29.07.2008

18.Sonntag im Jahreskreis A - 03.Aug.2008

Jes 55,1-3
Röm 8,35.37-39
Predigt zum Evangelium:
Mt 14,13-21





Evangelium: Mt 14,13-21

In jener Zeit, als Jesus hörte, daß Johannes enthauptet worden war, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.

Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. Darauf antwortete er:
Bringt sie her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übriggebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT:



Gebt ihr ihnen zu essen!


Das kennen wir leider alle auch: Es gibt solche Tage, die man am liebsten aus dem Kalender streichen würde. Oft ist es eine schlechte Nachricht, die uns regelrecht umhaut, vielleicht über eine Krankheit oder einen Unfall in unserem persönlichen Umfeld. Solch ein schlechter Tag könnte es bei Jesus auch werden. Soeben hat er eine ganz bittere Nachricht erhalten. Johannes der Täufer ist enthauptet worden, und zwar wegen seiner öffentlichen Kritik an Herodes. Dieser lebte in einem ehebrecherischen Verhältnis mit seiner Schwägerin und Nichte Herodias (Mt 14,3-12).
Deren Tochter Salome wünschte sich seine Ent-
hauptung als Lohn für einen Tanz zum Geburtstag des Herodes – ein bekannter Stoff für viele Filme und Gemälde.


Jesus ist so von Trauer erfüllt, dass er jetzt allein sein will. Wir haben gerade gehört, dass er mit einem Boot auf dem See fährt, um erst einmal Abstand zu bekommen, zu beten und nachzudenken. Dieser Schock macht ihm aber auch einmal mehr klar, wie man mit ihm selbst verfahren wird.
Auch seine Jünger können ihm in seiner Trauer nicht beistehen, er ist allein.
Doch diese Auszeit, die Jesus sich genommen hat, hält nicht lange an.

Vom Ufer aus haben ihn viele Menschen erkannt. Sie gehen ihm am Ufer entlang hinterher. Sie suchen seine Nähe, sein Wort und auch Heilung.
Die Auszeit ist aus.
Sie lassen ihm keine Zeit für Trauer. Jesus wird dringend gebraucht, denn diese Menschen wollen wissen, was dieser berühmte Rabbi ihnen zu sagen hat. Sie hungern nach seinem Wort. Dafür sind sie ihm bis an diesen abgelegenen Ort gefolgt. Als Jesus die Menge sieht, hat er Mitleid mit ihnen, wie es im Evangelium heißt.


Er steigt aus und kümmert sich um sie, spricht mit ihnen und heilt die Kranken, die bei ihnen sind. Offenbar haben sie ihre Kranken nicht im Stich gelassen, sondern ihnen geholfen, diesen weiten Weg zur Begegnung mit Jesus irgendwie zu schaffen. Das beeindruckt sicher auch Jesus.


Die Begegnung mit der Menge zieht sich jedoch in die Länge. Es sind viele, und Jesus nimmt sich offenbar Zeit für jeden. Während Herodes kurz zuvor mit Gewalt ein Leben genommen hat, schenkt Jesus nun vielen ein neues Leben. Worüber er zu ihnen spricht, wird im heutigen Evangelium gar nicht verraten. Etwas anderes steht im Mittelpunkt des Interesses.


Jetzt erst treten die Jünger Jesu in Erscheinung. Im Evangelium heißt es: „Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abge-
legen, und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können.“
- Ja, so sind sie, die Jünger:
Ihnen wird die Zeit lang.
Sie werden unruhig, weil Jesus mal wieder nur voller Mitleid an die hilfesuchenden Menschen denkt, ohne die organisatorischen Probleme zu sehen.
Der Meister kommt nicht zum Ende, und dabei wird es doch schon bald dunkel! So können sie sich nicht mehr bremsen und schreiten gemein
sam ein; keiner will alleine zu Jesus gehen, um ihn zu kritisieren.
Ihre Formu-
lierung ist brutal deutlich:„Schick doch die Menschen weg!“ Sie wollen sagen: Genug ist genug. Mach endlich Feierabend! Gleich ist es Zeit zum Abendessen!

Natürlich haben sie einen guten Grund für ihre Sorge. Wenn die Leute noch länger dableiben, muss man sich etwas einfallen lassen für ihre Verpflegung. Und da wissen sie beim besten Willen nicht, wie das bei einer solchen Menge gehen soll.


Außerdem - mal ganz unter uns gedacht, so von Jünger zu Jünger: In spätestens 1 – 2 Stunden müssen die Leute sowieso gehen, sonst tappen sie im Dunkeln bis in die nächsten Dörfer, wo sie irgendwie für die Nacht unterkommen könnten. Als Praktiker kann man da schon mal ein bisschen verärgert reagieren: diese Leute haben wirklich Nerven, den Chef so lange aufzuhalten!


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27.07.2008

Vokabeltraining: Bitte sprechen Sie "google" !

Am vorigen Montag (21.7.) begannen meine PC-Tipps mit dem Artikel „Alles google, oder was?“ - Siehe auch rechts im Blog-Archiv. MITTWOCHS gibt’s weiterhin die aktuelle Predigt, MONTAGS im Wechsel je nach Bedarf die PC-Tipps, Buchbesprechungen, Kommentare usw. Nächsten Montag hier an dieser Stelle: „Chinesisch süß – sauer: Kommentar zum ruppigen Umgang Chinas mit den Christen“.

„google“ ist eine gigantische Suchmaschine, aber hell-
seherisch wenig begabt. Wer dort als Nicht-Profi etwas sucht, bekommt viel zu viele angebliche „Treffer“ angezeigt. Die Tipps von voriger Woche, wie man bessere Treffer erzielt, werden heute ergänzt.


Dabei geht es jetzt um einige grundlegende „Vokabeln“ von „google“. Wenn ich ein wenig „google“ sprechen kann, versteht die Maschine mich besser. Das Ergebnis: genauere Treffer!
Das ist wie beim Italiener, wo man besser kein „aqua minerale caldo“ bestellt: caldo ist eben nicht kalt, wie wir gerne vermuten, sondern „warm, Hitze“…!
Um die Suche zu verfeinern, gibt es natürlich verschiedenste Möglichkeiten, darunter auch solche, die kein Normal-
sterblicher sich merken kann. Für den Anwender am über-
sichtlichsten: „google“ durch die „Erweiterte Suche“ dazu zwingen, nur nach einem ganz
bestimmten Begriff oder Satz











zu suchen (einfach rechts neben dem Feld mit Ihrer Such-
eingabe anklicken, es öffnet sich dieses neue Suchfenster).

Hier kommt es natürlich darauf an, für diese erweiterte Suche einen Satz zu finden, der besonders typisch ist für meine aktuelle Suche. Dieser muss dann nur in der zweiten Reihe stehen (= „mit der genauen Wortgruppe“) Am Beispiel der Suche nach Predigten: Wenn ich Material für den 18.Sonntag im Jahreskreis A suche, schaue ich mir den vorgesehenen Bibeltext Mt 14,13-21 genau an.

Nun entscheide ich, was mir besonders wichtig ist. „Gebt ihr ihnen zu essen“ ist eine Aussage, die auch in den gesuchten Predigten vorkommen sollte. Wenn ich möchte, kann ich bei den angezeigten Ergebnissen noch weiter eingrenzen, wie mir das Suchfenster oben zeigt. Will ich beispielsweise aus-
schließlich Word-Dokumente finden, die ich auch problemlos auf meinem PC verarbeiten kann, muss ich bei „Ausgabe von Ergebnissen des Dateiformats“ das erste Angebot „irgendein Format“ ablehnen. Ich scrolle dann dort abwärts und wähle aus: „Microsoft Word (.doc)“, dann klicke ich oben rechts nur noch auf „Google-Suche“. So habe ich den schwierigen Engpass beim Start clever umgangen.


Gute Ergebnisse erziele ich aber auch ohne das zusätzliche Anklicken der erweiterten Suche. Bereits im normalen Feld für die Sucheingabe kann ich durch geeignete „Vokabeln“ die „google“-Maschine zwingen, genauer zu suchen. Wenn also z.B. eine Predigt für besagten 18.Sonntag gesucht wird,
kann man ein eingeben: Predigt + Mt 14,13-21.
Mit diesem plus-Zeichen (im Fachchinesisch der AND-Operator) erreiche ich, dass nur solche Seiten angezeigt werden, die zwingend diese beiden Begriffe enthalten. Ohne das „+“ würden natürlich auch Seiten aufgelistet, die nur einen der gewählten Begriffe im Text haben. Trotzdem sind 6.780 Seiten noch zuviel. Also...


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22.07.2008

17.Sonntag im Jahreskreis A - 27.7.2008


1 Kön 3,5.7-12
Röm 8,28-30
Predigt zum Evangelium:
Mt 13,44-52



Evangelium: Mt 13,44-52

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.

Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Lotto-Sechser mit Zusatzzahl

In einer deutschen Großstadt soll ein Altbau abgerissen und dort ein neues Parkhaus errichtet werden. Die Ausschachtungsarbeiten sind in vollem Gange, da gibt es eine Überraschung: man ist auf Fundament-Reste aus der Römerzeit gestoßen!

Was für den Bauherren erst einmal Ver-
zögerungen oder gar Baustopp bedeutet, lässt die herbei gerufenen Archäologen jubeln: ein sen-
sationeller Fund, mit dem man absolut nicht gerechnet hatte!

Wir wissen, dass so etwas immer wieder mal passiert. Völlig überraschend wird irgendwo etwas sehr Wertvolles ausgegraben. – Damit beginnt Jesus auch seine heutige Gleichnis-Rede: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.“

Die Zuhörer Jesu werden sicher sofort zustimmend genickt haben, als sie das hörten. In ihrem Land hatte es in der Vergangenheit immer wieder Bürgerkriege und räuberische Überfälle gegeben. Wer etwas Wertvolles besaß, vielleicht als Altersvorsorge, der musste es selbst vor Diebstahl oder Plünderung schützen. Was lag da näher, als seinen Schatz irgendwo in der Erde zu vergraben!

Das war damals der Normalfall. Natürlich mussten die Verstecke sehr geschickt gewählt werden, insbesondere auch, damit man seine Kostbarkeiten später selbst wiederfinden konnte. Doch es gab leider öfter den Fall, dass ein Schatz trotz aller Anstrengungen eben nicht wieder gefunden werden konnte. Vielleicht war der rechtmäßige Besitzer in Kriegswirren überraschend verstorben, ohne sein Geheimnis seinen Kinder verraten zu können. So gab es damals sogar regelrechte Schatzsucher-
Spezialisten, die engagiert werden konnten. Sie wurden im Volk „Wandabklopfer“ und „Erd-
aufwühler“ genannt.


Im ersten Beispiel, das Jesus erzählt, ist ein solcher Schatz in einem Acker vergraben, wahrscheinlich in einem Tonkrug. Jahrelang wurde er dort offen-
sichtlich von niemandem
bemerkt. Der Besitzer des Ackers ahnt nichts von dem Schatz, von dem hier nicht näher erklärt wird, woraus er genau bestand.

Die Rechtslage aber war klar: nach dem damals in Paläs-
tina geltenden römischen Recht gehörte einem Besitzer eines Grundstückes auto-
matisch auch alles, was sich darauf an „beweglichen“ Gütern befand. Das lernte damals jeder Jura-Student, und das war auch vielen Menschen in Palästina durch Berichte über entsprechende Gerichtsverhandlungen bekannt. - Ein Fremder hätte es wohl kaum gewagt, quer über einen Acker zu spazieren. Also ist es sicher ein Knecht oder ein kurzfristig eingestellter Tagelöhner, der bei der Arbeit auf dem Acker unseres Gleich-
nisses den Schatz findet.


Jesus erzählt nun, mit welcher Raffinesse dieser Mann weiter vorgeht: Er buddelt den Schatz schnell wieder ein. Um rechtmäßiger Besitzer dieses offen-
bar kostbaren Schatzes zu werden, kauft er diesen Acker.
Man kann sich sicher vorstellen, dass dieser weder einfach noch billig zu haben war. Wir erinnern uns an die Worte Jesu: „Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.“

Die Freude dieses Mannes ist also so unbeschreib-
lich groß, dass er für diesen Acker alles auf eine Karte setzt. Wenn es heißt, dass er alles verkaufte, was er besaß, dann macht er also buchstäblich alles zu Geld, was ihm gehört. In der Praxis heißt das: Jetzt hat er kein Dach mehr über dem Kopf, wirklich einfach nichts mehr.


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17.07.2008

Alles GOOGLE, oder was?


1.Teil: 2.350.000 Treffer
in 0,04 Sekunden

„Meine kleinen PC-Tipps“ erscheinen in loser Folge stets montags im Wechsel mit Buchbesprechungen und Kommentaren. Sie sind nicht für die nachtaktiven Experten mit den viereckigen Augen gedacht, die sowieso alles schon seit Millionen Jahren wissen.

Meine Zielgruppe sind Leute wie Du und ich: der Computer sollte für uns arbeiten, nicht umgekehrt!

Für alle PC-Tipps gilt: Information nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr!

Mittwochs gibt’s hier weiterhin Predigtgedanken!


Warum ist „google“ eine Suchmaschine?
Weil man da endlos suchen muss…!

Dieses Gefühl kann jedenfalls schnell aufkommen, wenn man leichtsinnigerweise einfach einen Suchbegriff eingibt, z.B. „katholisch“. - Schwupps, schon hat man 2.350.000 Treffer, und das vor allem in nur „0,04 Sekunden“, wie „google“ stolz verkündet. Da hätten wir schon mal die erste wirklich unentbehrliche Information, oder…?


Spaß beiseite, denn „google“ ist ja eher der Ernstfall. Mit einem Marktanteil von ca. 80 - 90 % ist diese Suchmaschine in Deutschland so sehr die Nr. 1, dass schon von der „google-
Gesellschaft“ die Rede ist. Allein in Deutschland gibt’s bei „google“ monatlich ca. 3,5 Milliarden (!) Suchanfragen.
Und wir beide gehören sicher dazu, Sie und ich?!

Es ist schon eine Art Zwangsheirat, „google“ und wir.
Die Suchmaschine erweckt mit ihrer gigantischen Infor-
mationsflut den Eindruck, fast allwissend zu sein. Wer etwas wissen will, der muss „googlen“ (sprich: guhgelln), wie das jetzt auf Deutsch neuerdings heißt.


Innerhalb von nur 10 Jahren wurde „google“ zur Weltmacht, denn längst ist es nicht nur eine Such-
maschine. Es gibt etliche weitere kostenlose Dienste; „Predigtgarten“ erscheint z.B. im Gratis-Dienst „blogspot“.
Wenn am 7.September 2008 das „google“-Jubiläum gefeiert wird, sollten auch kritische Stimmen gehört werden.

Das Datensammeln beschränkt sich nicht nur auf Seiten im Internet, sondern auch von uns Nutzern werden so viele Daten wie möglich gesammelt, so dass es heißt, „google“ sei inzwischen die größte Detektei der Welt.
Darüber im Rahmen meiner PC-Tipps später mehr.


Zurück zu unserer konkreten Suche. Was tun mit dieser Sintflut an „Treffern“? Wenn Sie Schuhe kaufen wollen, bekommen Sie im Laden ja auch nicht noch Bananen oder gebrauchte Klaviere angeboten…
Da hilft nur eines: Ganz klar mitteilen, was man wirklich will!
Damit sind wir beim heutigen „google-Tipp“ Nr.1
:
Sie sind der Chef! Sagen Sie der Maschine, was Sie wollen und was Sie nicht wollen!


Beispiel: Sie suchen eine Predigt zum
17.Sonntag im Jahreskreis A.

Wenn Sie nun im normalen Suchfeld eingeben: „17.Sonntag A“, bekommen Sie immer noch über 16.000 „Treffer“ angezeigt – dabei auf den vordersten Plätzen viele falsche Ergebnisse, weil das evangelische Lesejahr häufig angezeigt wird.

Geben Sie jedoch als Suchbegriff ein: „Predigt 17.Sonntag A“, reduziert sich die angezeigte Menge schon auf ca. 3.300 Seiten.

Wenn Sie es nun mal probieren mit „Predigt 17.Sonntag A Himmelreich Schatz“, sind es nur noch knapp 180 „Treffer“ – und das ist schon ein Ergebnis, bei dem man sich die angezeigten Seiten konkret anschauen kann. In diesem Falle habe ich noch „Himmelreich“ und „Schatz“ ange-

geben, weil dies wichtige Schlüsselbegriffe im Evangelium dieses Sonntags sind. „Mein Predigtgarten“ wird Ihnen dann auch als Ergebnis begegnen.


Was wir daraus lernen: Die richtige Antwort ist abhängig von der richtigen Frage, wie im wirklichen Leben!

In unserem Beispiel haben die Begriffe aus dem passenden Sonntagsevangelium in Kombination mit den anderen Begriffen sehr weitergeholfen!


Nächsten Montag können Sie hier lesen:

2.Teil: Vokabeltraining – oder : Bitte sprechen Sie „google“!


Hinweis: Mit dem Browser "Internet Explorer" wird meine Seite leider nicht exakt angezeigt. Mit dem "Firefox" geht's besser! Fragen Sie mich bitte nicht, warum...!


15.07.2008

16.Sonntag im Jahreskreis A (20.07.2008)

Weish 12,13.16-19
Röm 8,26-27
Predigt zum Evangelium:
Mt 13,24-30




Evangelium: Mt 13,24-30 (Kurzfassung)

In jener Zeit erzählte Jesus der Menge das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein.
Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Laßt beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um
es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT:


Gottes Unkrautbekämpfung


Das ist ja eine Riesen-
Gemeinheit!
Da schleicht sich jemand heimlich und mitten in der Nacht auf das frisch eingesäte Weizenfeld und verstreut massenweise Unkrautsamen, um dem Gutsherrn und seinen Leuten schwersten Schaden zuzufügen! Wer nun denkt, dass Jesus im heutigen Evangelium wohl etwas übertreibt, der wird von geschichtlichen Dokumenten sofort eines Besseren belehrt:
Es sind in Archiven tatsächlich noch Belege aus römischer Zeit vorhanden, die den Strafttatbestand des böswilligen Unkrautsäens behandeln und klarstellen, dass sowohl der Eigentümer des Ackers als auch sein Pächter gerichtlich gegen den Täter vorgehen dürfen. Daraus darf man schließen, dass solche böswilligen Konkurrenten-Attacken gar nicht so selten vorkamen. Sogar die Unkrautpflanze wird genannt: der Taumellolch .

Wenn wir wissen, wie es sich mit dem Taumellolch verhält, können wir die Tragweite des bösen Angriffs besser einschätzen. Dieses Unkraut war nicht so ein harmloses Mohnblümchen, wie wir sie oft und mit Freude in unseren Getreidefeldern sehen. Nein, es war eine Fehlform des Weizens, die sich rasant aus-
breiten konnte. Daher war sie im Ackerbau sehr gefüchtet. Der Taumellolch sieht dem guten Weizen verteufelt ähnlich, ist aber gesundheitsschädlich. Sicher unterscheiden kann man ihn erst kurz vor der Ernte, weil die Ähren etwas dunkler als die des Weizens sind.

Der Name „Taumellolch“ verrät schon das Problem: werden seine Körner nach der Ernte mitgemahlen und zu Brot verbacken, kommt es nach dem Essen zu Kreislaufproblemen, Schwindel und Seh-
störungen. In seltenen Fällen (z.B. geschwächte Kinder) kann das Essen eines so vergifteten Brotes zum Tod führen.

Wir sehen also: mit dem feindlichen Ausstreuen dieses Unkrautes wurde schweres Geschütz aufgefahren. Das Raffinierte daran war, dass man als geschädigter Bauer lange Zeit gar nichts merkte und sich in falscher Sicherheit wiegte. Eine Art tickende Zeitbombe also. Wenn aber doch erkennbar wurde, dass massenhaft Taumellolch im Feld war, konnte man ihn kaum noch entfernen.

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13.07.2008

Buchtipp: Paulus von Tarsus


Spannend-informative Fleißarbeit

Ein bemerkenswertes Buch nicht nur zum Paulusjahr 2008/09 hat der Historiker und Fachjournalist Michael Hesemann in diesem Frühjahr veröffentlicht: „Paulus von Tarsus – Archäologen auf den Spuren des Völkerapostels“.

„Das Buch macht Lust, Paulus besser kennen zu lernen“, urteilt Radio Vatican, und das kann ich nur unterstreichen!
Im Mittelpunkt des Buches steht Paulus als uner-
müdlicher, rastloser Missionar, der unter großen Strapazen Tausende von Kilometern zurücklegte, um die christliche Botschaft zu verkünden.
Dabei ver-
steht der Autor es, kenntnisreich und spannend über den Stand der archäologischen Forschung zu informieren. Auf den Spuren des hl. Paulus hat Hesemann acht Jahre lang recherchiert, die Ausgrabungsstätten besucht und viele Interviews geführt. Eine wesentliche Erkenntnis: Viele Angaben des Neuen Testamentes sind weit genauer, als Skeptiker es wahrhaben wollen.


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07.07.2008

15.Sonntag im Jahreskr. A (13.7.2008)


Jes 55,10-11
Röm 8,18-23
Predigt zum Evangelium:
Mt 13,1-9

Evangelium: Mt 13,1-9 (Kurzfassung)


An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte:
Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Wer Ohren hat, der höre!


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT:

Wer zuletzt lacht…


Sportler und Sportbegeisterte wissen das aus leidvoller oder glücklicher Erfahrung – egal ob Fußball-Europameister-
schaft, Tour de France oder Olympische Spiele:
ein endgültiges Urteil kann man immer erst abgeben, wenn es wirklich gelaufen ist, wenn abgepfiffen wurde oder wenn die Zielgerade hinter den Kämpfern liegt.
Ende gut, alles gut –
oder leider stattdessen die Enttäuschung über ein schlechtes Ergebnis. Manche Siegessicherheit war leider verfrüht, denn das Sprichwort gilt:

Wer zuletzt lacht, lacht am besten!
Die Endergebnisse gibt es eben erst am Schluss. Dann erst wird abgerechnet und Bilanz gezogen.



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05.07.2008

PC oft ekliger als WC

Eine Computer-
Tastatur ist oft ekliger als ein WC-Sitz.

Nicht nur äußerlicher Schmutz, sondern massenweise Bakterien machen viele Tastaturen zum Hygiene-
Notstandsgebiet...

Verschiedene Untersuchungen durch Mikro-
biologen zeigten, dass sich bis zu 67 mal so viele Bakterien auf einer PC-Tastatur be-
finden wie auf einer normalen Klobrille. Das Problem ist nur: Während die Klobrille häufig gesäubert und desinfiziert wird, können sich die Keime hier dagegen gerade bei sommerlichen Temperaturen rasant vermehren. Besonders betroffen sind natürlich Tastaturen, die von mehreren Personen benutzt werden.

Da finden sich nicht nur Essensreste… So fingen sich z.B. 500 Studenten an einem PC in einer Uni eine Bindehaut-
entzündung ein.
In einer britischen Umfrage gaben knapp 30 % an, ihre Tastatur noch nie gereinigt zu haben – gerade-
zu ein Paradies für Bakterien!

Es ist schon viel gewonnen, wenn man das Problem überhaupt wahrgenommen hat und es mit einfachen Mitteln angeht:


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01.07.2008

14.Sonntag Jahreskr. A (06.07.2008)


Sach 9,9-10

Röm 8,9.11-13

Predigt zum Evangelium:

Mt 11,25-30





Evangelium: Mt 11,25-30

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT:


Sommerschlussverkauf bei Jesus?


„Kommt alle zu mir….Ich werde euch Ruhe verschaffen!“

Im heutigen Evangelium klingt es, als stände Jesus irgendwo auf dem Marktplatz, um wie die anderen Markt-

schreier sein Angebot lautstark anzupreisen. Nun, zumindest zum Volk wird er schon gesprochen haben, und das geschah häufig auf öffentlichen Plätzen. So war es auch in der Bibelstelle unmittelbar vor dem heutigen Evangelium. Da haben wir wirklich etwas verpasst. Dort heißt es unter anderem: „Dann begann er (Jesus)den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten…“

Es werden konkrete Namen genannt: drei Städte am See Gennesaret: Chorazin, Kafarnaum und Betsaida (Mt 11,20-24). Ja, viele Wunder hatte er dort gewirkt, und sie waren beeindruckt. Aber mehr auch nicht. Sie staunten über den Wundertäter Jesus, und das war’s auch schon. Kein einziger von ihnen entschloss sich, ihm nachzufolgen. Sie gingen wieder zur Tagesordnung über. Wir spüren, wie enttäuscht Jesus darüber war. So enttäuscht, dass er diesen Städten Vorwürfe machte, weil sie sich nicht bekehrt hatten.


Diese Vorgeschichte zum heutigen Evangelium ist zum Verständnis des Textes hilfreich. Der Anfang bezieht sich nämlich noch auf die Vorgeschichte: In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.“ - Ja, klug waren sie, die Leute, die Jesu Wunder bestaunt hatten, aber daraus keine Konsequenzen ziehen wollten. Es gab und gibt sie überall, diese Weisen und Klugen. Sie sind nie um eine Antwort verlegen. Vielleicht haben sie sogar eine Menge Theologie studiert. Sie kennen sich aus. Damals kannten sie sich aus in den vielen, vielen Geboten und Verboten des jüdischen Glaubens. Ja, sie waren wirklich fromm, so fromm, dass sie alles haarklein beachteten.




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Kommentar zum Kommentar: Zweitklassig


Natürlich ist es in Ordnung, wenn ein neues Internetportal auf der Suche nach Lesern ein heißes Eisen anpackt: das sichert Interesse und Reaktionen. Wenn man jedoch einen Kommentar schreibt, darf man es sich auch nicht zu einfach machen. Doch da liegt das Problem bei "Glaubenslust": Die böse Kirche behandelt die Wiederverheirateten als Katholiken 2.Klasse.
Schauen Sie doch erst mal rein: (Rechtsklick)

http://www.glaubenslust.de/katholische-welt/aktuell/katholiken-zweiter-klasse.html


So einfach ist das also: Die böse Kirche verwehrt den Segen.

Sie ist ja mal wieder "so abstrakt und fern vom Leben der allermeisten Menschen".
Bereits der Ansatz von "Glaubenslust" erscheint mir einseitig: Es wird -wie üblich- gar nicht erst gefragt, warum so viele Ehen auseinander gehen. Allein das wäre ein bücherfüllendes Thema, und insbesondere dann die Erörterung von Möglichkeiten, da gegenzusteuern. Beispiel: Wie werden Ehe und Familie durch Staat und Gesellschaft wirksam gefördert?
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