
Zefanja 2,3; 3,12-13
1 Kor 1,26-31
Mt 5,1-12a
Evangelium:
Mt 5,1-12a
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte:
Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.
MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
Sie haben gewonnen!
Vielleicht reagieren Sie mittlerweile auch wie ich allergisch, wenn Sie wieder einmal hören oder lesen: „Wir gratulieren Ihnen! Sie haben gewonnen!“ Wir aufgeklärten Verbraucher wissen es aus leidvoller
eigener Erfahrung oder durch Warnungen anderer: Solche angeb-
lichen Gewinne sind in der Regel nur trickreiche Lockmittel, um uns irgendetwas aufzuschwatzen, das uns dann teuer zu stehen kommt.
Und jetzt erfahren wir im heutigen Evangelium, dass Jesus ganz offensichtlich vor etwa 2000 Jahren schon eine Werbe-Botschaft formuliert hat: „Selig seid ihr“, heißt es gleich 9 mal , und am Schluss gewissermaßen als letzte Steigerung seines Gewinn-Versprechens: „Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.“
Was Jesus uns hier in der Einleitung der sogenannten Bergpredigt zusagt, ist seine Werbe-Kampagne für das wunderschöne ewige Leben im Himmelreich und damit das Kernstück seiner Verkündi-
gung. Aber leicht verdauliche Schonkost ist es sicher nicht – und das am Karnevalssonntag!
Aber bei genauerer Betrachtung ist dieser Zeitpunkt für die Auswahl dieses Textes gar nicht so falsch. Während der Karneval für viele die Gelegenheit gibt,
endlich mal in eine neue Rolle zu schlüpfen, fröhlich nach Herzenslust zu feiern und für einige Stunden glücklich zu sein, hat Jesus deutlich mehr zu bieten. Wenn er sagt: „Selig seid ihr“, meint er nicht solche Bier- oder Weinseligkeit, der die Ernüchterung im Alltag folgt. Jesus bietet mehr, nämlich das ewige, vollkommene Glück, die Teilhabe an Gottes Seligkeit. Es war also nicht ein Papst, der die Seligsprechungen erfunden hat, sondern Jesus selbst.
Wenn wir aber lesen oder hören, wer da alles von Jesus selig gesprochen wird, sind wir erst einmal geschockt: Da ist von Menschen die Rede, die arm sind, Menschen, die trauern, die keine Gewalt anwenden, die hungern und dürsten und so weiter. Auf den ersten Blick könnte man also annehmen, dass Jesus hier die Ausgebeuteten, die vom Leben Benachteiligten, die in materiellem oder seelischen Elend Lebenden mit besseren Zuständen im Jenseits, im ewigen
Leben vertrösten will.
In diesem Falle könnte man demzufolge meinen, Jesus würde die Armen, die Schwachen, die im Elend Lebenden auffordern, nur ja den Mund zu halten und von einem besseren Leben im Himmel zu träumen. Dann bräuchte man als Christ auch nichts an ungerechten Zuständen zu ändern, denn gerade solche Zustände wären dann so eine Art reservierte Eintrittskarte ins Himmelreich.
Doch bei genauerem Hinsehen klärt sich das als völlig falsche Deutung der Worte Jesu auf. Es heißt ja, dass er sich auf dem Berg hinsetzte, „und seine Jünger traten zu ihm.“ Für die Menschen damals war klar: wenn Jesus sich hinsetzte, war dies ein Zeichen, dass er wie auf einem Thron mit höchster Autorität spricht, denn üblich war das Lehren im Gehen und Stehen.
Dies wird verstärkt durch die anschließende Aussage im Evangelium: „Dann begann er zu reden und lehrte sie.“ Sofort fällt auf: Niemand hatte eine Frage an Jesus gestellt. Er selbst ist es, der die Initiative ergreift, denn auf diesem Berg hat er Grundsätzliches zu verkünden, so wie Gott dem Mose auf dem Berg mit den Zehn Geboten Grundsätzliches verkündete.
Jesus wendet sich mit den folgenden Ausführungen ausdrücklich an seine Jünger, also an Menschen, die sich eigentlich entschieden haben, ihm nachzufolgen. Sie sind es, die er hier belehren will.
Der einleitende Satz seiner Unterrichts-
stunde, über den wir jetzt nachdenken, lautet wie folgt:
„Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.“
Es geht also eindeutig nicht um eine mate-
rielle Armut, die man durch ungerechte Verhältnisse erdulden muss.
Es geht um Armut vor Gott, und die ist Jesus so wichtig, dass er sie ganz an den Anfang stellt. - Dieser Satz ist gewissermaßen die Tonart für die nachfolgenden Sätze, in denen Gottes Musik gespielt wird, so wie immer die Tonart-Zeichen am Anfang eines Musikstückes dessen Klangcharakter bestimmen.
Diese Grundsatzerklärung Jesu ist auch der Kirche so wichtig, dass sie in allen drei Lesejahren (A,B,C) an einem wichtigen Festtag als Evangelium gelesen und erläutert wird, nämlich an Allerheiligen. - Dann wird auch hier Gelegenheit sein, die weiteren „Selig sind…“-Sätze zu betrachten.
Was ist aber damit gemeint, dass denjenigen das Himmelreich zugesagt wird, die arm sind vor Gott? Wer ist denn arm vor Gott bzw. wie wird man arm vor Gott?
Arm ist, wer sich aus eigenen Mitteln, aus eigener Kraft noch nicht einmal das Lebensnotwendigste beschaffen kann. Wer arm ist, der ist ganz auf Hilfe angewiesen. Wer arm ist vor Gott, der weiß, dass er aus sich nichts ist und nichts kann, sondern ganz auf Gott angewiesen ist. Gott, der Schöpfer, hat ihn in dieses Erdenleben gerufen und wird ihn auch wieder aus diesem Erdenleben hinwegnehmen. Das macht er zwar mit allen, aber nur dem Armen „im Geiste“, dem Armen vor Gott ist dies auch in aller Konsequenz für sein Erdenleben bewusst. Er weiß sich ganz in den Händen Gottes und in dessen barmherziger Liebe und hat eine Sehnsucht nach Gott wie ein Verdurstender nach dem Wasser.
Jesus will seinen Jüngern mit dieser Einleitung verdeutlichen, dass man nur mit dieser inneren Einstellung der Demut, wie seine Mutter Maria es in Vollendung vorgelebt hat, den Weg der Nachfolge als Jünger Jesu gehen kann.
Wer arm ist vor Gott, der sieht sich als leeres Gefäß, dass nur Gott wirklich füllen kann. Dem Armen vor Gott ist nur Gott sein eigent-
licher Reichtum, und nicht Geld, Macht, Ansehen oder was sonst auch immer.
Wenn wir in der Heiligen Messe zur Kommunion nach vorne gehen, um den Leib Christi zu empfangen, sind unsere geöffneten Hände auch leer wie diese Schale, und sie werden durch Gott selbst gefüllt.
Sicher ist Ihnen auch aufgefallen, dass Jesus nicht gesagt hat: „Ihr müsst arm sein vor Gott, sonst…“ - Jesus will uns keine Vorschriften machen, sondern er spricht herzliche Gückwünsche aus.
Er gratuliert denjenigen, die um ihre Schwäche, ihre Begrenztheit, ihre Armut vor Gott wissen und sich mit allem, was sie sind und nicht sind, ganz dem Erbarmen Gottes anvertrauen. Das ist fast wie bei einem kleinen Kind, dass zu 100 % auf seine Eltern angewiesen ist und aus sich nicht überleben könnte.
Arm vor Gott werden – viele haben sich auf diesen Weg gemacht, nicht nur Mönche, Ordensschwestern, Priester und viele andere. Dafür haben sie auf vieles verzichtet.
Der Millionenerbe Hubert Liebherr zum Beispiel (die Firma baut Kräne, Maschinen, Kühlschränke und vieles mehr) hat auf sein großes Erbe verzichtet. Nun erzählt er überall davon, wie er Gott erfahren hat und wie er für das Reich Gottes lebt.*)
Jesus gratuliert zu Beginn der Bergpredigt also denjenigen, die sich von Gott eines Besseren belehren lassen. Sie haben einen Zipfel des Himmelreiches schon auf Erden in der Hand. Jesus sagt nicht „vielleicht“ oder „ihr habt gute Chancen“, sondern er gibt eine verbindliche Erklärung ab, eine ganz klare Zusage.
Alle diese „Selig sind…“ –Sätze beginnen im Original mit „makarios…“ , das heißt: „Selig zu preisen sind…“ - Das heißt: sie kommen in Gottes Seligkeit. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Amen.
*) Über Hubert Liebherr wird im Frühjahr auf meiner zweiten Internet-
seite „CHRIST-AWARD“ www.c-award.blogspot.com berichtet.
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HUMOR:
Der Kuss
Der ersten Liebe Hochgenuss
ist ohne Zweifel wohl der Kuss.
Er ist verliebt und macht vergnügt,
ob man ihn gibt oder ihn kriegt.
Er kostet nichts, ist unverbindlich,
denn meistens ist er ja nur mündlich.
Hat man die Absicht, dass man küsst,
so muss man erst mit Macht und List,
den Abstand zu vermindern trachten,
um sich mit Blicken anzuschmachten.
Die Blicke werden tief und tiefer,
es nähern sich die Unterkiefer,
dann pflegt man mit geschlossenen Augen
sich aneinander festzusaugen.
Doch nicht der Mund allein
braucht der Küsse Ziel zu sein.
Man küsst die Wangen, küsst die Hände
und auch noch andre Gegenstände,
die rundherum mit Wohlbedacht,
an unserem Körper angebracht.
Auch wie man küsst, ist sehr verschieden,
ob Norden, Osten, Westen, Süden,
der eine saugt, der andre schmatzt,
als ob ein alter Reifen platzt.
Hingegen wiederum der Keusche,
vermeidet jegliche Geräusche.
Die einen kurz, die andren länger,
die längsten nennt man Dauerbrenner.
Kurzum ein Kuss ist, wenn zwei Lippenlappen
in Liebe aufeinander pappen!
( unbekannt )
..................................................................................................................................LINKTIPPS DER WOCHE:
http://www.willibertpauels.de/web/start.html
Diakon und Büttenclown
http://www.minis-dreifaltigkeit-offenburg.de/material/logos.html
Werbe-Logos christlich umgebaut
LINKTIPPS ZUM THEMA FASTENZEIT:
http://www.erzbistum-muenchen.de/EMF098/EMF009745.asp
Texte zur Fastenzeit
http://www.bistum-augsburg.de/ba/dcms/sites/bistum/dioezese/dienststellen/referate/glaube/faq/fasten.html
Fastenzeit früher und heute, heutige kirchl. Weisungen zu Bußpraxis als pdf - usw.
http://www.pfarrbriefservice.de/pbs/dcms/sites/pbs/materialien/monatsthemen/fastenzeit.html
Pfarrbriefservice: Vom Sinn der Fastenzeit, Fastenkalender u.a.
http://kirchensite.de/index.php?myELEMENT=33350
Diverse Informationen des Bistums Münster zur Fastenzeit, z.B. Hungertuch, Karnevalssteuer, Karwoche…
http://www.fastenzeit.de/
Fastenlexikon, Fasten-FAQ, Bücher, Meinungen
http://www.bonner-muenster.de/fastenzeit/impulse.htm
Täglicher Impuls zur Fastenzeit
http://www.bistum-regensburg.de/borPage001387.asp
Rätsel zur Fastenzeit (nicht nur für Schüler)
http://religion.orf.at/projekt03/religionen/christentum/Feste/ch_fe_ascherm_fastenzeit_fr.htm
Hauptartikel und weitere Unter-Artikel Österr.Fernsehen ORF zur Fastenzeit: z.B. Aschermittwoch / Wüstlinge…
http://www.kath-kirche-vorarlberg.at/kkv/kkv-009.nsf/webmaster/frameset/1?opendocument
Kirchenjahr-Infos, auch Fastenzeit: z.B. Aschermittwochsheft (pdf)
Was berühmte Leute über das Fasten sagten, Fastensonntag (pdf)…
http://www.kath.net/detail.php?id=18848
Buchtipp: „Die Bibel-Diät“
http://www.katholisch.de/19163.html
Umfangreiche Informationen, z.B. die Tradition der 40 Tage, tägliche
E-Mail-Impulse zur Fastenzeit (Bistum Hildesheim), …
http://www.misereor.de/home.html
Misereor (Kollekte am 8./9.März 2008) Materialien, newsletter usw.
http://www.zitate-online.de/thema/fastenzeit/
Zitate zum Thema Fastenzeit
http://www.aktion-verzicht.at/ueberblick.php
Aktion Verzicht: Aktionsvorschläge, Gruppenstunden, Texte…
http://www.40tagebetenundfasten.de/
Beten und Fasten für unser Land: Gebetsheft-download
http://www.kigo-tipps.de/html/fastzeit.htm
Materialien zum Kindergottesdienst in der Fastenzeit
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3016/
Tugenden Theologische Meditationen zur Fastenzeit / pdf
Fastenzeit
http://www.fasten-wander-zentrale.de/html/cms/front_content.php
Fasten-Wandern
http://www.d-f-a.de/
Deutsche Fasten-Akademie




















