Liebe Leserinnen und Leser,
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Ihr Predigtgärtner
31.12.2007
10.000 Besucher in 3 Monaten
30.12.2007
Ihr Horoskop für nächstes Jahr !
Soeben fand ich in den unendlichen Weiten des Internets diesen Text, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
Horoskop für Nachdenkliche
Beitrag eines überzeugten Nicht-Horoskop-Lesers
Widder 21.3. - 20.4
Gehen Sie mit Zuversicht in die nächsten Tage und kümmern Sie sich nicht um Ihr Horoskop! Wenn Sie aufmerksam sind, werden Sie vieles erleben, wofür Sie dankbar sein können. Besuchen Sie am Sonntag einen Gottesdienst! Was Sie dort hören, ist wichtig für Ihre Zukunft!
Stier 21.4 - 20.5
Grübeln Sie nicht darüber nach, ob die Sterne für Sie günstig stehen oder nicht! Suchen Sie statt dessen die Nähe lieber Menschen und beachten Sie die schönen Seiten des Lebens! "Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Gestirne." (Jakobus 1,17). Von Gott selbst - nicht von den Gestirnen - kommt das, was Sie jetzt brauchen. Wann haben Sie zuletzt gebetet?
Zwillinge 21.5 -21.6
Alltagsschwierigkeiten können sehr belastend werden. Kümmern Sie sich nicht darum, was die Sterne sagen! Sie können Ihnen nicht wirklich helfen. Mit Gottvertrauen, Phantasie und Courage werden Sie Ihre Schwierigkeiten meistern!
Krebs 22.6. - 22.7
Verzichten Sie ab heute auf das Lesen von Horoskopen und schenken Sie die dadurch gewonnene Zeit einem Menschen, der Ihnen nahe steht! "Für einen treuen Freund gibt es keinen Preis, nichts wiegt seinen Wert auf." (Jesus Sirach 6,15) An wen denken Sie?
Löwe 23.7 - 23.8
Wenn Sie sich heute über jemanden ärgern müssen, meinen Sie ja nicht, die Sterne seien schuld daran. Bitten Sie vielmehr Gott um einen klaren Kopf und ein gütiges Herz! Die Chancen sind groß, daß Ihr Ärger im Lauf des Tages verdampft.
Jungfrau 24.8 - 23.9
Keine Sternkonstellation kann Sie daran hindern, heute einem Menschen eine besondere Freude zu machen. Warten Sie nicht zu lange! Haben Sie schon eine Idee? Übrigens: "Sei nicht kleinlich, wenn du Gutes tust!" (Tobit 4,16).
Waage 24.9 -23.10
Wenn Sie nicht klar sagen, was Sie wollen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn andere Ihre Wünsche nicht erraten. Bemühen Sie sich um mehr Klarheit. (Das können Sie von den Sternen lernen! Die leuchten manchmal sehr klar!) Übrigens: Auch in religiösen Dingen sollten Sie sich klar entscheiden: Glaube an Horoskope und Glaube an Jesus Christus passen nicht zusammen!
Skorpion 24.10 - 22.11
Wenn Sie mehr Licht in Ihr Leben bringen wollen, dann lassen Sie Astrologie und Wahrsagerei sein! Probieren Sie es statt dessen mit dem Bibelwort: "Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit deinem Gott." (Micha 6:8)
Schütze 23.11 -21.12
Sie haben noch viele gute Chancen in Ihrem Leben. Davon steht zwar nichts in den Sternen, aber in der Bibel steht einiges, was Ihnen tatsächlich helfen kann. Nehmen Sie sich z.B. folgendes Wort zu Herzen: "Sei mutig und stark! Fürchte dich nicht, und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du unternimmst."(Josua 1,9)
Steinbock 22.12. - 20.1
Sie fühlen sich manchmal unfrei und von anderen zu stark abhängig? Orientieren Sie sich nicht an Aussagen von Astrologen! Nehmen Sie Ihr Leben selbst in die Hand! Haben Sie Mut zu Entscheidungen, auch auf die Gefahr hin, daß Sie manchmal Fehler machen! Gott liebt Sie und begleitet Sie.
Wassermann 21.1 - 19.2
"Die lange Bank ist des Teufels liebstes Möbelstück", sagt ein Sprichwort. Schieben Sie Ihre Probleme nicht länger vor sich her! Suchen Sie einen Menschen mit Lebenserfahrung auf und besprechen Sie offen mit ihm Ihre Situation! Es wird sich dadurch manches klären. Von Horoskopen lassen Sie besser die Finger! Sie können Ihnen nicht helfen!
Fische 20.2. -20. 3.
Sie sind ein liebenswürdiger Mensch! Nehmen Sie das ernst und entdecken Sie auch in Ihren Mitmenschen das Liebenswürdige! Das kann auch in schwierigen Fällen gelingen und hängt nicht vom Sternzeichen ab. Schon ein freundliches Wort kann Wunder wirken!
gefunden bei:
Karl Veitschegger (1998)
>>> BITTE KLICKEN !
Tolle Millionäre !
Seit 1959 sind die Sternsinger alljährlich um den 6.Januar herum unterwegs. Etwa 500.000 Kinder starten nach der feierlichen Aussendung in den katholischen Pfarrgemeinden dann ihre Aktion Dreikönigssingen. Dabei ziehen sie festlich gekleidet und mit einem Stern vorneweg bei jedem Wetter viele Stunden lang von Haus zu Haus und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt. Mit Kreide wird dann „C+M+B“ an die Haustüren geschrieben. Das bedeutet nicht Caspar, Melchior und Balthasar, sondern „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“.
2008 findet die Sammelaktion zum 50. Mal statt. Beinahe unglaublich, was die fleißigen Sammler an Spendengeldern einnehmen: 2007 waren es z.B. fast 39 Millionen Euro ! (Dagegen sehen manche lautstarken Spendenaktionen im Fernsehen ziemlich bescheiden aus.) Ein ganz dickes Lob an diese vorbildlichen Kinder und Jugendlichen !!!
Der Brauch des Sternsingens geht allerdings bis ins Mittelalter zurück, in Klöstern und Bischofsstädten wurde er praktiziert. Ausführliche Informationen und Materialien gibt’s bei:
http://www.sternsinger.org/ Kindermissionswerk/Sternsinger
Wie man sieht, findet der Bundespräsident diesen Einsatz auch toll:
29.12.2007
Nur für heute....
Allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Jahr 2008 !
Nun sind sie wieder da, die Stunden, wo Bilanz gezogen wird, die Stunden des Hoffens,
der guten Vorsätze,
der Enttäuschungen vor allem über die eigene Schwäche...
Je älter man wird, um so mehr weiß man die Weisheit zu schätzen, die Papst Johannes XXIII. mit seinem Text (gekürzt) beweist:
"Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben,
ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
Nur für heute werde ich niemand kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern,
nur mich selbst.
Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es niemand erzählen.
Nur für heute werde ich fest glauben, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemand auf der Welt..."
Gute Kurzinformation über die Bräuche rund um Silvester/Neujahr:
http://www.theology.de/kirche/kirchenjahr/neujahrneujahrsgluecksbringerundderenbedeutung.php
27.12.2007
"CHRIST-AWARD" ist gestartet!
Am 28.12.07 ist mein zweites Blog "CHRIST-AWARD" gestartet. Dort werden Menschen und Webseiten vorgestellt, die anderen als Vorbild dienen können. Schauen Sie doch mal rein:
>>>>> http://www.c-award.blogspot.com/
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1.1. - Hochfest der Gottesmutter Maria

Numeri 6,22-27
Galater 4,4-7
Lukas 2,16-21
Evangelium Lk 2, 16-21
So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.
GEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
7 Minuten ziehen lassen !
Wahrscheinlich haben Sie schon mal Tee zubereitet. Auf den Packungen können wir nachlesen, dass z.B. der Kamillentee 7-10 Minuten im heißen Wasser ziehen soll, bevor er fertig ist. Wer diese Zeit nicht abwartet, erhält einen Tee, der eher nach heißem Wasser schmeckt und auch seine (heilende) Wirkung nicht entfalten kann. Klar, dass wir aus Erfahrung diese Verwendungsanleitung recht genau beachten – im eigenen Interesse…
Im heutigen Evangelium zum Hochfest der Gottesmutter Maria bekommen wir auch eine Art Verwendungsanleitung, und zwar eine Anleitung zur Verwendung des Wortes Gottes.
Doch erst mal alles der Reihe nach: Der heutige Bibeltext kommt kurz und schlicht daher. Die Hirten, denen bei ihrer Nachtwache auf dem Feld bei Bethlehem ein Engel erschienen war, machten sich eilig auf den Weg zur Krippe. Das Wort „eilig“ sagt uns schon, wie wichtig ihnen die Botschaft des Engels geworden ist. Sie waren davon tief betroffen und konnten gar nicht anders als die gute Nachricht weitererzählen: Ja, heute ist der Retter geboren, der Messias! - Sie müssen ihr Erlebnis ihren Zuhörern im Stall so begeistert vorgetragen haben, dass es im Evangeliumstext heißt: „Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.“ Offenbar waren inzwischen schon ein paar Neugierige dort eingetroffen. Die Hirten, ganz einfache Leute ohne jegliche theologische Ausbildung, wurden so zu den ersten Predigern der Frohen Botschaft!

Besonders aufschlussreich für uns ist aber die Reaktion von Maria. Im Bibeltext heißt es: „Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ Da ist sie, die Anleitung für uns für den Umgang mit dem Wort Gottes!
Maria lässt die Botschaft gewissermaßen „ziehen“, sie gibt dem Wort Gottes die nötige Zeit, damit es seine Wirkung auch entfalten kann. Sie bewahrt alles in ihrem Herzen, und nach und nach kann sie den Sinn all dessen entfalten, und nach und nach lernt sie zu verstehen, was die Aufgabe, die Sendung ihres Sohnes ist. - Diese Haltung Mariens war damals nicht selbstverständlich und heute ist sie es auch nicht für uns; deshalb heißt es ja auch: „Maria aber…“ - Wir kennen das: man hört etwas, aber es geht im Grunde zum einen Ohr hinein und zum anderen hinaus. Manches begeistert uns sogar für einen Moment, aber wir lassen es nicht genug ziehen. Es kann gar keine Wirkung entfalten, wenn man mit den Gedanken im nächsten Moment schon wieder woanders gelandet ist.
Maria aber macht die frohe Botschaft Gottes gewissermaßen haltbar, sie konserviert sie in ihrem Herzen. Da ist es kein Wunder, dass die Kirche dieses Fest und diesen Text an den Anfang des neuen Jahres gelegt hat.
So bekommen wir Maria schon gleich als Wegbegleiterin für 2008 mit auf den Weg. Unter ihrem Schutzmantel sind wir gut auf-
gehoben. Das erinnert an die uralte Regelung, wonach rechtlose, verfolgte Menschen sich unter dem Schutzmantel der Königin vor Verfolgung sicher sein konnten.

Ein Marienfest zum 1.Januar, dem Weltfriedenstag – was für eine deutliche Symbolik hat dieser Termin! Allzugerne machen die Menschen ihre jeweils eigene Definition von Frieden, und damit geraten sich sich immer wieder auf schlimmste Art und Weise gegenseitig in die Haare, in der großen Politik wie im kleinen Kreis der Familien. Wenn Friede das ist, was wir selbst als solchen festlegen, wird es Konferenzen und Debatten geben ohne Ende und leider mit spärlichem Erfolg.
Maria aber begibt sich in den Frieden Gottes – sie tut genau das, was er von ihr erwartet. So geschieht es auch mit der Namens-
gebung für Jesus. Es fällt auf, das im Text des Evangeliums immer nur von dem Kind die Rede ist, ohne den Namen zu nennen: die Hirten fanden „das Kind, das in der Krippe lag“ . So heißt es auch: „Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte“ - jetzt erst bekommt es den Namen Jesus, jetzt wird es mit der Beschneidung aufgenommen in die jüdische Gemeinschaft. So ist es Tradition und Gesetz, und so wird es auch von Joseph und Maria gehandhabt. Jesus feiert jetzt also gewissermaßen seinen Namenstag!
Mit Maria ins Jahr 2008 gehen – da braucht man keine Hufeisen, keine vierblättrigen Kleeblätter, keine Horoskope und kein Bleigießen. Beachten wir die Verwendungsanleitung Marias: bewahren wir das Wort Gottes in unserem Herzen, lassen wir es einwirken und denken darüber nach. Dann kann Maria auch über jeden von uns ihren weiten Mantel ausbreiten, wie es im „Gotteslob“ in Nr. 595 besungen wird.
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LINKTIPPS DER WOCHE:
http://www.religionsmonitor.com/
Umfrage der Bertelsmann-Stiftung zu Glaube und Religiosität
(mitmachen bei der Umfrage dauert ca. 20 Minuten)
http://www.kathtube.com/index.php
KATHTUBE ist die katholischen Plattform für Videos, Audios und Bilder
http://www.sternsinger.org/10000/11000/11000.html
Dreikönigssingen / Sternsinger / Kindermissionswerk : Infos und Materialien für die Aktion 2008
http://www.hitflip.de/
Tauschbörse im Internet: DVDs, Spiele, Musik-CDs, Bücher und Hörbücher
http://www.diezehngebote.de/index.php4?sid=0
Die Alternative zu ebay: virtueller Flohmarkt von „DieZehnGebote“ – Auktionsplattform für Christen
HUMOR:
(Zeichnung: Mönch, Quelle unbekannt)
Passiert nichts dergleichen, sind Sie kerngesund! Somit gibt es keinen wirklichen Grund, am Sonntag nicht zur Heiligen Messe zu gehen!
Zwei Mönche konnten es nicht lassen, während der langen Gebetszeiten zu rauchen. Sie hatten dabei aber ein schlechtes Gewissen. Um ihr Gewissen zu erleichtern, schrieben sie unabhängig voneinander an den Papst. Nach sechs Wochen hatten sie ihre Antwortschreiben: dem ersten wurde das Rauchen verboten, dem zweiten wurde es erlaubt.
Also verglichen sie ihre Briefe. Der erste hatte gefragt: „Darf ich während des Gebetes rauchen?“ - Der zweite hingegen wollte wissen: „Darf ich während des Rauchens beten?“
26.12.2007
Wer hat eine Idee? - Wasserproblem
Hier wende ich mich außer der Reihe an Sie mit der Bitte um eine Idee, einen guten Rat: Soeben erhielt ich aus Indien von einem sehr zuverlässigen, aber auch sehr zurückhaltenden Priester einen schriftlichen Hilferuf. Der Priester, den ich persönlich kennengelernt habe, als er in unserem pastoralen Raum eine Ferienvertretung übernommen hatte, bittet um Hilfe in folgender Sache:
Er arbeitet jetzt in einer abgelegenen Landpfarrei in Kerala/Indien als Gemeindepfarrer mit sehr armen Menschen, die noch nicht einmal Trinkwasser in ihrem Dorf haben. Sie müssen minderwertiges Wasser aus einer 900m entfernt liegenden Quelle an einem Reisfeld schöpfen.
Nun hat er den Plan, an einer besseren Quelle, die sie entdeckt haben, einen sauberen Brunnen zu bauen und das Wasser zum Dorf zu leiten. Dafür kalkuliert er 2.000 Euro, wovon 1.000 Euro irgendwie selbst aufgebracht werden sollen.
Da ich ihn erlebt habe, ahne ich, wie schwer ihm die Bitte um Hilfe fällt - er braucht also 1.000 Euro.
Keine Angst - ich will Sie hier nicht um Geld anbetteln !!!
Was mir helfen würde, wären Ideen, Kontakte, Tipps. Wer kann da eventuell weiterhelfen?
In dieser Angelegenheit bitte Mail-Kontakt an mich über meine Extra-Mail-Adresse: Indienhilfe@gmx.de
Herzlichen Dank! Erhard Eutebach, der Predigtgärtner
Jetzt Mitglied bei "RelevantBlogs"
-
"RelevantBlogs ist ein Netzwerk, das relevante Blogs christlicher Autoren, die über die verschiedensten Themen schreiben, zusammenfassen möchte. Wir haben RelevantBlogs gegründet um begeisterten christlichen Autoren eine größere Öffentlichkeit zu bieten und um Lesern bei der Suche nach guten und interessanten Blogs zu helfen." So schreiben die Gründer. Alle Einzelheiten findet man auf der Website.
- Ich freue mich, das "MEIN PREDIGTGARTEN" jetzt auch Mitglied dieser Gemeinschaft ist.
22.12.2007
Gesegnete Weihnachten!
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von ganzem Herzen gesegnete Weihnachten!
Möge Ihnen Weihnachten die Erfahrung schenken, dass Gott in unser Leben kommt.
Ihr Predigtgärtner
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Die nächsten Predigtgedanken erscheinen am 27.12.
für den 1.Januar / Hochfest der Gottesmutter Maria
Heilige Nacht (24.12.2007)
Jesaja 9,1-6
Titus 2,11-14
Lukas 2,1-14
Evangelium Lk 2, 1-14
Heute ist euch der Retter geboren
In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen.
Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.
So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.
Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr,
der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.
Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.
GEDANKEN ZUR PREDIGT IN DER HEILIGEN NACHT
Alle Jahre wieder?
Nun ist es endlich so weit: alle Vorbereitungen sind getroffen, die Einkäufe getätigt, die Wohnung geputzt, leckeres Festessen und Geschenke, und nicht zu vergessen – der Weihnachtsbaum!
Jetzt ist sie da, die „gabenbringende Weihnachtszeit“, wie ein Spötter formulierte.
Hier soll niemand die Festfreude verleidet werden. Wenn Menschen sich mit Aufmerksamkeit begegnen, sich beschenken, miteinander sprechen und feiern und Zeit verbringen, ist das nur zu begrüßen.
All dies kommt im Alltag von vielen Familien leider oft zu kurz.
Die meisten kennen die Fernsehsendung, die traditionell seit vielen Jahren an Silvester in den dritten Programmen ausgestrahlt wird: „Dinner for One“ oder „Der 90.Geburtstag“ mit Miss Sophie und ihrem Butler James. Einfach unbeschreiblich, dieser Sketch! - James fragt mehrmals, in der Hoffnung, dem Alkohol entgehen zu können: „The same procedure as last year, Miss Sophie?” (Die gleiche Prozedur wie vergangenes Jahr), was sie stets bestätigt mit: “The same procedure as every year, James!” (wie jedes Jahr). Wie es dabei dem armen James ergeht, wissen wir…
Das Fest der Geburt Jesu steht in der Gefahr, dass es ihm auch so ergeht – also wie jedes Jahr, die gleiche Prozedur, das immer gleiche Fest. Natürlich wird es immer Menschen geben, die lediglich wegen der schönen Stimmung die Christmette in der vollen Kirche in Anspruch nehmen und anschließend das Christentum wieder für ein Jahr an den Haken hängen.
Darum geht es hier aber nicht. Das heutige Evangelium will uns Gläubige alle wachrütteln und uns das unfassbare Geschenk der Weihnacht noch einmal ganz deutlich machen. Die Geburt Christi soll nicht vorschnell „alle Jahre wieder“ gefeiert werden, weil es eben so Tradition ist. Weihnachten - das ist viel, viel mehr. Es ist die schönste Liebeserklärung, die Liebeserklärung Gottes an jeden von uns.

Der Evangelist Lukas schildert zuerst, wie mühsam der Weg von Josef und Maria ist – von Nazareth bis nach Bethlehem sind es über 100 Kilometer Fußweg! Aber Josef fügt sich bereitwillig dem Befehl des Kaisers Augustus zur Volkszählung; so kommen sie in seine Vaterstadt Bethlehem. Der Befehl des damals mächtigsten Herren der Welt fügt sich aber genau in den Plan Gottes, denn nur so kommt Jesus ausgerechnet in der Königsstadt Davids zur Welt, ein besonderer Hinweis auf sein eigenes Königtum! Doch nur eine kümmerliche Krippe in einem zugigen Stall steht für dieses Königskind zur Verfügung. Er nimmt sich keinerlei Sonderrechte heraus – ganz im Gegenteil! Da kann jeder sehen: Wenn Gott zu uns kommt, macht er sich ganz klein, armselig und hilflos – so unendlich groß ist seine Liebe!
Und wer erfährt zuerst vom weihnachtlichen Geschehen im Stall? Nicht König oder Bürgermeister, nicht Lehrer oder Priester! Es sind Hirten, die draußen auf dem Feld bei ihrer Herde Nachtwache hielten. Auf sie richtet der Evangelist Lukas seine und unsere Aufmerksamkeit.
Hirten – das waren damals rau(h)e Gesellen, die bei Wind und Wetter bei den Schafen waren. Die allermeisten von ihnen waren bezahlte Knechte, bewachten also nur die Herden anderer.
Sie waren im Volk nicht gerne gesehen, denn sie waren schmutzig, ungepflegt und wanderten jahrein jahraus mit den Herden zu den Futterplätzen, ohne am Gemeinschaftsleben oder an religiösen Feiern teilnehmen zu können. Sie waren Außen-Seiter im wahrsten Sinne des Wortes, für die sich wirklich niemand interessierte, und sie waren alles andere als fromm.
Ausgerechnet zu diesen hartgesottenen Burschen schickt Gott seinen Engel mit der Botschaft von der großen Freude der Geburt des Messias – das muss man erst einmal verdauen! Wie man sieht, ist Gott immer für eine Überraschung gut und beteiligt sich offensichtlich nicht an unserem Einsortierungssystem von Menschen in gute und böse.
Was könnte die Hirten für Gott so interessant gemacht haben? Sicher zuerst einmal die Tatsache, dass Hirten eine Fähigkeit haben, die anderen fast verloren gegangen ist: Hirten können gut hören! Das klingt so harmlos, ist es aber nicht: Der Beruf des Hirten war gefährlich, besonders in der Nacht. Es gab lebensbedrohliche Überfälle und vor allem wilde Tiere, die die Herden angriffen. Hirten lebten ganz mit der Natur, und sie verließen sich nachts nur auf ihr trainiertes Gehör, denn sehen konnte man in der freien Wildnis nichts. Hirten waren Hörende, und Hirten waren Menschen, die wachten, wenn andere schliefen. Hirten wussten um die Gefahr – sie waren stets in Alarmbereitschaft. Nicht umsonst bezeichnete Jesus sich selbst gerne als den guten Hirten, der seine Schafe beschützt. Wenn es heißt, das die doch so hartgesottenen Hirten sich über die Engel-Erscheinung sehr fürchteten, können wir erahnen, wie ungeheuer mächtig diese Erscheinung wohl war.
So nähern wir uns dem, was Gott uns hier durch Lukas sagen will: Die Engel sind da, um uns die große Freude der Weihnacht zu verkünden, die im Himmel so großen Jubel auslöst.
Die Engel sind da. Jesus ist da. Dein Retter ist da. Dein Ansehen, dein Schmutz – alles spielt keine Rolle: Höre nur – und öffne dich – komm in den Stall, schau ihn dir an und schenke ihm dein Herz! Dann ist Weihnachten wirklich bei dir angekommen.
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Die nächsten Predigtgedanken erscheinen am Mittwoch, 26.12. für
1.Januar (Hochfest der Gottesmutter Maria)
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Linktipps der Woche:
Sehr umfangreiche Liste „Links für Katholiken“ : Weltkirche, Bistümer, Theologie, Spiritualität, Verlage, Orden, Lebensschutz usw.
http://www.christtv.de/index.html
Gute Übersicht über christliche Fernseh- und Radiosender im In- und Ausland.
Hier findet man die Kalender-Daten von katholischen Sonntagen, Fest- und Feiertagen von 1970 – 2100. Praktisch für sehr langfristige Pläne…
http://www1.ndr.de/unterhaltung/dinner_for_one/special4.html
Infoseite des NDR: Alle Infos rund um die Kult-Sendung an Silvester - „Dinner for One“ (Der 90.Geburtstag)
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Humor:
Der Springer fragt: „Können Sie mir helfen?“ – Die kurze Antwort: „Tut mir leid, ich kann nur Gasleitungen reparieren!....“
In der Eisenbahn sitzt ein Kirchenhasser. Als sich ein Priester auf den freien Platz gegenüber setzt, will der Spötter sofort provozieren: „Wenn mein Sohn dumm wäre, würde ich ihm eine Ausbildung zum Priester nahelegen!“ - Der Priester schmunzelt und meint: „ Ihr Vater war in dieser Frage ja ganz offensichtlich anderer Ansicht!“
Die kleine Anna soll einen Brief im Pfarrhaus abgeben. Hinter dem Gartentor kommt der Schäferhund des Pfarrers auf sie zugesprungen und leckt ihr das Gesicht ab. Anna hat sich erschreckt und brüllt dementsprechend laut. Atemlos kommt der Pfarrer angerannt. „Um Gottes willen – hat der Hund dich gebissen?“
Erna: „Nee, ich glaube, er hat nur mal probieren wollen, wie ich schmecke!“
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Gut gesagt…
Wenn Gott den Menschen misst, dann legt er das Maßband nicht um den Kopf, sondern um das Herz. (Irisches Sprichwort)
Der Wert von Statistiken: „Wenn Sie mit den Füßen im kalten Eiswasser stehen und mit dem nackten Hintern auf der heißen Herdplatte sitzen, dann haben Sie im statistischen Durchschnitt
eine angenehme Körpertemperatur.“ (Peter Paterna)
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19.12.2007
4. Adventssonntag (23.12.2007)


Jesaja 7,10-14
Römer 1,1-7
Matthäus 1,18-24
Evangelium:
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammen-
gekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immánuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.
MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
Der Traummann
Jeder Fernsehsender, der beim Kampf um Zuschauerzahlen ganz oben stehen will, muss unbedingt Quizsendungen zur besten Sendezeit anbieten. Die sind jetzt wieder sehr gefragt.
Zum heutigen Evangelium habe ich hier auch eine Quizfrage für Sie parat: „Was antwortete Josef dem Engel, der ihm im Traum erschien?“ - Sie dürfen jetzt allerdings niemanden anrufen und auch bitte unser Publikum nicht befragen.
Wenn Sie sich an die Antwort nicht erinnern können, ist das kein Grund, sich über zunehmende Vergesslichkeit Gedanken zu machen. Josef antwortete nämlich - nichts !
Und das muss man sich mal vorstellen: Josef hatte ganz sicher seinen Traum vom Leben mit Maria. Ein Häuschen, seine kleine Zimmerei-Werkstatt, ein paar nette Kinder mit seiner lieben Frau Maria – ach, das wäre schön!
Josef war mit Maria verlobt. Verlobung war damals ein absolut verbindliches Eheversprechen und wurde gesetzlich auch so behandelt. Auf Ehebruch stand schon während der Verlobungszeit
die Strafe der Steinigung, zumindest aber ein Verstoßen in Schimpf und Schande.
Jeder, der einmal heftigen Liebeskummer erlebt hat, kann Josef nachfühlen, in welchem Zustand er jetzt war. Das war wie ein kleiner Weltuntergang! Die Erklärung Marias konnte er beim besten Willen nicht verstehen.
Aber was tun? Josef wollte Maria vor allem nicht bloßstellen. „Josef, ihr Mann, der gerecht war“ heißt es im Evangelium. Ja, Josef war im besten Wortsinne fromm und bemühte sich um ein gerechtes Leben, wie Gott es erwartete. Aber was war jetzt gerecht?
So beschloss er, „sich in aller Stille von ihr zu trennen“. Er wollte also jedes Aufsehen vermeiden. Nicht Wut oder Enttäuschung bestimmte sein Denken, sondern große Liebe zu Maria, die er auf diese Weise schützen wollte, denn wenn er sich von ihr trennte und vielleicht in einen anderen Ort zog, sah es nach außen so aus, als läge die Schuld bei ihm. Eine verlassene Braut – und dann noch schwanger!
Doch dann kam das, was in der Redewendung so klingt: Der Mensch denkt, und Gott lenkt. - Gott schickte einen Boten, einen Engel, der Josef zum Traum-Mann machte. Im Traum wurden ihm die Augen geöffnet, und er bekam sogar den Auftrag, die juristische Vaterstelle anzunehmen. Die Namensgebung war damals eine ehrenvolle Aufgabe, die immer nur dem Vater zufiel.
Der Engel hielt sich nicht mit langen Reden auf: „Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben.“
Das war eine klare Ansage! Und Josef? Maria hatte, als der Engel ihr erschienen war, gleich nachgefragt: Wie soll das geschehen?
Nicht so Josef! Er hatte keine Frage, und er antwortete auch nicht, zumindest nicht mit Worten.
Josef ist ein Mann der Tat. Er ge – horchte, auch wenn er nicht alles verstand. Heute ist es genau anders: heute will man alles verstehen, aber nicht gehorchen.
Josef gibt uns mit seinem Verhalten einiges zum Nachdenken. Er übernahm die Verantwortung, die ihm der Engel zugedacht hatte. Für ihn ist es typisch, dass er weder fragte noch antwortete. Seine Rolle war eher die hinter Jesus und Maria, und nicht an vorderer Stelle. Josef, der Traum-Mann war ein Mann mit Güte, mit Geduld, mit Herz. Mehrmals noch wird in der Bibel davon erzählt, wie er ohne Wenn und Aber dem Ruf Gottes folgte.
Gott gehorchen und dienen kann man auch in der zweiten Reihe. Es kommt nicht darauf an, was wir sagen; es kommt darauf an, was wir tun.
Gott findet wie bei Josef immer einen Weg zum Ziel. Auch wenn manche Situation im Leben eher zum Davonrennen ist – denken wir an Josef, der seine Rolle im Plan Gottes liebend angenommen hat. Vielleicht denken wir daran, wenn wir im Vaterunser beten:
„Dein Wille geschehe!“ - Dann kann Weihnachten kommen!
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Humor:
Zwei Pastoren unterhalten sich: Mensch, hatte ich heute einen anstrengenden Tag: zwei Beerdigungen, zwei Einäscherungen und noch eine Kompostierung! - Wieso Kompostierung? - Na ja, die Grünen werden auch mal älter!
Der liberalste Pastor
Treffen sich drei Katholiken und unterhalten sich, wer denn wohl den liberalsten Pastor in der Gemeinde hat.
Munter prahlt der erste drauflos: "Unser Pastor bietet Tanzkurse um den Altar an!"
Der zweite: "Das ist doch gar nichts! Unser isst am Karfreitag vor der ganzen Gemeinde ein Steak!"
Darauf meint der dritte nur: "Vergesst das alles! Unser Pastor hängt an Weihnachten ein Schild an die Kirchentür: Wegen der Feiertage geschlossen!"
In der Beichte bekennt ein Mann: „Ich habe oft geflucht, aber auch viel gebetet. Das gleicht sich also aus. Ich habe öfter auch einen über den Durst getrunken, aber auch die Fastenzeit streng eingehalten, das dürfte sich also ausgleichen.“
Der Pfarrer dazu: „Mein Lieber, Ihre Situation ist ganz einfach:
Gott hat Sie geschaffen. Der Teufel wird Sie holen. Das gleicht sich also aus…“
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Linktipps der Woche:
http://www.zenit.org/index.php?l=german
ZENIT – … die Welt von Rom aus gesehen: kostenloser newsletter mit kirchlichen Nachrichten, samstags Predigt von R.Cantalamessa, dem Hausgeistlichen und Prediger des Papstes und vieles mehr!
http://www.e-water.net/info_de.php
Tolle christliche Flashs und E-cards, empfehlenswert.
http://www.add-in-world.com/katalog/kalenderassistent/
Praktisches kostenloses Tool zum Erstellen von Tages-, Wochen- und Monatskalendern (Terminplaner) direkt in „Word“. Nach dem download bekommt man einen Registrierungsschlüssel an seine E-Mail-Adresse geschickt.
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Im Falle einer Störung:
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Falls diese Adresse längere technische Probleme haben sollte, weiche ich auf eine vorbereitete Reserve aus: www.predigtgarten.twoday.net
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18.12.2007
CHRIST-AWARD ab Januar 2008
Inzwischen hat es sich herumgesprochen: mein zweites Blog-Projekt "CHRIST-AWARD" ist in Startposition: am 01.01.2008 geht es los. "Mit gutem Beispiel vorangehen" ist der Untertitel.
Es geht um Menschen und um Internetseiten, die als gutes Beispiel dienen können. Am Anfang erscheint das Blog nur einmal im Monat, immer am Monatsanfang. - Die schon geplanten Beiträge:
17.12.2007
Humor: Ratschlag für Hl. Abend
Ratschläge für Seltengänger
Am heiligen Abend wird der eine oder andere in die Kirche gehen wollen, und es wird für die meisten von uns das einzige Mal in diesem Jahr sein, dass sie ein Gotteshaus betreten. Einige hilfreiche Hinweise mögen deshalb nicht schaden.
Seltengänger tun zunächst einmal gut daran, sich vor dem Kirchgang die passende Bekleidung herauszulegen. Den Damen sei geraten, weder zu kurz noch schulterfrei zu tragen. Warm, aber unauffällig scheint angemessen.
Seltengänger beiderlei Geschlechtes sollten sich sinnvollerweise vor dem Kirchgang mittels einer kleinen Mahlzeit eine gewisse Grundlage verschaffen, da Kirchen in der Regel keine Resteuretionsbetriebe sind und euch kleinere Imbisse nicht gereicht werden. Selbst Süßigkeiten, Eiscreme oder Mon Cherie stehen nicht zur Disposition. Auch der Verzehr mitgebrachten Knebberwerkes ist in Kirchen eher unerwünscht.
So gestärkt macht sich der Seltengänger auf den Weg. Er erkennt sein Ziel vor allem daran, dass statt der üblichen Reklamebeschriftung ein bis zwei von weitem sichtbare Türme Attraktion signalisieren.
Wir schreiten nun durch des Eingangsportel und sind zunächst überrascht von der ungeheuren Höhe des Raumes. Dies hot freilich nichts zu besagen: Dort oben spielt sich auch im weiteren Verlauf des Abends nichts ab.
Der irritiert schweifende Blick des Seltengängers wird nun vergeblich nach einer Platzanweiserin suchen, zumal der Besuch der Veranstaltung kostenlos ist und also Eintrittsoder Platzkarten nicht ausgegeben werden. Man wird sich demnach - ohne freilich zu rennen oder zu schubsen - einen Platz auf einer der aufgestellten Bänke zu erobern haben.
Nun wird, entgegen den Erwartungen des Seltengängers, weder das Licht verlöschen noch die Werbung beginnen. Vielmehr erheben sich die Versammelten zur Begrüßung eines Mannes, der im Vordergrund des Raumes die weitere Gestaltung des Abends übernehmen wird.
Bei gelegentlichen, gemeinsamen Gesängen sei dem Seltengänger geraten, weder lauthals ihm unbekannte Lieder zu improvisieren, noch bei rhythmischen Stellen in das beliebte Schunkeln zu verfallen, etwa mit Hilfe untergehakter Nachbarn.
Im Falle von zu absolvierenden
Gebeten empfiehlt sich dem Seltengänger ein gesenkter Blick und das Verschränken der Finger. Und zwar verschränkt man seine Finger nicht in die der Nebenstehenden, sondern in die eigenen. Eine kleine Hilfestellung: in fehlerfreier Haltung betet der Seltengänger, wenn er bei diesem Ritual seine Hönde etwa so hält, als ob er seinen Wellensittich erwürgen wollte.
Im weiteren Verlauf des Abends wird der Solist im Vordergrund einen erhöhten Platz erklimmen, um von dort aus eine Rede zu halten. Da darf nun, am heutigen Abend, mit der Weihnachtsgeschichte gerechnet werden.
Hier scheint ein kleiner Hinweis für Seltengänger angebracht: Bei dem Kind, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden wird, handelt es sich um die gleiche Person, die wir im Vordergrund des Raumes unschwer als einen ans Kreuz genagelten Herrn erkennen können. Dies nur, damit Sie auch das Ende der ganzen Geschichte kennen, von dem heute Abend freilich nicht die Rede sein wird.
Der Mann auf der Kanzel wird im Übrigen ell1tge mehr oder weniger temperamentvolle Appelle an das allgemeine Wohlverhalten der Anwesenden richten. Solche rhetorischen Höhepunkte sollen schweigend zur Kenntnis genommen und nicht mit Ausrufen wie »Bravo, der Mann!«, »Weiter so!« oder »Hört, hört!« kommentiert werden. Von Applaus oder gar Pfiffen ist generell abzusehen.
Prinzipiell gilt: der Selten- verhält sich wie der Ständiggänger passiv; unabhängig von der Dauer der Festrede.
Auch musikalische Zuspielungen sollen keineswegs mit Rufen wie »Give it to me!« oder »Lauter!« gestört werden, da es sich hierbei um Live-Musik handelt, welche an der Rückwand des Raumes auf einem ungewöhnlich umfangreichen Instrument namens Orgel hergestellt wird.
Zwischendurch soll weder geraucht noch gar frühzeitig gegangen werden. Gegen Ende der Veranstaltung bekommen Sie von Ihrem Nachbarn einen Beutel voller Geld überreicht. Überschwänglicher Dank ist unangebracht. Sie sollen lediglich Ihrerseits Geld in diesen Beutel hinein-, auf jeden Fall nicht aus ihm heraustun, und das Gerät schweigend weiterreichen.
Auch beim letzten gemeinsamen Aufstehen wird dann nicht die Nationalhymne zu Gehör gebracht, sondern ein kleines Abschiedslied geistlicher Natur intoniert, an dessen Ende Sie sich gemessenen Schrittes aus der Kirche zu entfernen haben.
Der Rest des Heiligen Abends schließlich ist dem Seltengänger wieder zur freien Gestaltung überlassen, wobei ihm das eben Erfahrene Richtschnur sein mag oder auch eher nicht.
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Der obige Text stammt aus dem abgebildeten Buch.
11.12.2007
3.Adventssonntag A (16.12.2007)
Jesaja 35,1-6a.10
Jakobus 5,7-10
Matthäus 11,2-11
Evangelium: Mt 11,2-11
In jener Zeit hörte Johannes im Gefängnis von den Taten Christi. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?
Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder, und Lahme gehen; Aussätzige werden rein, und Taube hören; Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.
Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Leute, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige. Oder wozu seid ihr hinaus-
gegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten. Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor die her; er soll den Weg für dich bahnen.
Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.

MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
Liebe Mitgefangene!
Wir haben im heutigen Evangelium vom Schicksal des Täufers Johannes erfahren. Seine deftigen Bußpredigten haben das Volk in Scharen angelockt, wie wir am vorigen Sonntag gehört haben. Doch damit hat Johannes sich nicht nur Freunde gemacht. Als er König Herodes auch noch Ehebruch mit der Frau seines Bruders vorwarf, war das Maß für die Herrschenden voll. Johannes wurde aus dem Verkehr gezogen. Nun lag er im Kerker und wartete. Ihm war klar: die Todesstrafe stand ihm bevor.
Doch Johannes hatte treue Jünger, die ihn offenbar regelmäßig besuchten. Was würde aus ihnen werden nach seinem Tod? Seine ganze Energie hatte der Prediger Johannes darin investiert, Jesus den Weg zu bereiten – das war seine Lebensaufgabe. Und nun?
Als seine Jünger ihm von den Taten Jesu erzählten, schickte er sie zu Jesus, um ihn zu fragen, ob dieser wirklich der Messias sei. Hatte Johannes wirklich plötzlich solche Zweifel? Es war wohl eher so, dass er sich um seine Jünger sorgte und sie ausdrücklich zu Jesus schickte, damit sie ihn mit eigenen Augen und Ohren erleben konnten.
Sie stellten, als sie ihn nach langer Wanderung trafen, die entscheidende Frage: „Bist du der angekündigte Messias, oder sollen wir auf einen anderen warten?“
Wie reagierte Jesus? Kein Tadel wegen ihres Zweifelns, keine theologische Abhandlung, aber auch keine Ja-oder-Nein-Antwort.
Sie sollten sich ein gründliches Bild machen, eine eigene Meinung finden, zu der sie dann auch stehen konnten. Daher sein Rat:
Schaut doch genau hin, was hier geschieht. Hier geschieht praktisches Heil, und das besonders an den Kleinen und Armen.
Und das sollten sie dem Johannes berichten. – Was nun Johannes ihnen dazu bei ihrem nächsten Besuch sagte, wird gar nicht mehr berichtet. Es ist nämlich hier nicht von Bedeutung: der Evangelist Matthäus lenkt unseren Blick sofort auf das, was Jesus über Johannes sagt.
Jesus hielt eine richtige Lobrede auf Johannes, den großen Propheten. Aber er machte auch gleich klar: im Himmelreich geht es nicht um die Größe des Menschen, die er auf Erden hatte – im Himmelreich ist selbst der Kleinste größer als er. Das soll heißen:
im Himmel gelten allein Gottes Maßstäbe, dort wird jeder in unseren Augen Kleine von Gott groß gemacht, in barmherziger Liebe als Gotteskind angenommen. - Was für ein schöner Gedanke!
Die Zuhörer Jesu waren offenbar vorher auch Zuhörer des Johannes, denn er fragte gezielt nach, was sie denn eigentlich sehen wollten, als sie Johannes in der Wüste aufgesucht hatten.
Ein schwankendes Schilfrohr war Johannes sicher nicht, ebenso wenig ein fein gekleideter Herr. Das trifft beides aber auf König Herodes zu, der damals sogar eine Münze mit der Abbildung eines Schilfrohres herausgebracht hatte – also eine ironische Bemerkung Jesu, die damals jeder verstand.
Johannes dagegen war standhaft und unbeugsam, ein wirklicher Weg-Weiser auf Jesus hin, auch auf Kosten des eigenen Lebens.
Die Frage der zweifelnden Johannes-Jünger an Jesus ist oft genug auch unsere Frage: Wer bist du, Jesus? Jesus wird nicht zornig deswegen. Er tadelt uns deshalb nicht. Zweifel sind menschlich.
Der Zweifel ist normal, fast wie ein Bruder des Glaubens. Selbst große Heilige haben heftige Glaubenskämpfe ausfechten müssen.
Man könnte sogar sagen: Zweifel sind die große Not unserer Zeit!
Die Glaubenskrise macht weder vor Priestern noch Bischöfen Halt. Eine große Verunsicherung hat auch in unserer Kirche die Freude über das Geschenk des Glaubens fast verdrängt.
Wir warten auf
Weihnachten. Jesus wird so sicher kommen wie die U-Bahn, auch wenn sie (auf dem Foto) noch nicht zu sehen ist. Aber bin ich denn abfahrbereit? Bin ich auf dem Sprung? - Der heutige Sonntag heißt „Gaudete“ – freut euch! Zu dieser Freude lädt Jesus uns ein.
Er sagt jedem von uns wie den Johannes-Jüngern: Schau doch hin – reiß deine Augen auf, dann entdeckst du die Barmherzigkeit Gottes, der sich sich so klein für uns macht. Mach dich bereit für sein Kommen! Wenn du ihn sehen willst, wirst du dich schon bücken müssen!
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LINKTIPPS DER WOCHE:
http://www.stjosef.at/
Umfangreiche Informationsseite der Gemeinschaft vom hl. Josef: Viele kirchliche Dokumente, viele Linktipps, Newsletter usw.
http://www.wiwi-treff.de/home/index.php?mainkatid=5&ukatid=5&sid=511&artikelid=218&pagenr=0
Humor: Schreiben der Geschäftsleitung bezüglich Weihnachtsfeier (aus: www.wiwi.treff.de)
http://www.ev-kirche-rhede.de/index.htm?http://www.ev-kirche-rhede.de/magazin/humor-1.htm
Umfangreiche Humor-Seite der Evangelischen Kirchengemeinde Rhede. (Leider etwas längere Ladezeit der Homepage)
Humor:
Wie nennt man einen Lüneburger, der aus der Kirche ausgetreten ist? Lüneburger Heide.
Ein Pfarrer kommt aus den Niederlanden zurück und hat zwei Pfund Kaffee mitgebracht. An der Grenze packt ihn das schlechte Gewissen. Lügen will und darf er nicht. Kurzerhand klemmt er sich je ein Paket unter die Arme. Bei der Kontrolle fragt ihn der Zöllner: Hochwürden, haben Sie in Holland etwas eingekauft? - Ja, mein Sohn, erwidert er ehrlich, zwei Pfund Kaffee. Aber ich habe sie unter den Armen verteilt.
Am ersten Sonntag nach seiner Einführung hielt der neue Pfarrer eine zündende Predigt, von der alle begeistert waren. Am Sonntag darauf waren die Leute schon sehr gespannt, aber der Pastor hielt die gleiche Predigt wie am Sonntag vorher. Ebenso am dritten, vierten und fünften Sonntag. Schließlich platzte einem Zuhörer der Kragen: „Warum predigen Sie immer das gleiche?“
Seine Antwort: „Warum lebt ihr genauso wie vor sechs Wochen? Wenn ihr das in die Tat umsetzt, was ich bisher gesagt habe, dann predige ich Euch was Neues!“ (Aus: Willy Hoffsümmer, Kurzgeschichten 3, Mainz 1990)
04.12.2007
2.Adventssonntag A (09.12.2007)
Die Abbildung einer Ikone von Johannes dem Täufer wird veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von www.ikonen-maler.de (Ikonenmaler: Heinrich Schmitt) http://www.ikonen-maler.de/Ikonen_Images/Images1.html
Römer 15,4-9
Matthäus 3,1-12
Evangelium:
In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung. Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Als Johannes sah, daß viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, daß ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen. Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch nur mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.
MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
Sperrmüll-Termin
Zweimal im Jahr ist bei uns im Ort Sperrmüllabfuhr. Jeder kennt das: Unglaublich, was sich da so alles vor den Häusern stapelt. Manches davon hat schon Jahrzehnte auf dem Buckel. Besonders für die Älteren unter uns ist es gar nicht so einfach, sich von etwas zu trennen. Aber der alte Schrank passt eben beim besten Willen nicht zur neuen Wohn-
zimmereinrichtung. Einfach unmöglich sähe das aus! Man muss sich also entscheiden: wer eine neue Einrichtung haben will, muss die alte loswerden.
Das heutige Evangelium schildert uns in sehr harten
Worten, wie Menschen immer wieder versuchen, dieser Sperrmüll-Entscheidung auszuweichen, wenn es nicht Möbelstücke betrifft, sondern ihr Leben, ihren Glauben.
Die Wüste, das ist nicht nur gleichbedeutend mit kargem Leben (er ernährte sich von Heuschrecken und Honig), sondern die Wüste ist auch Ort der Stille,
der Selbstfindung, der Gottes-
begegnung. Ein wortgewaltiger Bußprediger war er, der durch sein Wort und sein Leben gleichermaßen überzeugte. Die Menschen zogen in Scharen zu ihm hinaus, um seine Worte zu hören, ihre Sünden zu bekennen und sich taufen zu lassen.
Bis zu dieser Stelle klingt unser heutiger Evangelientext recht freundlich und friedlich. Ein Tagesmarsch in die Wüste hinein war kein Spaziergang, sondern eine recht un-
gemütliche und schweißtreibende Angelegenheit. Man kann also davon ausgehen, dass „die Leute“ ehrlichen Herzens die Bußpredigt des Johannes annehmen und ihr Leben in neue Bahnen lenken wollten.
Doch dann verdüstert sich die Stimmung des Textes: Johannes hat bemerkt, dass auch „viele“ Pharisäer und Sadduzäer in der langen Reihe standen, um sich von ihm taufen zu lassen. Warum freute er sich nicht darüber, dass viele der geistigen Führer des jüdischen Volkes ihn ebenfalls aufsuchten? War das nicht ein großes Kompliment für ihn?
Unglaublich, wie heftig er sie mit Worten attackierte: „Schlangenbrut“ nannte er sie, wobei die Schlange seit Adam und Eva als Symbol für Täuschung und Falschheit galt. Heute würde man vielleicht sagen: Johannes rastete beinahe aus, als er die "Superfrommen" sah. Er machte ihnen die Hölle heiß: Sie sollten bloß nicht glauben, sie würden dem Gericht entgehen!
Die Erklärung für seine heftige Reaktion lieferte er gleich nach: Offenbar beriefen sie sich gerne darauf, Abraham zum Vater zu haben und damit gewissermaßen automatisch zu denen zu gehören, die den Himmel sicher haben. Daher auch seine klare Aufforderung an sie: „Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt“ – mit anderen Worten: Ihr könnt mir hier viel erzählen, lasst erst mal Taten sprechen!
Johannes wusste offenbar ganz genau, dass es aus-
gerechnet bei denen, die sich für sehr fromm hielten, besonders schwierig wird. War ihr Auftritt bei Johannes wirklich echt? Oder war es doch eher so, dass sie dachten, Gott könnte mit ihnen und ihren religiösen Leistungen doch recht zufrieden sein? - Ja sicher, sie gingen mit zu Johannes – aber waren sie wirklich bereit zur Umkehr? War ihnen überhaupt bewusst, dass auch sie der Buße und Umkehr bedurften?
Damit nähern wir uns auch der Frage, was das heutige Evangelium mit uns zu tun hat.
Johannes sagt auch uns am zweiten Adventssonntag: Vertut euch nicht! An euren Früchten werdet ihr gemessen – es genügt nicht, sich für fromm zu halten. Und damit sind wir bei einem Kernproblem.
Sicher haben manche Prediger in vergangenen Jahrhunderten mit ständigem
Schüren von Höllenangst Gläubige total verängstigt und so zu einem sehr einseitigen Gottesbild beigetragen. Aber heute haben wir oft genug das andere Extrem: Wir kommen alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind, wie es so schön im Karnevalslied heißt. Wenn wir den liebenden Gott predigen, zu dem Jesus so herzlich „abba“ (Papa) sagte, ist dies gut. Aber heute wird oft auch in der Kirche so getan, als sei Gott der alte, harmlose Mann, der uns alles durchgehen lässt. Ein Prediger, der heute seinen „Schäfchen“ im Gottesdienst mit Worten wie „Hölle“ und „Gericht“ kommt, ist natürlich auch kein so beliebter Seelsorger wie sein Kollege, der es allen passend macht und es mit niemandem verderben will. Die Warnung des Johannes gilt, ob wir sie weitersagen oder verschweigen: die Axt des Gerichtes ist schon an den unfruchtbaren Baumstamm gelegt, um ihn zu fällen.
Die Warnung des Johannes geht an die Frommen, an die schon Glaubenden. Und da betrifft sie auch uns. Er macht jedem von uns klar: Fromme Leute, die sich im Alltag wie Heiden benehmen und ihren Taufschein fälschlich schon für die Eintrittskarte in den Himmel halten, haben es sehr schwer, sich wirklich zu Jesus zu bekehren. Das ist wie mit dem Sperrmüll. Man muss sich schon entscheiden: wer eine neue Einrichtung haben will, muss die alte loswerden.
Der Advent ist Zeit der Besinnung, Zeit der Vorbereitung. Da kann sich jeder ehrlich fragen:
-Auf was bereite ich mich vor?
- Wo muss ich in meinem Leben Ordnung schaffen und den Sperrmüll rausstellen?
- Richte ich mich selbst im Advent neu ein und neu aus – auf Jesus?
Jesus wird nach mir kommen, sagt Johannes.
Lassen wir ihn herein und bitten ihn, unser Herz neu einzurichten. Nur dann kann in uns wirklich Weihnachten werden.
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HUMOR:
Der neue Mensch
Seufzend sagt der Bischof zu einem Pfarrer, der leider trinkt: "Lieber Bruder, geh in dich, leg den alten Menschen ab und zieh den Neuen an, wie Paulus mahnt!" Einige Zeit später trifft er den armen Pfarrer wieder, aber der hat schon wieder eine Fahne. Der Bischof runzelt die Stirne: "Hast du nicht getan, was ich dir gesagt habe?" Aber der Pfarrer erwidert: "Doch, Herr Bischof, nur leider – der neue Mensch trinkt auch!"
Diesen Witz verdanke ich unserem Erzbischof Dr. Georg Eder!
Mutter Angelika
Von Mutter Angelika – der amerikanischen Ordensfrau, die eine Fernseh-Station aufgebaut hat – wird folgende Anekdote erzählt: Ein Mann erzählte ihr von seiner Bekehrung, meinte aber, er könne nicht katholisch werden, weil es in der Kirche so viele Heuchler gebe. Mutter Angelika zerstreute sein Bedenken: "Tun Sie es ruhig, auf einen Heuchler mehr oder weniger in der Kirche kommt es auch nicht mehr an . . ." -
Der zögernde Konvertit hat vielleicht nicht gelacht, die Zuhörer sicher!
Beide Witze erzählt von Weihbischof Andreas Laun, Salzburg
http://www.kirchen.net/bischof/laun/
Zum Nachdenken:
Zitat von Bischof Reinhard Marx: „Wer heute den Zeitgeist heiratet, ist morgen schon Witwer.“










