
Palmsonntag Lesejahr A (2008) >> RECHTSKLICK !
30.03.2009
28.03.2009
24.03.2009
5. Fastensonntag B - 29.03. 2009
Jer 31,31-34
Hebr 5,7-9
Predigt zum Evangelium:
Joh 12,20-33
Evangelium Joh 12,20-33
In jener Zeit traten einige Griechen, die beim Osterfest in Jerusalem Gott anbeten wollten, an Philippus heran, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und sagten zu ihm: Herr, wir möchten Jesus sehen.
Philippus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philippus gingen und sagten es Jesus. Jesus aber antwortete ihnen:
Die Stunde ist gekommen, daß der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.
Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen!
Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen.
Die Menge, die dabeistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat zu ihm geredet. Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme, sondern euch. Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde.
MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
Ehrensache
gen 5. Fasten-sonntag, früher Passionssonn-
tag genannt, steht das Leiden und Sterben Jesu gewisser-
maßen schon vor der Tür. Das Evangelium hat wahrlich keine Schonkost für uns aufgetischt. Vielmehr werden wir Zeugen, wie sehr Jesus das grausame Geschehen schon vor Augen hat. Doch wir haben nicht nur an seiner Angst und Erschütterung teil, sondern wir erleben auch, wie sehr er den himmlischen Vater liebt und dessen Willen folgt.
Doch welche Bedeutung hat am Anfang dieses Textes das Auftreten einiger griechischer Pilger? Da machen sich also Heiden aus Griechenland auf den weiten Weg und wagen die teure, mühsame und gefährliche Seereise, um rechtzeitig zum Paschafest in Jerusalem dabei zu sein. Da sie keine Juden sind, dürfen sie auf dem Tempelgelände nur den Vorhof der Heiden betreten. Das nehmen sie offenbar in Kauf, wenn sie wenigstens das große Fest aus der Nähe sehen dürfen.
Wir schließen daraus, dass es sich hier um Sympathisanten handelt, die die Religion der Juden gründlich kennenlernen wollen. Es sind also Menschen, deren Sehnsucht nach Gott groß genug ist, ihre bisherigen Ansichten und ihren alten Götterglauben in Frage zu stellen. Im Text heißt es, dass sie „in Jerusalem Gott anbeten wollten“. Sie meinen es also ernst, es sind keine bloßen Weltenbummler.
Natürlich haben sie auch von Jesus gehört, dem berühmten Wander-
prediger, der jetzt in Jerusalem ist. Sie wollen ihn unbedingt kennenlernen und sich ein eigenes Bild von ihm machen. Von ihrem Vorbild könnte sich da mancher Landsmann Jesu eine große Scheibe abschneiden. Zugleich wissen sie aber genau, dass sie als Heiden in den Augen des auserwählten jüdischen Volkes so etwas wie zweitklassig sind.
Wie sollen sie es da anstellen, an diesen Rabbi heran-
zukommen? Sie packen es ganz clever und diplomatisch an und gehen auf Philippus zu, einen Jünger Jesu mit griechischer Abstammung, wie sein Name verrät. Dem könnten sie ihr Anliegen sicher am ehesten verständlich machen. Ganz vorsichtig sprechen sie ihn an: „Herr, wir möchten Jesus sehen.“
Offenbar ist das auch Philippus nicht ganz geheuer. So will er erst einmal eine zweite Meinung einholen, bevor er Jesus mit diesen ungläubigen Heiden belästigt. Gemeinsam mit Andreas geht er dann zu Jesus, um ihm diesen offenbar sehr un-
gewöhnlichen Wunsch vorzutragen.
Werden diese Heiden nun davongejagt? Oder führt Jesus
mit ihnen ein intensives Glaubensgespräch? Die Antwort darauf lautet: Weder noch!
Während alle weiter um ihn herumstehen, klärt Jesus sie und damit auch uns über die aktuelle Situation auf: „Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, daß der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“
Oft genug hatte er sagt: Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Jetzt aber ist sie da, die Stunde der Entscheidung und die Stunde der Verherrlichung!
Die Heiden, die alle Mühe auf sich genommen haben, um ihn aufzusuchen, sind jetzt so etwas wie ein geheimes Startzeichen. Diese Pilger sind wie ein Vorauskommando für die kommende Zeit. Später im Text sagt Jesus dies ganz klar: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“
Jesu Leiden und Jesu Tod ist keine Erlösungstat nur für die Juden, nur für ein auserwähltes Volk. Sein Kreuzestod bringt das Heil für alle, wirkt wie ein Magnet, der alle an sich zieht. Gottes Liebe lässt sich nicht begrenzen und einsperren. Sie wird nicht nur den Juden oder irgendwelchen Superfrommen geschenkt, sondern allen, die ihm nachfolgen wollen.
Das freilich ist auch nicht immer nur ein gemütlicher Sonntagsspaziergang. Sehr anschaulich wählt Jesus das Beispiel des Weizenkorns: Nur dann, wenn es stirbt, wenn es sich opfert, wird es reiche Frucht bringen. Das haben die naturverbundenen Menschen damals gut verstanden.
Ein Saatkorn hat nur einen Nutzen, wenn es ausgesät wird. Dann aber geschieht das kleine Wunder: die reiche Frucht aus einem einzigen Korn kann satt machen und Leben ermöglichen.
Wer krampfhaft an seinem Leben festhält, sagt Jesus, der wird es verlieren. Vollbepackt mit dem Gewicht von allem Besitz und mit der Fußfessel des Egoismus wandert es sich sehr unbequem Richtung Himmel.
Das Loslassen ist eine Kunst, die mancher nur mit Schmerzen lernt, wenn ihm z.B. alters- oder krankheitsbedingt nichts anderes übrigbleibt. Welche Dramen spielen sich da manchmal ab, wenn man sich von liebgewordenen Dingen, Tätigkeiten oder Menschen trennen muss.
Der Appell Jesu gerade jetzt vor seinem Leiden lautet also: Klammere dich nicht gierig an all das, was um dich herum ist! Nichts davon wird für dein ewiges Leben von Bedeutung sein. Nichts davon kannst du mitnehmen. Du weißt ja: Dein letztes Hemd hat keine Taschen! - Du kannst aber von mir lernen. Übe das Loslassen! Übe die Hingabe!
Das hört sich vielleicht altmodisch an: Hingabe!
Doch eigentlich ist es in einigen Bereichen auch heute noch
gut zu veranschaulichen:
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17.03.2009
4. Fastensonntag B - 22.03.2009
2Chr 36,14-16.19-23
Eph 2,4-10
Predigt zum Evangelium:
Joh 3,14-21
Evangelium Joh 3,14-21
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber
die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, daß seine Taten in Gott vollbracht sind.
MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
Nächtliche Liebeserklärung
Wehe, wenn das seine Kollegen erfahren!
Im Evangelium hören wir von einem Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus. Was im heutigen Abschnitt nicht steht, sondern einige Verse vorher: Das Gespräch findet fast schon wie in einem Kriminalfilm im Schutze der Nacht statt. Und das hat seinen guten Grund.
Nikodemus ist nämlich kein Jünger Jesu. Er ist auch nicht irgendwer. Nikodemus gehört zur religiösen Prominenz Jerusalems. Er ist nicht nur Pharisäer und damit ein studierter Theologe. Nikodemus ist sogar einer der 71 Ratsherren des höchsten jüdischen Richtergremiums, dem Hohen Rat unter Vorsitz des Hohenpriesters.
Heute würde man wohl etwas salopp sagen, Nikodemus ist ein richtig hohes Tier - einer, der immer in der ersten Reihe sitzt und der was zu sagen hat.
Sicher hat Nikodemus wie seine gut informierten Kollegen schon so einiges über diesen Wanderprediger Jesus gehört, der seit einigen Tagen in Jerusalem ist. Die demonstrative Aktion Jesu gegen die Marktschreier, Händler und Geld-
wechsler direkt vor den Toren des Tempels hat sich auch herumgesprochen.
Nikodemus ist offensichtlich sehr nachdenklich geworden. Eine merkwürdige Unruhe hat ihn gepackt. Er fühlt es ganz genau: Diesen Mann musst du unbedingt näher kennenlernen. Der hat eine ganz besondere Autorität, die jeder spürt, der mit ihm zu tun hat.
Nikodemus ist kein oberflächlicher Mensch. Er nimmt seine Religion sehr, sehr ernst und will sich nun sein eigenes Bild von diesem Jesus machen. Doch wie kann er mit ihm ins Gespräch kommen?
Wegen des einwöchigen Paschafestes ist die Stadt voll mit Pilgern und Besuchern, da hat man wegen möglicher Störungen natürlich behördlicherseits ein besonders wachsames Auge für alle Auffälligkeiten.
Nikodemus ist klar: Wenn seine verehrten Kollegen ihn mit Jesus im Einzelgespräch sehen, kann er ein-
packen. So einen, der aus irgend-
einem Provinznest kommt und der noch nicht einmal studierter Theologe ist, den muss man doch nicht auch noch durch offenkundige Gemeinsamkeiten fördern!
Hier ist vornehme Zurückhaltung angesagt, natürlich ver-
bunden mit gründlicher heimlicher Beobachtung! Gespräche sollte man mit dem da nur führen, wenn genügend Zeugen dabei sind.
Genau das will Nikodemus aber vermeiden. Ihm geht es nicht um ein Streitgespräch, um einen Schlagabtausch der Argumente, sondern ihm geht es um ein tiefes persönliches Gespräch ohne die Aufgeregtheiten theologischer Debatten vor großem Publikum. So gibt es für Nikodemus nur eine Möglichkeit: unauffällig herausbekommen, wo Jesus zur Zeit wohnt, um ihn dann unangemeldet und in der Dunkelheit aufzusuchen. Sicher ist sicher.
Noch heute Nacht bricht er auf. Zu dieser Zeit ist ganz sicher keiner der Schriftgelehrten in den engen, schummrigen Gassen der Stadt unterwegs. Wie ein lichtscheuer Einbrecher muss Nikodemus durch die dunkle Nacht schleichen, jederzeit bereit, bei Gefahr in einer finsteren Ecke zu verschwinden. Das soll eben nicht ans Tageslicht kommen, dass er sich so seine Gedanken über die Worte und Taten Jesu macht.
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10.03.2009
3. Fastensonntag B - 15.03.2009
Ex 20,1-17
1 Kor 1,22-25
Predigt zum Evangelium:
Joh 2,13-25
Evangelium Joh 2,13-25
Das Paschafest der Juden war nahe, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus, und ihre Tische stieß er um. Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich.
Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen läßt du uns sehen als Beweis, daß du dies tun darfst?
Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, daß er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte. Während er zum Paschafest in Jerusalem war, kamen viele zum Glauben an seinen Namen, als sie die Zeichen sahen, die er tat. Jesus aber vertraute sich ihnen nicht an, denn er kannte sie alle und brauchte von keinem ein Zeugnis über den Menschen; denn er wußte, was im Menschen ist.
MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
Jesus als Randalierer?
Im heutigen Evangelium geht es streckenweise offenbar sehr temperamentvoll zu: Nachdem Jesus mit seinen Jüngern im Tempel von Jerusalem angekommen ist, sieht er dort das geschäftige Treiben der Verkäufer und Geldwechsler. Wie es scheint, bastelt er sich sofort eine Schlagwaffe und treibt die ganze lärmende Sippschaft wütend und Tische umstoßend aus dem Tempel hinaus. – Eine sehr irritierende Bibelstelle: Jesus als wild gewordener Friedensprediger, dem selber die Nerven durchgehen? Jesus in heiligem Zorn außer Rand und Band, ohne Rücksicht auf Mensch und Tier?
Auf den ersten Blick scheint es wirklich so, als sei Jesus hier vollkommen ausgerastet, fast schon ein verrückter und gefährlicher Wüterich, eine ernste Gefahr für die öffentliche Ordnung. In berühmten Gemälden zur sogenannten Tempelreinigung, z.B. bei El Greco (um 1600), wird Jesus daher gerne auch wild mit der Peitsche dreinschlagend dargestellt. Es wundert daher nicht, dass diese Stelle gelegentlich sogar von Gegnern des Christentums für die Behauptung genutzt wird, auch die Lehre Jesu Christi habe offenbar eine Tendenz zur Gewalt…
Wir tun gut daran, diesem ersten flüchtigen Blick auf den Text noch einen zweiten, genaueren Blick folgen zu lassen.
Der Tempel - das war ein riesiger Gebäudekomplex, zuletzt äußerst prächtig von König Herodes ausgebaut. Ein System von Vorhöfen für jüdische Männer, jüdische Frauen und ein äußerer Vorhof für Nichtjuden war dem eigentlichen Tempel vorgelagert. Nur im äußeren Bereich, dem Vorhof für Nichtjuden, wurde zur Zeit Jesu lautstark Handel getrieben.
Direkt an das Tempelbauwerk anschließend lag die gewaltige Herodes-Burg Antonia mit vier klobigen Ecktürmen von bis zu 35 Metern Höhe und mit Panorama-Blick für die Wachen über die Stadt und das ganze Tempelgelände. Die Wachen gab es gleich zweifach: die Soldaten des Herodes Antipas auf den Zinnen der Burg, und die eigene Tempelpolizei der Juden auf dem Gelände des Tempelbezirks. Dort wurde z.B. streng darauf geachtet, dass niemand mit Waffen Zutritt bekam.
Unter den Zehntausenden von Pilgern, die kurz vor dem Paschafest zum Tempel strömten, waren auch solche, die aus Kostengründen selbst Opfertauben mitbrachten. Diese hatten sie außerhalb des Tempelgeländes gekauft, wo sie wesentlich preiswerter zu haben waren. Doch solche meist wohl un-
erfahrenen Pilger wurden dann sofort zu Aufsichtsbeamten geführt, die fast immer erklärten, dass diese Tauben natürlich völlig ungeeignet als Opfertiere seien. So wurden die Pilger-
scharen gezwungen, sich an den zahlreichen Verkaufsständen im Vorhof der Heiden mit angeblich makellosen Tieren zu versorgen.
Da ihre Kunden keine andere Wahl hatten, waren die Händler dort in der glücklichen Lage, zu weit überteuerten
Preisen verkaufen zu können – ein sehr einträgliches Geschäft, an dem noch einige andere durch Pflichtabgaben der Händler kräftig mit-
verdienten, so auch die Tempelbehörde und die Familie des Hohen-
priesters. Hinter vorgehaltener Hand sprach man im Volk mittlerweile schon vom Tempel als „Treffpunkt der Spitzbuben“.
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06.03.2009
Kloster Weltenburg: empfehlenswert !
Na klar, beim Kloster Weltenburg denken vor allem die etwa 500.000 Touristen jährlich auch sehr gerne an die älteste Klosterbrauerei der Welt mit ihrem berühmten Bier, oder an die herrliche Landschaft, vielleicht mit einer der planmäßigen Schiffstouren auf der Donau, und sicher auch an das leckere Essen in der Klosterschenke... Info >>> RECHTSKLICK !
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02.03.2009
2. Fastensonntag B - 08.03.2009
Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18
Röm 8,31b-34
Predigt zum Evangelium:
Mk 9,2-10
Evangelium Mk 9,2-10
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine
Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, daß wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Er wußte nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgend jemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.
Bauantrag abgelehnt
Wenn unser Onkel Franz in den 60er Jahren von einer seiner vielen ausgedehnten Urlaubsreisen zurückgekehrt war, wurden wir Kinder immer schon unruhig. Wir wussten, was zwei Wochen später so lästig wie Zahnweh auf uns zukam: Onkel Franz wollte unsere Familie an seinem Ferienglück teilhaben lassen und zeigte seine Dias. Uns Kindern kam es so vor, als handele es sich immer um mindestens 1000 solcher Bilder, die sich nur unwesentlich voneinander unterschieden. Nach zwei Stunden seines stets begeisterten Vortrages dämmerten wir nur noch dahin und hofften - leider vergeblich - auf ein Wunder in Form eines Stromausfalls.
Doch nicht nur, wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen. Selbst ein eher zurückhaltender Mensch kann regelrecht ins Schwärmen geraten, wenn ihn etwas wirklich gepackt hat. Das mag bei dem einen ein unver-
gessliches Orgelkonzert sein, bei dem anderen ein Stück Wanderung auf einem Pilgerweg, beim dritten vielleicht ein rauschendes Fest anlässlich eines runden Ge-
burtstages. Und Gott sei Dank gibt es noch viele langjährige Ehepaare, die sich gerne noch gegenseitig an ihre schönsten Erlebnisse erinnern: „Ach, weißt du noch, damals in Wien…!“ - Der Zauber eines großen Augenblicks hat sich unauslöschbar in die Seelen der beiden eingebrannt und lässt ihre Gesichter heute noch erkennbar strahlen…
Wie sehr wünschen wir uns doch auch solche Höhepunkte in unserem Glaubensleben! Und damit stehen wir nicht allein, wie wir im heutigen Evangelium erfahren.
Das Ganze beginnt damit, dass Jesus von seinen Jüngern drei beiseite genommen hat. So steht es ausdrücklich in der Bibel. Drei, die ihm besonders wichtig sind, nimmt er mit auf einen hohen Berg. Es sind Petrus, Jakobus und Johannes, die auch am Abend vor seinem Leiden mit ihm im Garten Getsemani wachen sollen. Wie wir wissen, versagen sie dabei allerdings kläglich, weil sie noch nicht einmal eine Stunde ausharren, ohne dabei einzuschlafen.
Heute sind die drei mit von der Partie, wenn Jesus auf den Berg Tabor geht, denn nur um den kann es sich hier handeln. Der Rest der Jünger muss unten warten, während die kleine Gruppe sich auf den mühsamen Weg nach oben macht.
Warum nimmt Jesus nicht einfach alle mit? Warum wählt er aus? Wir wissen es nicht und können nur Vermutungen anstellen. Sicher will er nicht ungerecht sein, sondern ihm liegt gewiss daran, dass das Geschehen dort oben auf dem Berg jetzt nicht an die große Glocke gehängt wird. Zu gewaltig wird das sein, was die drei dort oben zu sehen bekommen. Das muss erst einmal verkraftet und im Kopf verarbeitet werden.
Im Evangelium heißt es dazu: „Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus.“
Vergessen wir nicht, was dem heutigen Text in der Bibel vorausgeht: Jesus ist auf dem Wege nach Jerusalem. Seinen Jüngern hat er schon angekündigt, dass er dort vieles erleiden werde, getötet werde und nach drei Tagen wieder auferstehe. Die Jünger reagierten darauf verstört, Petrus machte ihm deswegen sogar Vorwürfe, sodass Jesus ihn scharf zurechtweisen musste.
Jesus belässt es jedoch nicht bei dieser Schelte; am heutigen Tag darf Petrus schon einen Blick tun in das Geheimnis der Herrlichkeit des Herrn. In der Einheitsübersetzung heißt es, dass Jesus „verwandelt“ wird. Er wird in solch ein grellweißes Licht gehüllt, wie dies „kein Bleicher machen kann“. Das heißt: einfach überirdisch und mit menschlichen Worten nicht zu beschreiben. In diesem Moment wird Jesus gewissermaßen ins rechte Licht gerückt, was den Jüngern jedoch glatt die Sprache verschlägt. Das Evangelium verrät uns über Petrus: „Er wußte nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen.“
Der griechische Originaltext spricht nicht nur von einer Verwandlung
Jesu, sondern von „Metamorphose“, das ist ein Hinübergehen von einem Zustand in einen ganz anderen, was uns zum Beispiel geläufig ist durch die Um-
wandlung der Raupe in einen Schmetterling.
So will der Text mit den begrenzten Möglichkeiten unserer Sprache andeuten, dass hier so etwas wie ein kleiner Blick hinter die himmlischen Kulissen gewährt wird, und auch eine Vorankündigung des nachösterlichen Jesus in Macht und Herrlichkeit.
Jesus ist in diesem Moment so weiß, weißer geht’s wirklich nicht – einfach umwerfend! Natürlich findet dieses Erlebnis, noch verstärkt durch die lebendige Begegnung mit Mose und Elija, nicht zufällig gerade auf einem hohen Berg statt.
Mose selbst ist Gott auf einem hohen Berg begegnet, auf dem 2.285 m hohen Berg Sinai. Dort hat er von Gott die Zehn Gebote empfangen. Entsprechend der jüdischen Tradition rechnete man für das Ende der Zeiten mit der Wiederkehr des Mose auf Erden. Kein Wunder also, dass den drei Jüngern bei seinem Anblick fast der Atem stehenblieb.
Hohe, einsame Berge galten schon immer als bevorzugte Orte der Begegnung mit Gott. Sternstunden des Glaubens gelingen nur selten im Trubel und Lärm des Alltags. Der Berg verschafft Abstand, der Berg verschafft Weite und Überblick. Die Prob-
leme und Problemchen verlieren aus der Distanz betrachtet an Bedeutung und wirken schon fast lächerlich.
Wenn wir von jemand sagen, „er ist über den Berg“, dann wissen wir, er hat eine zumeist gesundheitliche Krise endlich überwunden. Er oder sie hat es geschafft. Er hat wieder eine neue Perspektive für sein Leben.
Für Petrus jedenfalls ist das Erlebte so faszinierend, dass er sofort weiß: Hier sollten wir immer bleiben, immer im Lichte Gottes, gewissermaßen geschützt vor allem Ärger. Und auch weit weg von allen diesen Ankündigungen Jesu über sein Leiden. Davon will Petrus nichts wissen, und das kann man ihm gut nachfühlen.
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01.03.2009
Aktuelle Umfrage: Hohe Zufriedenheit mit dem Papst
Zwei Wochen lang konnten die Leser des PREDIGTGARTENS ihre Meinung zu Papst Benedikt XVI. äußern. 386 Stimmen wurden bis zum 1.März 2009 bei der online-Umfrage abgegeben.
Die große und erfreuliche Überraschung: 85 % (327 Stimmen) sprachen dem Papst Dank und Vertrauen aus: Ja, er macht seine Arbeit gut!
Offenbar gehören die Leser dieser Internetseite zu den Menschen, die sich nicht durch das hochgekochte Geschrei mancher Medien beeindrucken lassen. Dies kam auch in den zahlreichen Kommentaren zum Ausdruck, von denen ich hier einige zitiere.
So schrieb z.B. Oswald J. Schmitt: "Papst Benedikt ist ein Geschenk des Himmels. Wir können nicht dankbar genug sein..." -
Matthias findet: "Der Papst hat nicht die Aufgabe, es allen recht zu machen, sondern zu leiten..." - Renate brachte es so auf den Punkt: "Das Feind-
bild Papst wird existieren bis zum Jüngsten Tag!" - Reinhold Fischer: "Folgt man der Logik der Papst-Kritiker, müsste er eigentlich sofort alle Kontakte zur Evangelischen Kirche abbrechen, denn deren Gründer Martin Luther hat üble Sachen über die Juden geschrieben und nicht widerrufen..."



