30.04.2008

7.Sonntag der Osterzeit - 4.Mai 2008


Apg 1,12-14
1 Petr 4,13-16

Joh 17,1-11a


Evangelium: Joh 17,1-11a

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir, und du hast sie mir gegeben, und sie haben an deinem Wort festgehalten. Sie haben jetzt erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, gab ich ihnen, und sie haben sie angenommen. Sie haben wirklich erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, daß du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT


In Gottes Namen !

Das heutige Evangelium ist schwere Kost. Jesus betet kurz vor seinem Leiden und Sterben laut zum Vater im Himmel. Die Stimmung ist ernst, und die Worte sind erhaben und wuchtig. Abschied liegt schon in der Luft. Er sagt es selbst zu Beginn:
„Vater, die Stunde ist da.“

Eigentlich kennen wir das auch: es gibt Situationen, da gilt: Jetzt oder nie! Jetzt ist der richtige Moment! Wenn eine Schwangere unmittel-
bar vor der Geburt heftige Wehen bekommt, weiß sie auch, dass sie sich jetzt nichts anderes mehr vornehmen kann: Jetzt gibt es kein Plauderstündchen, jetzt gibt es keine dringenden Arbeiten im Haushalt, jetzt gibt es nur eines, und das ist unaufschiebbar: die Geburt!

Für Jesus ist auch eine entscheidende Stunde gekommen: Jetzt ist es so weit, Bilanz zu ziehen über seine Zeit auf Erden und sich an den himmlischen Vater zu wenden. Leider fehlen am Schluss des heutigen Evangelienabschnittes die nächsten Sätze, die das noch deutlicher machen:
„ Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. So lange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren…“

Jesus hätte sicher auch still für sich beten können. Wenn er laut betet und dabei den Blick zum Himmel richtet, sollen seine Jünger etwas ganz deutlich mit-
bekommen.
Jesus nimmt sie ins Gebet, aber im besten Sinne des Wortes: Jeder kann und soll es hören, wie Jesus seinen Vater bittet für die Zeit, in der er nicht mehr auf der Erde ist. Jeder soll es wissen, dass Jesus niemand im Stich lässt. Er geht nicht einfach weg nach dem Motto: Sollen sie sehen, wie sie klar kommen – ich habe ihnen doch alles erklärt!
Nein, Jesus sorgt sich auch in dieser Stunde um seine Lieben, um die ihm vom Vater anvertrauten Jünger. In seiner Bilanz, die er hier zieht, stellt Jesus aber zuerst einmal klar, wie innig die Beziehung zu seinem Vater ist: Immer wieder kommt im Text vor, dass sein Vater ihm alles gegeben hat. In seinem Auftrage hat er alles vollbracht, und Gottvater war es auch, der Jesus die Jünger anvertraut hat.

In seinem Namen hat Jesus gehandelt, nicht auf eigene Rechnung. Wenn Jesus hier sagt: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast“, scheint uns das heute nicht besonders aufregend zu sein. Wenn wir jedoch wissen, welche Bedeutung der Name Gottes in der Bibel hat, sieht das schon anders aus: Der Name Gottes sagt etwas aus über ihn selbst, über sein Wesen.
Gott ist schon im Alten Testament der „Ich-bin-da“. Das ist wie ein Pass, wie ein Ausweis, der wichtigste persönliche Daten enthält. Gott ist immer da, das ist seine auffallendste Eigenschaft. Er ist da in Freude und Schmerz, einfach immer.
Ob wir ihn bemerken, ist eine andere Frage. Unsere Wahrnehmung funktioniert nicht perfekt – oder haben Sie heute schon gefühlt, wie die Erde sich dreht? Es sollen pro Stunde immerhin etwa 1200 Kilometer sein, wir sind also gerade hier auf einer rasend schnellen Karussellfahrt und merken es nicht einmal.

Wenn Jesus uns den Namen Gottes offenbart, heißt dies: Ich gebe euch Einblick: Schaut, so wie ich mich euch gezeigt habe, so ist Gott. Er ist wirklich die Liebe in Person. Vom menschlichen Verstand kann das gar nicht erfasst werden; es ist, wie Kirchenvater Augustinus schon bemerkte, als ob wir mit einem kleinen Schöpf-
gefäß das Meer leerschöpfen wollten.

Das Leben Jesu ist ganz auf seinen Vater ausgerichtet. Alles geschieht mit Blick auf den Vater. Ihn zu verherrlichen, ihm die ihm zustehende Geltung zu verschaffen, ist sein sehnlichster Wunsch. Es soll ans Licht kommen, wie herrlich Gott ist. So sind die heutigen Worte Jesu ein einzigartiges Zeugnis der innigen Einheit zwischen Gottvater und Sohn. Wie ein Wegweiser zeigt das Gebet Jesu: schaut, dort und nur dort ist Heil und Heilung für euch! Orientiert euch an mir, dann findet ihr den Vater!
Unüberhörbar ist aber auch, dass Jesus sich um seine Jüngerschar berechtigte Sorgen macht. Er formuliert es so: „Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir.“

Das hätten wir ja eigentlich ganz anders von Jesus erwartet. Da sagt er: „Nicht für die Welt bitte ich…“ – Das klingt ja fast, als wäre ihm die Welt egal, Hauptsache, seine Jünger sind auf dem rechten Weg. Dass es nicht so gemeint sein kann, die übrigen Menschen quasi als hoffnungslose Fälle aufzugeben, wissen wir aus den vielen Gleichnissen und Wundergeschichten der Bibel. Immer hat Jesus sich darum bemüht, Menschen zu heilen und zu retten, und zwar auch solche, die in den Augen der Mitmenschen bereits verloren waren, wie z.B. der Zöllner Zachäus oder die Ehebrecherin.
„Die Welt“ ist hier verstanden als Gegensatz zum Heilswillen Gottes. Die Welt – das ist alles, was sich gegen Gott auflehnt und seine Ehre bewusst verletzt. Diese Welt lehnt die Regeln Gottes bewusst ab und ersetzt sie durch die eigenen, durch Machtgier, durch Stolz, durch Rachsucht, Egoismus, Lieblosigkeit, Gewalt und vieles mehr. Es ist wie ein Sog, den das Böse auf die Menschen ausübt - wer sich in seine Nähe begibt, wird mit in den Strudel gerissen, der ins Verderben führt. Die Welt mit allen ihren Versuchungen bleibt für Jesu Jünger damals wie heute eine Herausforderung, denn wir leben nicht im Wolkenkuckucks-
heim, sondern wir leben in und mit der Welt.
Da kann es auch erforderlich werden, dass wir Christen zum Spaß-
verderber werden und nicht alles so toll finden, was diese Welt uns vorsetzt und zumutet. Natürlich ist es in der Praxis anstrengend, nicht wegzuschauen, nicht totzuschweigen, nicht alles und jedes im Namen einer angeblichen Toleranz zu akzeptieren. Es gibt Grenzen, und die wichtigste davon ist die Wahrheit.

Die Gefahr, wie allein gelassene Schafe in die Irre zu gehen, ist unsere tägliche Bewährungsprobe, und meistens kommt eine solche gerade dann, wenn man sie am wenigsten brauchen kann, wie es schon im Gleichnis vom barmherzigen Samariter passierte.

Jesus bittet den Vater, den Seinen, die ihm gehören (!), weiteren Bei-
stand zu gewäh-
ren, damit sie die Versuchungen bestehen können. Während Jesus mit dem Vater ganz eins ist - er betont ja gerade: „Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein“, sind wir als seine Jünger immer in der Gefahr, die Einheit zu verlieren, uneins zu sein. Wenn ein Kirchenchor in den verschiedenen Stimmlagen gleichzeitig verschiedene Lieder singt, statt ein einziges Lied nach Anweisung des Dirigenten, klingt dies nicht sehr harmonisch. Wir sollten nicht jeder sein eigenes Lied singen, sondern der Welt nur die Melodie Gottes zu Gehör bringen. Mit Hilfe des versprochenen Geistes sollten wir dies tun – in Gottes Namen.






http://www.geistliche-gemeinschaften.de/
Neue geistliche Gemeinschaften und Bewegungen

http://www.kathpedia.com/index.php?title=Pfingsten
Artikel über Pfingsten bei „kathpedia“

http://www.dioezese-linz.at/pfarren/ansfelden/pfingsten.asp
Infos Pfarrei Ansfelden/Österreich: Pfingsten, Gaben des hl.Geistes

http://www.theology.de/kirche/kirchenjahr/pfingsten.php
Pfingstbrauchtum Artikel bei theology.de

http://www.kigo-tipps.de/html/pfingste.htm
Tipps zum Thema Pfingsten für Kinder

http://www.picsoft.de/swraets.htm
Rätsel-Generator

http://www.code-knacker.de/index.htm
Viele Codes, Zeichenfolgen usw. aus dem täglichen Leben, z.B. Lebensmittel-Kennzeichnung, Sicherheitszeichen usw.






Der Pfarrer stattet dem Kindergarten einen Besuch ab. Er fragt ein kleines Mädchen: "Weisst Du, wer ich bin?"
"Na klar, Du bist der Nachrichtensprecher aus der Kirche..."

Ein Österreicher hat einen kleinen Unfall und einige kleine Dellen im Auto. Da kommt ein Bayer vorbei und sagt zu ihm: "Du musst kräftig in den Auspuff blasen, da drückt`s die Dellen wieder raus."
Der Bayer fährt weiter, und der Österreicher denkt sich, das kann ich ja mal probieren. Er bläst und bläst. Da kommt die Polizei vorbei und fragt ihn, was er da macht. Er sagt, ein Bayer habe ihm geraten, um die Dellen herauszubekommen, solle er in den Auspuff blasen.
Da fangen die Polizisten an zu lachen und sagen: "Wenn das Schiebedach auf ist, kann das natürlich nicht funktionieren."

Richter: "Ich verurteile Sie hiermit zu 3.000 Euro Geldstrafe, weil Sie den Polizisten als einen ausgesprochenen Idioten beschimpft haben. Wollen Sie noch etwas hinzufügen?"
"Angebracht wäre es, aber dafür reicht mein Geld nicht mehr."






Auf meiner Seite www.c-award.blogspot.com
ist im Mai das Thema: SCHÖNSTATT – MIT MARIA IM BUNDE

Neue Internetseite: Kinderbuchtipps – ab 1.Mai

Am 1.Mai startet www.kinderlesen.blogspot.com , meine neue Internetseite mit meinen Besprechungen von Kinderbüchern.
Alle 14 Tage neu wird ein schönes Buch vorgestellt.
Als ehemaliger Lehrer, Büchereileiter und Verfasser von Buchrezensionen für die Empfehlungsliste der „Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien“ ist mir dies ein besonderes Vergnügen.



28.04.2008

Marienlob im Monat Mai

In den meisten katholischen Kirchen finden wir ihn nun wieder: den „Maialtar“, also einen besonders schönen Blumen- und Kerzenschmuck für die Marienstatue. Während im Oktober der Rosenkranz im Mittelpunkt steht, ehren wir im Mai besonders Maria als Gottesmutter.

Mittlerweile gibt es sogar schon ökumenische Maiandachten, denn „Maria ist nicht nur katholisch, sie ist auch evangelisch. Protestanten vergessen das leicht.“ (Evangelischer Erwachsenenkatechismus, S.392) Im theologischen Dialog sind beim Thema schon erfreuliche Fortschritte erzielt worden, doch in den Köpfen vieler evangelischer Christen ist immer noch eine deutliche Abwehrhaltung vorhanden. In einer aktuellen Diskussion in einem Internetforum werfen Protestanten den Katholiken vor, Maria zu Gott zu machen; man betreibe katholischerseits „Götzendienst“, denn nur Jesus Christus sei der Weg zum Heil.

Daher der Eindeutigkeit halber für evangelische Leser:
Wir Katholiken wissen, dass wir uns im Gebet direkt an Gott wenden können. So geschieht es auch in der Regel, z.B. in jeder Heiligen Messe, im Vaterunser usw.
Wir wissen aber auch, dass wir -wie in unserem alltäglichen Leben auch so oft- Hilfe in Anspruch nehmen dürfen, auch die von Maria. Dabei ist Maria nie eine Konkurrenz für Gott. Ihn allein beten wir an. Der Mond ist auch keine Konkurrenz für die Sonne - so wie der Mond „leuchtet“ Maria nicht aus eigener Kraft, sondern sie empfängt ihr „Licht“ direkt von Gott.

Allen Aussagen über Maria liegt der Kerngedanke zu Grunde: Gott handelt konkret in der Weltgeschichte, er ist kein Theoretiker. Die Menschen sind von ihm eingeladen und berufen, im Rahmen ihrer Kräfte und Möglichkeiten an seinem Heilswerk mitzuwirken.
Wirkliche Marienverehrung ist nicht kurzfristiger Überschwang der Gefühle, sondern zeigt sich im weiteren Verlauf des Lebens des betreffen-den Christen. So ist es z.B. sehr aufschlussreich, dass nirgendwo so viel gebeichtet wird und ehrliche Lebensumkehr geschieht wie gerade in Marien-Wallfahrtsorten.

Es kommt darauf an, sich an Maria auszurichten, an ihr zu orientieren auf dem Weg zu Gott. Maria, die Mutter, ist besorgt um uns. Sie sieht die schlimme Lage der Welt, die Gottferne und die zunehmende Menschenverachtung. Wenn wir Maria im Gebet um Hilfe für uns und alle bitten, dann heißt das: wir wollen ihr gestatten, dass sie uns an der Hand nimmt und zu Gott führt. Was wir dafür brauchen, ist nicht viel: Vertrauen, wirkliches Vertrauen!

Was sie bei der Hochzeit zu Kana den Dienern bei den leeren Weinfässern sagte, gilt auch für uns: „Was er euch sagt, das tut!“ – Die Szene zeigt: Maria nimmt unsere Notsituationen ganz feinfühlig wahr und handelt, indem sie ihren Sohn um Hilfe bittet. Heute würde man dazu sagen: Maria arbeitet lösungsorientiert!
Maria erlebt aber nicht nur Schönes, sondern auch die Abgründe des mensch-
lichen Tuns, zum Beispiel den Leidensweg und die Kreuzigung ihres Sohnes.
Gott ist durch die Ankündigung des Engels geradezu in ihr Leben hineingeplatzt, plötzlich und unvorbereitet. Unerwartete Situationen gibt es in jedem Menschenleben mehr als genug. Maria ist entschlussfreudig, zaudert nicht, sagt nicht: vielleicht,mal sehen…! Sie lässt ihre Lebenspläne durchkreuzen, auch wenn die Leute wer weiß was erzählen…
Maria gibt sich ganz in Gottes Hand. Sie fragt kurz nach: „Wie soll das geschehen?“ Dann sagt sie JA zu ihrer Berufung, egal, was kommen mag, egal, was Gott sich da ausgedacht hat. Ihr JA ist bedingungslos, ohne Hintertürchen, ohne doppelten Boden: „Ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe nach deinem Wort.“ (Lk 1,38)

So ist Maria unser mutiges Vorbild: Sag JA zu Gottes Ruf, sei mutig! Wenn Gott dir etwas zutraut, schenke du ihm auch dein Vertrauen!

Haben wir noch nie jemand in Schutz genommen? Ganz sicher haben wir unser Kind gegen Angriffe verteidigt, ganz sicher haben wir ein Familienmitglied gegen einen unberechtigten Vorwurf in Schutz genommen!
Selbst haben wir das sicher auch schon erlebt, dass uns jemand in der Not zur
Seite gestanden hat, als wir in der Klemme waren.
Das machen sogar die primitivsten Menschen. Man lässt ein Mitglied der Sippe nicht im Stich. Aber Maria soll seelenruhig zusehen, wie die Menschheit im Sumpf versinkt, ohne dass sie ihren Sohn darauf anspricht und uns schützen will? Eine seltsame Vorstellung von einer liebenden Mutter…!

Gott hatte offenbar da mehr Vertrauen in Maria als so mancher Christ heute. Maria ist Jesu Mutter, weil Gott es so wollte, weil er gerade sie ausgesucht und gefragt hat. Gott hat sich für sie entschieden. Die Initative ging nicht von ihr aus, sondern von Gott. Wenn wir Maria verehren, loben wir Gott wegen
seines liebenden Beschlusses zum Heil aller Menschen. Das wusste auch schon Maria in ihrer Zeit auf Erden. „Denn siehe, von nun an werden mich preisen selig alle Geschlechter“ (Lk 1,48), jubelt Maria über das große Erbarmen des Herrn. Maria selig preisen – das dürfen wir also nicht nur, sondern das ist eine Feststellung Mariens. Ja, so ist es, selig preisen werden sie alle Geschlechter! Und wir sind mittendrin dabei!

Ein nachdenklicher Scherz, den Pater Pio gerne erzählte:

Eines Tages wollte Petrus dem Herrn den Schlüssel für das Himmelstor zurückgeben. Auf die Frage nach der Ursache dafür sagte dieser: “Du hast mir doch die Himmelspforte anvertraut, und täglich muss ich viele abweisen. Doch kaum habe ich die Tür geschlossen, da lässt Deine Mutter sie zum Seitenfenster doch noch rein."


Hier nun einige Linktipps zu Maria, Mai-Andachten usw.:

http://www.erzbistum-freiburg.de/Arbeitshilfen-Maria.723.0.html#c3135
Buchtipps zu Maria

http://stjosef.at/dokumente/marialis_cultus.htm
Apostol. Schreiben Papst Paul VI. über die Marienverehrung (1974)

http://www.kath-kirche-vorarlberg.at/kkv/kkv-009.nsf/Web/LookupRef/IDoc_mai_dasHeft
pdf-Heft zum Marienmonat Mai

http://www.bistummuenster.de/index.php?myELEMENT=36854
Marien-Infos vom Bistum Münster

http://kirchensite.de/index.php?myELEMENT=112087
Mai-Andacht zum Herunterladen (pdf)

http://priesterseminar-wuerzburg.de/2006/06/10/texte-der-maiandachten/
Maiandachten aus dem Priesterseminar Würzburg

http://www.bistum-dresden-meissen.de/img/pastoral/Jahresthema/OekumEinleitung.pdf
Hinweise zur Möglichkeit ökumenischer Maiandachten (pdf)

http://www.klb-eichstaett.de/index.php?site_id=227
Maiandachten Bestellmaterial der Kath. Landvolkbewegung

http://www.pastoralamt.at/publikationen/articles/2004/12/14/a2449#mai06
Maiandachten und andere liturg. Texte Pastoralamt Wien (doc)

http://www.bistum-dresden-meissen.de/208/290/index.php
Anregungen für Maiandachten Bistum Dresden-Meissen

http://www.lodernet.com/maria/
Helmut Loder`s Marienkalender – seit 2001 jeden Tag im Mai eine kurze Meditation mit Bild !

http://members.surfeu.at/veitschegger/texte/mariendogmen.htm
Übersicht über Marien-Dogmen

http://www.sanktmichael.de/index.php?id=424
Vortrag Maria in Bibel, Christentum und Islam

http://www.stjosef.at/dokumente/redemptoris_mater.htm
Enzyklika REDEMPTORIS MATER von Papst Johannes Paul II. (1987)

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/27427/index.html
Fernsehsender 3sat: Rosenkranzgebet fördert die Gesundheit

http://www.aerztlichepraxis.de/rw_4_Archiv_HoleArtikel_332744_Artikel.htm
Ärztliche Praxis: Glaube versetzt Berge / Geist und Körper

http://stephanscom.at/glaube/bibelwort/0608e
Papst Bendikt XVI. zu Maria und zum II.Vatikanischen Konzil

http://www.programmservice.de/Legion_Mariens/lmrsan.html
Anleitung zum Rosenkranz-Gebet

http://www.catholic-church.org/ao/ser/Maria2.html
Predigt: Marienverehrung ist keine Erfindung der Kirche

http://www.internetseelsorge.de/info-container/glauben-leben/maria/kgi-maria.html
Internetseelsorge mit Grundinformation über Maria und die Heiligen

http://www.karl-leisner-jugend.de/FAQ/Maria.htm
Karl-Leisner-Jugend: Häufige Fragen zu Maria

http://www.bible-only.org/german/handbuch/Marienverehrung.html
Maria aus evangelischer Sicht

http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/bibel/rkk_marienverehrung.pdf
Evangelische Meinung (pdf): Unbiblischer Marienkult der Katholiken

Beachten Sie bitte auch meinen Artikel über die Schönstatt-Bewegung auf www.c-award.blogspot.com



27.04.2008

Meine Kinderbuchtipps - Mai (1) gestartet


Einige haben die Vorankündigung schon gelesen: ab sofort gibt es von mir zusätzlich eine neue Internetseite, in der ich zweimal monatlich (jeweils zum 1. und 15. des Monats) ein schönes Kinderbuch empfehle. Da ich früher Grundschullehrer, Bücherei-Leiter und Rezensent von Kinderbüchern war, ist mir dies eine besondere Freude. In der nächsten Zeit beschränke ich mich erst einmal auf Bilderbücher. Als erstes Buch geht es in der 1.Mai-Ausgabe um das Bilderbuch "Die Arche Noah".
Viel Lesefreude wünscht Ihr Predigtgärtner

www.kinderlesen.blogspot.com


22.04.2008

6.Sonntag der Osterzeit - 27.April 2008


Apg 8,5-8.14-17
1 Petr 3,15-18

Joh 14,15-21


Evangelium: Joh 14,15-21

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr;
ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet.
An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Liebeserklärung

Obwohl der heutige Text aus dem Johannes-Evangelium so kurz ist, kommt das Wort „lieben“ gleich fünf mal darin vor; es umschließt den Text wie eine Klammer, die am Anfang und am Schluss steht. Diese Liebeserklärung hat Jesus nach der Fußwaschung abgegeben, also kurz vor seinem Leidensweg. Er gibt seinen Jüngern hier eine wichtige Botschaft mit auf den Weg für die Zeit, in der er nicht mehr auf Erden unter ihnen ist.
Zuerst einmal klingt das beim ersten Hören nicht so ganz nach einer herz-
lichen Liebeserklärung: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ - Am Schluss wird das noch einmal bekräftigt: „Wer meine Gebote hat und sie hält,
der ist es, der mich liebt…“ - Na, das klingt aber eher nach einzuhaltenden Vorschriften und pädagogischer Belehrung als nach Liebe, oder?
Erst im Gesamtzusammenhang wird klar, um was es Jesus hier geht. Es wird für die Jünger bald eine Zeit kommen, da werden sie heftigen Liebeskummer bekommen nach ihrem Herrn. Der, dessen Ruf sie vom Arbeitsplatz weg gefolgt sind, wird sie verlassen.
Sie werden sich allein gelassen fühlen. Zeiten der Trennung aber sind für Liebende besonders schwer, wie viele von uns aus eigenem Erleben wissen.

Jesus weiß wie wir aus unserer Lebenserfahrung, dass Liebe nicht nur eine Sache des augenblicklichen Gefühls sein kann. Erst himmelhoch-jauchzend, verliebt bis über beide Ohren, und dann? War das Feuer der Liebe vielleicht nur ein Strohfeuer, das schneller abbrennt, als man sich das gedacht hat? So manche ge-
scheiterte Ehe ist an erkalteten Gefühlen zerbrochen. Nicht umsonst spricht die Alltagssprache übrigens davon, dass man jemand gut leiden kann – das Mitleiden mit dem geliebten Partner gehört dazu, wenn man jemand wirklich gerne hat. Wirklich lieben heißt auch, sich selbst nicht in den Vordergrund stellen, eigene Wünsche und Interessen am Partner orientieren, sich auch mal zurücknehmen dem anderen zuliebe.
Jesus will denen, die ihm nachfolgen, also auch uns heute, eindringlich klarmachen, dass es nicht genügt, im Überschwang der Gefühle von Jesus begeistert zu sein, also ähnlich zu fühlen wie ein Verliebter. Es ist zwar verständlich, dass wir uns das wünschen,
das besondere religiöse Erlebnis, den heiligen Schauder, die wunderschöne Hl. Messe, die uns mit Glanz und Gloria bis in die Zehenspitzen elektrisiert oder die mitreißende Stimmung beim Weltjugendtag oder in Taizé. Verständlich, dass wir Menschen uns wünschen, schon auf Erden ein bißchen durch Gottes Schlüsselloch schauen zu dürfen.

Jesus will uns die Freude nicht nehmen. Im Gegenteil: er verspricht sie denen, die ihn lieben, indem sie seine Gebote halten. Aber er will, dass seine Freunde realistisch bleiben. Den Himmel auf Erden kann man zwar er-
träumen, aber es wird ihn immer nur kurzfristig geben, und die Ernüch-
terung im Alltag kann schmerzlich sein. Also heißt Jesu guter Rat: Wenn du mich wirklich gerne hast, warte nicht auf ein Wunder, auf eine Erscheinung, auf eine religiöse Sensation für dich. Wenn du mich wirklich gerne hast, dann wird es dir leicht fallen, mir eine Freude zu machen. Dann wird es dir leicht fallen, dein Herz zu fragen, womit du mir als deinem Herrn einen wirklichen Liebesdienst erweisen kannst. Nicht die großen Worte brauche ich von dir, nicht die Bekenntnisse deiner Lippen, sondern deine Tat, also das Einhalten meiner Gebote. Sie sollen im Alltag immer deine Richtschnur sein, deine Leitplanken, an denen du dich immer orientieren kannst.

Jesus will keine bloßen Lippenbekenntnisse. Bei einem Liebespaar stimmt etwas nicht, wenn es zwar immer wieder Liebes-Erklärungen gibt, aber im Alltag wenig Rücksichtnahme, keine Aufmerksamkeiten, keine Blumen. Der heilige Augustinus hat es für den Glauben so formuliert: „Liebe, und dann tu, was du willst!“ - Er weiß es auch: wer wirklich liebt, der wird immer danach streben, das zu tun, was den anderen glücklich macht.
Jesus überfordert also niemanden, verlangt nichts Übermenschliches.
Er sorgt für die Gläubigen, die auf seinem Weg gehen wollen, sogar für
die passende Unterstützung, damit sie die Kraft zur Liebe im Sinne Gottes bekommen. Im heutigen Evangelium heißt es dazu:
„Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.“
Jesus sagt also einen anderen Beistand zu, so wie er auch Beistand für die immer wieder gefährdeten Jünger war. Dieser versprochene Beistand (griechisch: Paraklet = Schützer, Helfer, Anwalt) ist nicht nur Tröster, sondern der Heilige Geist ist auf unserem Weg eine Kraft, die stützt und stärkt. Niemand wird als Waisenkind zurückgelassen. Der Geist Gottes ist da und sorgt für uns.

Das geschieht aber offenbar nicht mit großem Getöse. Der große Auftritt vor dem Publikum bleibt aus. Es geschieht sanft und leise. Die Welt, die Gott so gerne in eine unbedeutende Ecke schieben möchte, hat gar kein Gespür für diesen Geist Gottes, so sehr ist sie mit sich selbst beschäftigt. Jesus sagt dazu: „Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.“
Das ist wie mit einem guten Radio-Sender: Der kann die schönste Sendung ausstrahlen – es hilft demjenigen gar nichts, der einen anderen Sender eingestellt hat und der gar keinen Versuch macht, den besseren Sender zu finden. - Oder man kann die Welt ver-
gleichen mit einem Kind, das noch nicht lesen kann. Der schönste Text ist für dieses Kind noch Buchstabensalat, einfach nicht verstehbar, bis es lesen gelernt hat. So ist die Welt, sagt Jesus.
Sie hat keine Antenne für Gottes Liebe, weil sie in anderen Kategorien denkt: Macht, Ansehen, Gewinn usw.
Natürlich sagt Jesus das nicht nur so nebenbei. Die Gefahr, sich in der Denkweise dieser Welt zu verlieren, lauert auch immer wieder auf jeden einzelnen Christen und auch auf die Kirche als Organisation. Das passt eben einfach nie und nimmer zusammen: Gott lieben und in den Kategorien dieser Welt denken und leben.

Zum Schluss verspricht Jesus seinen Jüngern und uns: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“
Er ruft allen ge-
wissermaßen zu: Lass dir helfen vom Heiligen Geist! Wenn du mich wirklich liebst, dann wird er zu dir kommen und dir beistehen. Lass dich doch einfach darauf ein, halte einfach Augen, Ohren und dein Herz offen für den Beistand für dein Leben! Trau dich doch! Das ist wie mit einer großen Liebe zwischen zwei Menschen - du kannst auch nicht nur ein bißchen lieben, du kannst einen mutigen Sprung auch nicht mittendrin abbrechen, denn sonst plumpst du kräftig auf die Nase!
Jesus will uns also sagen: Wenn du mich liebst, wenn du dich auf dieses Wagnis einlässt und dich jeden Tag um diese Liebe kümmerst und sie nicht vernachlässigst, dann wirst du nicht mehr verschwommen sehen, wie diese Welt, sondern du wirst klar sehen! Du wirst mit dem Beistand des Heiligen Geistes die Liebe Gottes spüren dürfen und du wirst mit den Augen der Liebe sehen – statt der dicken Luft dieser Welt der frische Wind Gottes! Dann kann es dir sogar passieren, dass du mehr Kraft hast, als du dir selbst zugetraut hättest.
Das sollte dich jetzt gar nicht mehr wundern!






http://www.katholisch.de/21160.html
Verschiedene Artikel und Links über Himmelfahrt

http://www.theology.de/kirche/kirchenjahr/christihimmelfahrt.php
Christi Himmelfahrt / Infos von theology.de

http://www.joerg-sieger.de/predigt/ostern/c_him_c.htm
Predigt von Dr. Jörg Sieger über Christi Himmelfahrt

http://tinyurl.com/3zekjm
Gottesdienstvorschlag der Zeitschrift „Dienst am Wort“ / pdf-Datei

http://www.karl-leisner-jugend.de/Predigt/Predigt_Himmelfahrt.htm
Predigten zu Christi Himmelfahrt / Karl-Leisner-Jugend

http://www.imitatio.de/index.php?menu=home1
Umfangreiche empfehlenswerte Homepage: Vorträge, Gebet, Fundgrube…

http://www.catena-aurea.de/lesungen.html
Leseordnungen der Lesejahre ABC

http://atom.smasher.org/error/
Humor! Immer diese eintönigen Fehlermeldungen des Computers. Hier können Sie sich selbst welche ausdenken und schnell herstellen.


Fritzchen erkundet erstmals den Dach-
boden des Eltern-
hauses. Dort steht der Laufstall, in dem er seine Babyzeit zugebracht hat. Als er ihn sieht, rennt er schnell runter und ruft aufgeregt nach seiner Mama: „Mami, Mami, wir kriegen bald ein neues Baby!“ – Die Mutter ist doch sehr erstaunt deswegen und fragt zurück: „Wie kommst du denn jetzt darauf?“ – Fritzchen berichtet über seine Entdeckung: „Ich war auf dem Dachboden. Da ist schon die Falle dafür aufgestellt!“

Sprüche:

Wussten Sie schon, dass man eine Tageszeitung auch bei Nacht lesen kann?

Auch andere machen Fehler – aber wir haben darin die meiste Erfahrung.
Es gibt Dinge, über die spreche ich nicht einmal mit mir selbst.

Im Wartezimmer eines Nervenarztes führt sich einer wie Tarzan auf. Fragt ein anderer Patient: „Wer hat Ihnen eigentlich gesagt, dass Sie Tarzan sind?“
Im Brustton der Überzeugung kommt die Antwort: „Der liebe Gott!“
Da steht in der Ecke des Zimmers ein dritter auf und fragt grimmig: „Was soll ich gesagt haben?“








1) Zum 1.Mai – Christi Himmelfahrt- hier keine Predigtgedanken!

2) Neue Internetseite: Kinderbuchtipps - ab 1.Mai

Am 1.Mai startet www.kinderlesen.blogspot.com , meine neue Internetseite mit meinen Besprechungen von Kinderbüchern.
Alle 14 Tage neu wird ein schönes Buch vorgestellt.
Als ehemaliger Lehrer, Büchereileiter und Verfasser von Buch-
rezensionen für die Empfehlungsliste der „Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien“ ist mir dies ein besonderes Vergnügen.













3) Zur Erinnerung: Weiter unten auf meiner PREDIGTGARTEN-Seite: meine aktuelle Buchempfehlung: „Frauenklöster – Klosterfrauen“ - wirklich ein ganz tolles Buch!


14.04.2008

5.Sonntag der Osterzeit (20.April 2008)


Apg 6,1-7
1 Petr 2,4-9

Joh 14,1-12



Evangelium: Joh 14,1-12

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst.
Wie sollen wir dann den Weg kennen?
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und daß der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, daß ich im Vater bin und daß der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT


Reservierung bestätigt

Wir kennen das: wer z.B. eine Urlaubsreise bucht oder einen Platz im Konzertsaal, der bekommt meistens bald nach seiner Buchung eine Reservierungs-Bestätigung. Das gibt ein sicheres Gefühl. Ja, mein Platz ist reserviert, ich kann mich jetzt schon darauf freuen.

Im heutigen Evangelium spüren wir, welcher Druck auf den Jüngern lastete. Sie wollten wissen, woran sie sind:
Wie geht das weiter mit uns, und wie ist es nun genau mit Gottvater und mit dem Himmel? Wir blicken da noch nicht durch und möchten es doch ganz genau wissen! Jesus, du bist doch der Experte, gib uns die Details, bitte!

Jesus hatte ihnen bereits angekündigt, dass er bald zurück zum Vater gehen werde. Das löste bei ihnen ein Gefühl aus, allein gelassen zu sein, vielleicht sogar so etwas wie Panik: Werden wir uns ohne den direkten Kontakt mit unserem Herrn zurechtfinden? Werden wir in einer Umgebung bestehen können, die zum Teil recht skeptisch gegenüber den ersten Christen ist? Werden wir die richtigen Antworten finden, wenn wir nach unserem Glauben gefragt werden? Jesus beruhigte sie: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren.“
Genauer übersetzt heißt es eigentlich: „Euer Herz lasse sich nicht durcheinander schütteln.“ - Ja, ihre Gefühle waren wirklich durcheinander ge-
schüttelt.
Das ist für uns heute etwas tröstlich, denn im modernen Wirrwarr der Angebote und Meinungen wird auch so viel durcheinander geschüttelt. Da kann man leicht vom Weg ab-
kommen, den man eigentlich als Christ gehen will. Die Verlockungen
sind einfach ganz groß, sich das Christsein so einfach wie möglich zu machen, gewissermaßen die abgespeckte Version, so ein bisschen für den Hausgebrauch, ohne Stress für sich und andere. Man will ja auch keinen Ärger kriegen wegen seines Glaubens, oder?

Die Jünger Jesu standen auch ganz verunsichert da, obwohl Jesus ihnen doch eigentlich schon so viel erklärt hatte. Aber so ist das mit uns als Schül-
ern Jesu: Wir brauchen immer wieder Ermun-
terung, Hilfe, Bestätigung, Orientierung. - Das ist fast wie bei einem Ehepaar: da genügt es auch nicht, wenn man einmal sagt: „Ich liebe dich!“ – und dann die nächsten 30 Jahre kein Wort mehr darüber. Sicher tat es den Jüngern auch einfach gut, noch einmal von Jesus bestätigt zu bekommen: Ja, alles o.k. – ihr seid auf dem richtigen Weg! Lasst euch jetzt bloß nicht irre machen vom Geschwätz angeblicher Heilsversprechen!

Über diesen Weg lässt Jesus keinen Zweifel aufkommen. Ziel ist der Himmel, und dorthin geht er voraus. „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“, heißt es im heutigen Evangelium. Jesus gibt den Seinen eine Art Reservierungs-Bestätigung dafür, wenn er sagt:
„Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten. Wenn ich ge-
gangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“

Ist das nicht eine herrliche Aussicht?! Jesus verspricht jedem, der ihm folgt, eine „Wohnung“ im Hause seines Vaters, im himmlischen Vaterhaus. Eine Wohnung im Himmel – das heißt also nicht Massenquartier, sondern wirklich bei Gott im Himmel, wirkliche und endgültige Heimat, endlich zu Hause sein, wo man hingehört, wo man sich ganz frei und unsagbar glücklich fühlt. Wenn jemand gestorben ist, sagt man deshalb aus gutem Grund: er oder sie ist heimgegangen. Es gibt viele Wohnungen im Himmel – das heißt doch auch: da werden nicht alle über einen Kamm geschoren, sondern im Himmel geht es sehr individuell zu, so wie es dort ja auch keine genormten Einheitsengel gibt. Auf diesen Umzug darf man sich also so richtig freuen!

Der zweite Gedankengang im heutigen Evangelium klingt für viele Ohren heute hart, ja geradezu provozierend. Jesus sagt klipp und klar: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich."
Jesus sagt nicht: Ich bin ein denkbarer Weg, eine Möglichkeit unter vielen, sondern er sagt: der Weg! Ohne Jesus also kein Weg zu Gott. Wer zum Vater im Himmel will, der sollte keine Um- und Irrwege gehen, sondern den einzig richtigen Weg: Jesus! Ihm sollen wir folgen, er führt nicht in die Irre, sondern schnurstracks in die himmlische Wohnung.
Wenn er von sich sagt, dass er die Wahrheit ist, ist das auch eine Zusage: Ich führe dich, da kannst du ganz sicher sein! Wahrheit heißt hier absolute Treue, Zuverlässigkeit. Wir sagen heute noch von einem Helfer in der Not, dass er sich als „wahrer“ Freund gezeigt hat.
Wenn Jesus von sich sagt, dass er das Leben ist, lautet die Zusage: Ich bin immer da, auch in den dunkelsten Stunden. Ich lasse dich nicht fallen, auch nicht im Sterben. Mit mir lebst du jetzt und immer!

Zum Schluss erteilt Jesus falschen Wünschen eine klare Absage. Es steht uns nicht zu, Jesus zu bitten, wie Philippus das tat: „Herr, zeig uns den Vater! Das genügt uns.“ - Viele Bitten hat Jesus erfüllt. Immer wieder hat er dazu ermuntert, Gott zu bitten.
Aber hier spüren wir, wie Jesus sich hier geradezu ereifert: „Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und daß der Vater in mir ist?“
Diese Haltung des Philippus ist heute weit verbreitet: Ja, ich würde ja gerne glauben, aber ich möchte schon vorher sehen, ob es auch richtig ist, was ich glaube! - Hier auf Erden ist jedoch nicht die Zeit und nicht der Platz, Gottvater zu sehen. Alles sehen wollen und alles können wollen, das ging nicht nur im Paradies kräftig daneben. Die Erde ist nicht der Himmel, und die Gelegenheit, den liebenden Gottvater zu sehen, wird sich ergeben, wenn unser letzter Umzug ansteht. Wir werden sehen!





http://www.berufung.org/front_content.php?idcat=3
Zentrum für Berufungspastoral der Deutschen Bischofskonferenz

http://www.katholisch.de/115.html
Artikel und Links zum Thema „Berufung“ bei katholisch.de

http://www.st-lambert.de/site/start.html
St. Lambert: Ohne Abitur studieren und Priester werden

http://www.karl-leisner-jugend.de/Katechesen/Allgemeines_Priestertum.htm
Allgemeines Priestertum - Infos der Karl-Leisner-Jugend

http://www.erzbistum-muenchen-und-freising.de/EMF009/EMF000828.asp?NewsID=6944
„Reli-Tabu“ – eine tolle Variante des bekannten Spiels!

Bezugsquellen dafür:
http://www.material-shop.info/product_info.php?info=p33_Reli-Tabu.html
und http://www.eja-muenchen.de/index.php?id=128







Wie stirbt man standesgerecht ??

Der Gärtner beißt ins Gras.
Der Maurer springt von der Schippe.
Der Koch gibt den Löffel ab.
Den Elektriker trifft der Schlag.
Der Pfarrer segnet das Zeitliche.
Der Schaffner liegt in den letzten Zügen.
Der Zahnarzt hinterläßt eine schmerzliche Lücke.
Der Gemüsehändler schaut sich die Radieschen von unten an.
Der Fechter springt über die Klinge.
Die Putzfrau kehrt nie wieder.
Der Anwalt steht vor dem jüngsten Gericht.
Der Autohändler kommt unter die Räder.
Der Förster geht in die ewigen Jagdgründe ein.
Der Gynäkologe scheidet dahin.
Der Optiker schließt für immer die Augen.
Der Spanner ist weg vom Fenster.
Der Wanderer geht von dannen.

<< Macht bitte die Tür zu…!

Ein Prediger predigt lange, sehr lange. Plötzlich steht einer der Zuhörer auf und geht. Der Prediger ruft ihm hinterher: „Wo gehen Sie hin?" - „Zum Friseur", antwortet der Gefragte. - „Da hätten Sie auch vor der Predigt hingehen können!“ -„Da war's noch nicht nötig."

"Eben höre ich, dass der alte Müller gestorben ist. Der Tod hat ihn im Schlaf überrascht!" - "Schrecklich - er weiß also noch gar nichts davon?"

<< Vielleicht ein Schild im Himmel, genauer: Abteilung für deutsche Bürokraten?



Laut Statistik ist die Ehe die Hauptursache aller Scheidungen.

Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man müde ist.

Geizige Menschen sind unangenehme Zeitgenossen - aber angenehme Vorfahren!