt. Plötzlich und unerwartet? Plötzlich – ja, unerwartet: hoffentlich nein!

Wir Menschen verdrängen zu gerne, dass unser ganzes Leben ein einziger Advent ist. Und das ist etwas anderes als klingelingeling und Glühweinromantik auf dem Weihnachtsmarkt oder im Kaufhaus, wo süßer die Kassen nie klingeln!

Seid vorbereitet auf das Kommen des Herrn, mahnt uns Jesus. Ihr müsst dem Herrn Rechenschaft ablegen für das, was ihr mit eurem geschenkten Leben gemacht habt. Frühere Generationen haben das besser verstanden als wir. Ohne den Geschenke-Rummel vor Weihnachten, dem man sich nur schwer entziehen kann, hatten sie es vielleicht auch etwas einfacher. Sie bereiteten sich sorgfältig in ihrem Tagesablauf auf Weihnachten vor, ebenso wie
auf Ostern.

Ein Fest braucht seine Vorbereitungszeit. Damit ist nicht nur die äußerliche Vorbereitung gemeint, vom Einkauf bis zum Hausputz. Damit ist auch und vor allem die innere Vorbereitung gemeint, der innere Hausputz z.B. mit Fasten, Beten, Beichten, guten Werken. In diesem Wachen und sich Vorbereiten auf die Ankunft des Herrn haben auch die nächtlichen und frühmorgendlichen Gebetszeiten der Mönche und Nonnen ihren Ursprung, ebenso die Rorate-Messen.

Seid wachsam! Je mehr wir darüber nachdenken, merken wir: das ist keine Drohung – das ist ein guter Rat, den Jesus uns gibt. Gerade die Zeit vor Weihnachten eignet sich dafür, sich Fragen über sich selbst zu stellen:

- Habe ich mein Leben angefüllt mit dem vielen Kleinkram des Alltags-Trotts und drohe ich daran zu ersticken?
- Auf welche Fundamente baue ich mein Leben auf, und wie macht sich das konkret in meinem Leben bemerkbar?
-Nutze ich die Chance, die mir Jesus gerade in der Zeit vor Weihnachten gibt, mich innerlich darauf vorzubereiten, dass er zu mir kommen will?

Haben Sie schon mal versucht, in ein randvolles Glas mit Saft noch ein volles Glas mit einem anderen Getränk hinzu zu schütten?
Sicher nicht, aber was dann passiert, das wissen wir: das funktioniert nicht – beide Getränke durchmischen sich, und das Glas läuft immer weiter über. Am Ende steht eine klebrige Pfütze auf Tisch und Fußboden.

Würden Sie sowas machen? Wir alle machen es, wenn wir nicht sehr genau aufpassen und wachsam sind! Zu groß ist die Versuchung, in der Vorbereitung auf Weihnachten in den Saft unseres Alltags das Getränk der Freude auf den Herrn zu schütten – das gibt nichts Ganzes und nichts Halbes. Das hat schon der Mystiker Meister Eckart gewusst und deshalb so formuliert: „Damit ich ein Glas füllen kann, muss es erst leer sein.“

Klingt einleuchtend, oder? Sorgen wir also in den nächsten Wochen dafür, dass Jesus überhaupt Platz finden kann in unseren Gläsern, in uns.



LINKTIPPS:

http://www.nikolaus-von-myra.de/

Alles rund um den hl. Nikolaus. Eine Seite des Erzbistums Köln

http://www.familien234.de/index2.php
Seite des Erzbistums Köln mit Anregungen nicht nur für Familien, orientiert an einigen Festzeiten des Kirchenjahres

http://www.familie-hauenstein.de/links/weihnachten/start.htm
Linksammlung der Familie Hauenstein zum Thema Weihnachten – sehr umfangreich!

http://www.metager.de/meta/cgi-bin/data/zitate/zitat-suche
Metager Zitat-Suche: Hier findet man allerlei Zitate, auch wenn man nur einen Teil des Satzes kennt


HUMOR:

Die katholische Haltung zur Sünde

Ein Mann hat im Zorn seine Frau ermordet. Er bleibt unentdeckt, und doch schlägt ihn furchtbar das Gewissen und die Gewissensbisse treiben ihn unbarmherzig vor sich her. So sucht er Trost und Hilfe und wendet sich dabei an einen Rabbi. "Rabbi, helfen Sie mir, ich habe gemordet!" Der Rabbi weicht erschrocken zurück und fährt den Mann scharf an: "Schwer ist Deine Sünde, und sie fordert Rache und Vergeltung. Ich kann Dir nicht helfen, denn es heißt ‚Aug um Aug, Zahn um Zahn'"

Ungetröstet stürzt der Mann davon. Der nächste, an den er sich wendet ist ein Guru, einer der eingeweiht ist in die esoterischen Lehren: "Großer Meister, helfen Sie mir, ich habe gemordet!" Der große Guru unterbricht nur widerwillig seine Meditation und spricht dann salbungsvoll die weisen Worte: "Mein Sohn, alles Leben ist Schein. Es gibt weder gut noch böse. Durchschaue den Schein und lassdich von Deinen Taten nicht beunruhigen, auch sie sind nur Schein! Meditiere und erkenne dich selbst."

Nun, jedenfalls geht der Mann ungetröstet weg. Schließlich landet er vor einem Beichtstuhl. Es brennt Licht, in seiner Unrast, geht der Mann hinein und kniet nieder. Angstvoll stammelt er: "Bitte helfen Sie mir. Ich habe gemordet!" Einen Augenblick ist es ganz still hinter dem Gitter des Beichtstuhls, man hört, wie der Priester schluckt. - Dann tönt seine sanfte, gütige Stimme aus der Finsternis des Beichtstuhls: "Wie oft, mein Sohn?"

Weihbischof Laun aus Salzburg hat dies veröffentlicht und schreibt dazu:

Diese Geschichte verdanke ich P. Karl Wallner vom Stift Heiligenkreuz. Sie veranschaulicht treffend die Haltung der Kirche – P. Wallner: "Wo die Sünde nicht eingestanden wird, da muss die Kirche mahnen und warnen. Wo die Sünde erkannt und bekannt wird, da ändert sich das Verhalten der Kirche völlig: da wird sie zur barmherzigen Mutter, die tröstet, verzeiht und aufrichtet."

http://www.kirchen.net/bischof/laun/

25.11.2007

5.000 Besucher in 5 Wochen

Mitte Oktober ging der "PREDIGTGARTEN" mit Gedanken zum 29.Sonntag im Lesejahr C an den Start. Jetzt -knapp fünf Wochen später- haben sich schon 5.000 Besucher Predigtgedanken und Linktipps angesehen. Damit hätte ich nie gerechnet. Allen Lesern herzlichen Dank für das große Interesse! Ihr Predigtgärtner

Als ich gerade mal testweise den Begriff "Predigtgarten" bei einigen Suchmaschinen eingab, musste ich feststellen: nicht überall, wo Predigtgarten draufsteht, ist auch Predigtgarten drin. Ist schon etwas merkwürdig, was die Roboter im Internet so produzieren. Da ist das oben gezeigte Beispiel noch harmlos; es gibt die kuriosesten Verweise.

20.11.2007

34.Sonntag im Jahreskreis C (25.11.2007) <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<



2 Samuel 5,1-3

Kol 1,12-20

Lk 23,35-43

Evangelium:
Lk 23,35-43

In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes Jesus und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst! Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden. Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns! Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT


Wahltag

In einigen Bistümern Deutschlands waren vor kurzem Pfarrgemeinderatswahlen. Viele haben kandidiert und sind zum Einsatz für ihre Gemeinde vor Ort bereit – dafür kann man in einer Zeit, in der viel zu viele sich aus allem raushalten, gar nicht genug danken. Am Wahltag ist dann die Entscheidung gefallen, wer in den nächsten Jahren Freude und Leid im Pfarrgemeinderat miterleben darf und muss.

Im heutigen Evangelium stehen einige Menschen auch vor der Wahl. Sie müssen sich entscheiden, wie sie zu Jesus stehen. Da gibt es keinen ausgewogenen Kompromiss, der niemanden das Gesicht verlieren lässt. Nein, es geht ums Ganze: Ja oder Nein zu Jesus Christus, und das ohne Hintertürchen.

Sie haben Jesus ans Kreuz genagelt. Die Führer der Juden, die in ihrem Volk das Sagen haben, wollen ihn endlich loswerden, denn es gab zuviel Unruhe wegen ihm. Seine kritischen Worte könnten ihre Position im Volk gefährden. Der römische Statthalter Pontius Pilatus schwankt mit seiner
Meinung über Jesus, will aber letztlich keinen Ärger mit den Juden – so gibt er nach und hat seine Ruhe. Weil er nach römischem Recht den Grund für die Todesstrafe auf einer Tafel am Kreuz angeben muss, lässt er dort vermerken: „Das ist der König der Juden.“ Das wiederum ist für die jüdischen Religionsvertreter eine kleine Provokation, denn der Messias und König, auf den sie warteten, sollte nach ihrem Verständnis wirklich anders aussehen…

Die Soldaten schließlich haben auch die Wahl, wie sie sich dem Todeskandidaten gegenüber verhalten. Die kleinen Leute haben ein gutes Gespür dafür, woher der Wind weht: dieser Mann hat keine mächtige Lobby. Er ist sozusagen Freiwild für sie und ihren Frust über den Soldaten-Alltag. So lassen sie ihrem Spott und Hohn freien Lauf und reißen ihre Witze über ihn: „Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!“

So wird Jesus zum Spottkönig, zutiefst gedemütigt und ohnmächtig, alles ohne jeden Kommentar ertragend. Um das Maß vollzumachen, kreuzigt man links und rechts neben ihm gleich noch zwei wirkliche Verbrecher, vermutlich Straßenräuber und Aufrührer gegen die Römer.

Auch sie haben die Wahl, was sie von Jesus halten. Während einer von ihnen immer noch Kraft genug hat, um Jesus zu verspotten, wird der zweite in seiner Todesstunde zum Bekenner für Jesus: „Denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst.“ Er, der Verbrecher, ist der einzige, der die wahre Größe Jesu erkennt.

Jesus bricht nun sein Schweigen. Seine Antwort ist umwerfend: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ - Da hat der Verbrecher sozusagen in letzter Sekunde das Ruder seines Lebens herumgerissen und sein Ver-
trauen ganz auf Jesus gesetzt. Er ist sich sicher: das ist der Messias, der wirkliche König!

Und wie reagiert Jesus? Ohne jede Ermahnung gewährt er dem Verbrecher Vergebung und verspricht ihm, heute noch mit Jesus im Paradies zu sein. Nicht irgendwann, sondern heute, und vor allem „mit Jesus“. Er wird bei ihm sein im Himmel. - Was für ein Tag und was für eine dramatische Todesstunde - das war knapp!

Auch wir selbst haben die Wahl. Mit dem Christkönigsfest zum Abschluss des Kirchenjahres wird noch einmal präzise auf den Punkt gebracht, woran wir glauben: Ja, dieser Jesus Christus, der sich so klein und niedrig gemacht hat, ist der Sohn Gottes, unser Herr und der wirkliche König aller Welt! Er ist der, worauf hin die ganze Schöpfung letztlich angelegt ist. Seiner Herrschaft der Liebe wird kein Ende sein. Er, der sich bis zum Tod am Kreuz erniedrigte, wird ewiger Sieger sein.

Wir müssen immer wieder zugeben, dass wir staunend und erschüttert vor dem Rätsel dieser unfassbar großen Liebe Gottes stehen. Über diese alles menschliche Denken übersteigende Liebe schrieb schon Augustinus: „Ich sehe die Tiefe, aber ich kann nicht auf den Grund sehen.“

Das Christkönigsfest stellt jeden von uns vor die Wahl: Willst Du diesem wirklichen und einzigen König dein Vertrauen und deine Liebe schenken?
Alle Herrscher unserer Erde haben nur Macht auf Zeit und regieren nur allzu menschlich; viele Machthaber verbreiten sogar nur Angst und Schrecken. Jesus Christus jedoch ist Herr in Ewigkeit, voller überströmender Liebe für uns, die Königskinder.

Wir haben die Wahl. Folgen wir unserem Herrn und König? Wir haben die Wahl. Jeden Tag neu. Unsere Entscheidung steht an. Jetzt und in unserer Todesstunde.


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Linktipps:

http://www.familie-wimmer.com/projekte/p03/p03fr/litkal.html

Liturgischen Kalender für ein beliebiges Jahr herstellen, hier für 2008.

http://www.weihnachtsmannfreie-zone.de/

Weihnachtsmannfreie Zone - eine Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken - Argumente, Materialien, downloads,…

http://www.theology.de/kirche/kirchenjahr/adventszeit.php
Viele Materialien und Links zum Thema Advent!

http://svt.se/hogafflahage/hogafflaHage_site/Kor/hestekor.html
Humor-Animation: Der Pferdechor - nacheinander auf die Pferdeköpfe klicken und Spaß haben…



HUMOR:

„Eine Predigt sollte einen guten Anfang und einen guten Schluss haben. Und zwar möglichst nahe beieinander.“ (Mark Twain)

Tut mir leid', sagt Petrus zu dem jungen Mann, 'aber du musst schon eine gute Tat vorweisen, sonst kann ich dich hier leider nicht reinlassen.' Nach kurzem überlegen sagt der Mann: 'Ich hab beobachtet, wie eine Gruppe Rocker einer alten Dame die Handtasche wegnehmen wollte. Da bin ich hingegangen, hab das Motorrad des Anführers umgestossen, ihm ins Gesicht gespuckt und seine Braut beleidigt.' - 'Und wann war das ungefähr?' - 'Naja, ich schätze so vor etwa 3 Minuten.'

"Die neuen Schuhe werden in den ersten Tagen ein wenig drücken", sagt der Verkäufer. Darauf Jens: "Das macht nichts. Ich trage sie erst in der nächsten Woche!"


16.11.2007

180 Besucher...



Am 15.11. wurden von "Bloggerei" 180 Besucher auf dieser Predigtseite gemessen. Ich bedanke mich ganz herzlich! Zur Zeit erreichen mich viele Anfragen. Jede wird individuell beantwortet; bitte etwas Geduld. (Statistik: Sa, 17.11. um 06.45 Uhr)

13.11.2007

33.Sonntag im Jahreskreis C (18.11.2007) <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Maleachi 3,19-20b
2 Thess 3,7-12
Lk 21,5-19
Der ausgewählte Bibeltext:

Evangelium: Lk 21,5-19

In jener Zeit, als einige darüber sprachen, daß der Tempel mit schönen Steinen und Weihe-
geschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, daß es beginnt? Er antwortete: Gebt acht, daß man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. - Lauft ihnen nicht nach! Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, laßt euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muß als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. Aber bevor das alles geschieht, wird man euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so daß alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern, und manche von euch wird man töten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehaßt werden. Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Crashtest

Wer sich für Autos interessiert und an eine Neuanschaffung denkt, achtet vielleicht auch darauf, wie sein zukünftiges Gefährt im Crashtest abgeschnitten hat: Ist die Fahrgastzelle auch nach einem schweren Unfall stabil geblieben? Wie weit wurde der Motorraum von der Wucht des Aufpralls eingedrückt? - Solche Tests sind vorgeschrieben, um im Falle eines Unfalls Menschenleben zu schützen. So mancher entschließt sich aus einem Sicherheitsdenken heraus
dann eher für den Kauf eines etwas größeren Wagens…

Heute haben wir es im Evangelium auch mit einem Crashtest zu tun. Getestet werden diesmal keine Autos, sondern wir Christen. Und der Test wird nicht vom TÜV oder ADAC durchgeführt, sondern von Jesus selbst.

Ausgangspunkt ist die Bewunderung einiger Zeit-
genossen Jesu für die Schönheit des Jerusalemer Tempels. Der war damals religiöses Zentrum („Wohnsitz Gottes auf Erden“) und Nationalheiligtum der Juden. In seiner Größe und Pracht zählte er zu den sieben Weltwundern der Antike – eine gigantische Anlage mit Steinquadern, die bis zu 8 Tonnen schwer waren. Für die Juden war der Tempel Teil ihrer Identität und galt als unzerstörbar. Doch Jesus prophezeit im heutigen Evangelium den Untergang dieses stolzen Bauwerkes, und der traf auch ein:
Während des Aufstandes der Juden gegen die römische Unterdrückung in den Jahren 66-70 nach Christus wollten die Römer demonstrieren, wer das Sagen hat und die Juden endgültig in ihrem Stolz treffen. So marschierte General Titus mit 36.000 (!) Mann in Jerusalem ein und machte die Tempelanlage bis auf einen kleinen Rest, die heutige „Klagemauer“, dem Erdboden gleich. Das war wie das Ende der Welt für die gläubigen Juden, und sie waren im wahrsten Sinne des Wortes wie am Boden zerstört.

Niemand hat Jesus in der heutigen Bibelstelle etwas gefragt. Er greift das Ende dieser Welt von sich aus als Thema auf, als der Tempel in seiner Anwesenheit so bewundert wurde. Ein tiefer Ernst ist spürbar, wahrlich kein Kuschel-Jesus! Mit aller Eindringlichkeit spricht Jesus über kommende Katastrophen, falsche Propheten, Not und Verfolgung.

Warum macht er das? Will er, dass wir unser Leben in ständiger Angst und Sorge verbringen vor einem kommenden Weltende, so wie manche Sekten das tun? Will Jesus uns das Leben, das ohnehin oft schwer genug ist, jetzt noch ganz vermiesen?

Genaueres Hinsehen zeigt: dies ist eben nicht seine Absicht! Er schildert den Crash, das Ende der Welt, um zu ermutigen und zu trösten. Ja, euer persönliches Leben und das Leben der ganzen Welt geht zwar einmal zu Ende, aber wenn ihr „standhaft bleibt“, wird euch „kein Haar gekrümmt werden“.

Was heißt das für uns? In diesem Crash-Test gibt uns Jesus einen handfesten Tipp, damit wir alle Gefahren und Krisen durchstehen können. Er sagt: Legt euer Vertrauen ganz auf mich! Habt keine Angst und lasst euch von den Panik-
machern nicht irre machen! Auch wenn es für euch vielleicht nicht so aussieht - Gott hält seine Kinder in der Hand, und niemand, der ihm vertraut, wird verloren gehen. Was für Schafe gilt, das gilt erst recht für Menschen.

Lasst euch durch die Gottesferne dieser Welt nicht zur Verzweiflung und in die Resignation treiben. Wer z.B. einmal aufmerksam unsere Talk-Shows im Fernsehen verfolgt, muss sich wahrlich nicht sehr anstrengen, um am Geisteszustand dieser Welt zu zweifeln. Und auch in Familie und Kirche gibt es diese kleinen Weltuntergänge: Klöster müssen aufgelöst werden, Priester laufen weg, Kinder missachten ihre Eltern und alle Erziehungsarbeit… - diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Der Appell von Jesus an uns lautet: Lasst euch nicht verrückt machen! Haltet am Glauben, am Vertrauen zu mir fest! Zeigt allen, dass ihr zu mir steht, auch wenn man euch deswegen in eurer Umgebung belächelt.

Um einen Crash-Test bestehen zu können, muss ein Auto stabil gebaut sein, damit es die mächtigen Stoßkräfte beim Unfall auffangen kann. Damit wir selbst den Crash-Test unseres Lebens bestehen können, sollten wir so klug sein, für unsere Stabilität zu sorgen. Das Rezept dafür hat uns Jesus verraten: Vertraut ganz auf mich. Dann wird euch kein Haar gekrümmt, und ihr werdet "das (ewige) Leben gewinnen".


Abbildung des Tempels aus: Artikel Herodianischer Tempel. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Oktober 2007, 21:04 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Herodianischer_Tempel&oldid=37658538


Zitate:

Unsere Generation wird nicht so sehr die Untaten böser Menschen zu beklagen haben als vielmehr das erschreckende Schweigen der guten." Martin Luther King

"Filmemacher sollten bedenken, daß man ihnen am Tag des Jüngsten Gerichts all ihre Filme wieder vorspielen wird." Charlie Chaplin

"Manche Menschen richten ihr Leben so ein, daß sie von Vorspeisen und Beilagen leben. Das Hauptgericht lernen sie nie kennen." José Ortega y Gasset


Linktipps der Woche:


http://www.virc.at/texte/jahr_a_d.htm

„The Vienna International Religious Centre” (virc) bietet verschiedene Informationen an. Auf der heutigen Link-Seite findet man z.B. zum Lesejahr A (1.Advent am 02.12.2007) alle Texte der Lesungen und Evangelien sowie eine kurze Auslegung. Nur im pdf-Format.

http://www.heilige.de/

Namenstagskalender und tolle Namenstagssuche des Erzbistums Köln

http://www.wasistzeit.de/index.php

Homepage rund um das Thema „Zeit“: Zahlen, Zitate, Berechnungen, Humor…


Humor:

Wetteifern drei Jungs, wer den schnellsten Vater hat. Der erste sagt: "Meiner ist Jetpilot bei der Lufthansa; der fliegt in acht Stunden von New York nach Frankfurt." Darauf der zweite: "Meiner ist schneller. Der ist Pilot bei der Bundeswehr und fliegt in vier Stunden von Hamburg ans Nordkap und zurück." Darauf der dritte: "Meiner ist noch schneller. Der ist Beamter, der hat um vier Feierabend und ist schon um zwei daheim!"


Bei der Bundeswehr, erster großer Absprung für die wehrpflichtigen Fallschirmjäger. Der Feldwebel gibt im Flugzeug den Tagesbefehl aus: "Männer, in drei Minuten ist Absprung. Denkt dran: wenn ihr auf 1000 Meter seid, Reißleine ziehen, der Fallschirm öffnet sich. Tut er es nicht, Ersatzleine ziehen, der Reservefallschirm öffnet sich. Wenn ihr gelandet seid, holt euch der LKW ab!" Der Gefreiter Meier springt also, zieht bei 1000 Meter die Reißleine, aber keine Reaktion. Er zieht die Ersatzleine, aber nichts passiert! Darauf der Gefreite Meier: "Typisch Bund, nichts klappt hier! Jede Wette, dass der LKW auch nicht da ist!"


(Quelle leider unbekannt)


Ich habe einen kleinen Werbe-Flyer für meine beiden Seiten "CHRIST-AWARD" und "MEIN PREDIGTGARTEN" im Format DIN-A-5 quer erstellt. - Wenn Ihnen meine Predigtgedanken gefallen, vielleicht möchten Sie auch andere darauf aufmerksam machen?!

Gerne schicke ich Ihnen die Flyer kostenlos und in entsprechender Menge zu, z.B. für Pfarrgemeinderatssitzungen, Diözesanversammlungen, Priestertreffen usw. - Herzlichen Dank für Ihre Untersützung!

09.11.2007

Herzlichen Dank!

Nun gibt es den "Predigtgarten" schon einen Monat. Zu meiner großen Überraschung gab es in dieser kurzen Zeit bereits über 2600 Besucher. Der Rekordtag war gestern mit 102 Besuchern.
39 Abonnenten bekommen die frische Predigt wöchentlich per Mail - ein Priester aus Paraguay ist neuester "Kunde". Inzwischen erreichten mich auch viele E-Mails, die große Mehrheit sehr wohlwollend. - Ab heute besteht hier rechts am Seitenrand weiter unten auch die Möglichkeit für eine schnelle Abstimmung. Ich freue mich über Ihre Meinung!

07.11.2007

32.Sonntag im Jahreskreis C (11.11.2007)

2 Makk 7,1-2.7a.9-14
2 Thess 2,16 - 3,5
Lk 20,27-38

Der ausgewählte Bibeltext:
Evangelium: Lukas 20,27-38

Von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, kamen einige zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterläßt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der zweite, danach der dritte, und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen. Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten. Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden sind. Daß aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Himmlischer Ehekrach?

Siebenmal verheiratet – das ist schon heftig und übertrifft sogar einige Prominente, die uns allen bei diesem Thema sicher spontan einfallen… Im heutigen Evangelium wird also dick aufgetragen, und dies von den Sadduzäern, die zu Jesus kamen. Sadduzäer waren höhere Priester, die dafür bekannt waren, dass sie die Wirklichkeit der Auferstehung ablehnten.

Schnell wird uns jetzt klar: sie wollten Jesus mit der an den Haaren herbeigezogenen Geschichte nur lächerlich machen. Dazu nutzten sie einen damals üblichen Tatbestand, die sogenannte Schwager-Ehe. Eine kinderlose Witwe war damals gänzlich unversorgt und hilflos. So war es sozial gedacht, dass der Bruder des Verstorbenen sie heiratete und damit schützte. Kinder aus einer solchen Beziehung galten juristisch als Kinder des Verstorbenen.

Die Sadduzäer, die Jesus diesen konstruierten Fall der sieben Heiraten vortrugen, kannten diese Regelung sehr gut, denn sie entstand schon früh durch Moses, und nur die
5 Bücher Mose galten für sie als Richtschnur im Leben.
Ihre eigentliche Frage an Jesus war also: Wem gehört denn nun die Frau im Himmel? Jeder der sieben Brüder ist doch ihr Mann! – Da war wohl ein heftiger Ehekrach im Himmel fällig, oder…?

Mit dieser Fangfrage hatten sie bei den Zuhörern erst mal die Lacher auf ihrer Seite. Sie wollten zeigen: Wie du siehst, Jesus, kann die Auferstehung gar nicht funktionieren, denn das gäbe reichlich Stress im Himmel. Wer weiß, wen man da alles treffen würde – einfach furchtbar, ein Chaos der Gefühle, Beziehungen, Rechtsverhältnisse…!

Jesu Antwort beschäftigt sich nur kurz mit dem Heiraten, nach dem er gefragt worden war. Er weiß: der fehlende Glaube an die Auferstehung beruht auf einer falschen Vorstellung vom Himmel und von Gott. Sie sind gewissermaßen auf dem Holzweg, in einer Sackgasse:
Und das ist das eigentliche Verständnisproblem. Die Sadduzäer und mit ihnen leider auch viele Christen glauben, der Himmel sei die Fortsetzung der Erde, eben nur an einem anderen Ort. Das trieb ja auch den Dienstmann Alois als „Münchner im Himmel“ in der Satire von Ludwig Thoma zur Verzweiflung, da er so gar nicht damit einverstanden war, nun als Engel Aloisius den ganzen Tag auf einer Wolke sitzend frohlocken zu müssen und Manna statt Bier zu bekommen…

Offenbar herrscht bei vielen die Idee vor, das sei wie mit einem dieser vor Jahren so beliebten elektronischen Spielzeuge, dem „Tamagotschi“ -oder wie mit manchen Computerspielen: man hat mehrere Leben, und man fängt einfach noch mal von vorne an. Am Computer gibt’s dafür die Reset-Taste – alles einfach noch mal auf Start…!

Jesus antwortet den Sadduzäern mit einer grundsätzlichen Aussage: Vieles ist nur in dieser Welt so, und in der Welt des Himmels ist es ganz anders. Dort gibt es vieles nicht - keine Heirat, keinen Tod, kein Leid. Es ist eine Verwandlung, eine neue Lebensweise, wo der Mensch ewig und in der Vollendung bei Gott leben darf, wenn er von Gott dazu für würdig befunden wurde. Die Menschen sind dort „den Engeln gleich“ – sie leben in ewigem und reinen Glück, weil sie Gott ganz zugehörig sein dürfen und wie die Engel in einem klarsichtigen Zustand in jubelnder Anbetung leben.

Leider verrät Jesus da keine Einzelheiten. Schade, denn Vorfreude ist doch die schönste Freude, heißt es ja. Jesus weiß nur zu gut, das wir in dieser Welt gar nicht in der Lage sind, dieses Geheimnis fassen zu können. Er lässt aber keinerlei Zweifel aufkommen: Gott ist ein Gott des Lebens, dem wir in die Hände fallen, um seine „Söhne“ zu werden. Die Details sind noch unserem Zugriff entzogen, so wie bei einer gesperrten Computer-Datei. Das zu akzeptieren, ist nicht immer einfach.

Wer jedoch auf Jesus vertraut, für den verschiebt sich die „Messlatte“ für das, was wirklich wichtig ist: Leistung, Erfolg, Ansehen, Geld… – das ist schön, aber nicht wirklich wichtig. Der gigantische Konsum- und Freizeitrummel, der den Menschen auf seinen Geldbeutel reduziert – für Christen nur mit großer Vorsicht zu genießen. Christen wissen: unsere eigentliche Heimat, die Gott für uns vorbereitet hat, ist der Himmel. Früher hat man von den Verstorbenen oft sehr treffend gesagt: sie sind heimgegangen.

Wer wirklich an die Auferstehung glaubt, wie wir es ja auch im Glaubensbekenntnis immer versprechen, bekommt in diesem irdischen Leben gewissermaßen schon mal eine kleine „Anzahlung“ auf das himmlische Glück: der Christ braucht sich nicht ständig zu sorgen, im Leben vielleicht zu kurz zu kommen und vielleicht nicht alles mitnehmen zu können, was man im Leben abgreifen und irgendwie kriegen kann. Der Christ weiß: wer sich dauernd hetzt, damit ihm nur ja kein Sonderangebot im Katalog seines Lebens entgeht, dem entgeht das Entscheidende – das Glück, ein Christ sein zu dürfen. Denn die leben nicht nur 70 oder 90 Jahre, sondern die Christen dürfen 70 oder 90 Jahre leben plus die Ewigkeit. Das ist Gottes Sonderangebot. Greifen Sie zu!


Linktipps:

http://www.sankt-laurentius-kleinostheim.de/bwo/dcms/sites/bistum/pfarreien/homepages/pfr/kleinostheim/home.html

Schöne Homepage der Pfarrei St. Laurentius Kleinostheim – unter „Aktuell“ auch Predigten und Predigtarchiv (diente auch mir für den heutigen Text z.T. als Anregung – danke, Herr Pfarrer Bieber!)

http://www.bibelwerk.de/713.0.html#818

Hilfestellungen des Kath. Bibelwerks für Lektoren im Gottesdienst: die beiden Lesungen werden mit einer kurzen Textauslegung und Hinweisen zum Vorlesen in einer übersichtlichen pdf-Datei vorgestellt.

http://www.wetter-bestell-dienst.de/index.php?lang=de

Es muss ja nicht immer ein „theologischer“ Linktipp sein… Zum 11.11. ist ganz klar auch Humor angesagt: Beim Wetter-Bestell-Dienst kann man sein Wunschwetter für einen bestimmten Termin und Ort bestellen, z.B. wenn man unbedingt schönes Wetter braucht oder jemanden mit Sauwetter so richtig ärgern will…

Humor:

Schlagfertig: Ein Besucher fragte Papst Johannes XXIII., wie viele Menschen eigentlich im Vatikan arbeiteten. Er überlegte einen Moment, dann antwortete er: „Ich schätze, etwa die Hälfte!“

Es war eine lang anhaltende Dürre. In dieser Not liess der Geistliche seine Gemeinde zu einem Bittgebet um Regen zusammenrufen. In Massen strömten die Leute herbei. Als der Prediger mit der Predigt begann: "Euren Eifer und Eure Gebete um Regen in Ehren - doch um Euren Glauben ist es schlecht bestellt. Denn was sehe ich: kein einziger von Euch hat einen Regenschirm…!"