28.05.2010

Fronleichnam: Linktipps

Ein angemeldeter Demonstrationszug – und Sie sind vielleicht auch dabei!
Am kommenden Donnerstag wird in den Kirchen und in vielen Dörfern und Städten wieder Fronleichnam gefeiert, das Hochfest des Leibes und Blutes Christi.
Vorbei sind die Zeiten, wo evangelische Christen aus Zorn über diesen katholischen „Triumphzug“ gerade an diesem Tag Mist und Gülle ausfuhren. Inzwischen gibt es sogar einige ökumenische Initiativen. Die Teilnahme an dieser „Demo“ ist für jeden ein Bekenntnis: Ja, ich stehe auch in der Öffentlichkeit zu meinem Glauben an Jesus, an den Sieger über den Tod. Jesus ist für mich der eigentliche Weltmeister, und er wird es immer sein.
Daher werden ihm zu Ehren die Straßen geschmückt und Loblieder gesungen. So manche Gemeinde feiert an diesem Tag auch ihr Pfarrfest.
Für die inhaltliche Gestaltung des Festes gibt es so manche Anregung. Einige davon habe ich aktuell ausgewählt:

Liturgiereferat Würzburg: Viele Texte für Fronleichnam
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Pastorale Einführung zum Fronleichnamsfest (pdf)
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Predigten und Fürbitten zu Fronleichnam
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Texte und Ablaufplan
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Materialien zur Eucharistie-Verehrung
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Buch: Prof. Dr. Guido Fuchs „Fronleichnam – Ein Fest in Bewegung“
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Ökumenische Station bei der Fronleichnamsprozession
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Schöne Internetseite über Fronleichnam
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Aufsatz: Glaubensbekenntnis oder Brauchtum?
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Wikipedia-Artikel über Fronleichnam
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25.05.2010

Dreifaltigkeitssonntag C - 30.5.2010

Spr 8,22-31
Röm 5,1-5
Predigt zum Evangelium:
Joh 16,12-15


Evangelium Joh 16,12-15: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch ver-
künden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT


Geistesgegenwärtig


Der Dreifaltigkeits-
sonntag gehört bei vielen Predigern, wenn sie ehrlich sind, nicht gerade zu den Lieb-
lingsfesttagen. Wie kann man über solch ein ge-
waltiges und schwieriges Thema predigen, und dazu bitte auch noch möglichst kurz und einprägsam?
Der Dogmatik-Professor Dr. Medard Kehl erinnert sich da schmun-
zelnd an einen Pfarrer in seiner Heimatgemeinde, der tatsächlich Jahr für Jahr an diesem Sonntag wie folgt predigte: „Das Geheimnis des dreifaltigen Gottes ist so groß und so tief, dass es selbst euer Pfarrer nicht versteht. Darum fällt heute die Predigt aus... Amen.“
Vom heiligen Augustinus, einem der größten Kirchenlehrer, wird am Dreifaltigkeitssonntag oft erzählt, dass er gerne am Strand des Mittel-meeres spazieren ging, um über Gott und die Welt nachzudenken.
Wie es heißt, sah er dabei einmal einem Kind zu, das eine Grube in den Sand schaufelte. Dann lief es mit seinem Eimerchen die wenigen Meter bis zum Wasser, schöpfte eilig aus dem Meer und goß das Wasser in diese Grube. Als er auf seinem Spaziergang wieder zurückkam, schöpfte das Kind immer noch Wasser aus dem Meer in seine Grube. Augustinus konnte sich nicht länger zurückhalten und fragte das Kind: „Was machst du denn da?“ – Die Antwort war verblüffend: „Ich schütte das Meer in meine Grube!“ – Augustinus darauf: „Aber Kind, das geht doch nicht. Schau, das große Meer passt doch nicht in deine kleine Grube hinein." Worauf das Kind dem großen Augustinus geantwortet haben soll: “Genauso wie Gott nicht in dein Menschen-Gehirn passt.”

Und da aller guten Dinge drei sind, noch eine letzte kleine Geschichte, die unsere Probleme mit der Dreieinigkeit veranschaulicht: Drei Blinde sollten berichten, was ein Elefant ist. Sie standen dann irgend-
wann um einen Elefanten herum und versuchten, sich durch Abtasten ein Bild von ihm zu machen. Einer von ihnen hatte den Rüssel betastet und erklärte später: „Ein Elefant ist wie ein langer Arm.“ – Der zweite Blinde hatte dagegen ein Ohr des Elefanten untersucht und behauptete danach: „Ich finde, ein Elefant ist wie ein großer Fächer.“ – Da protestierte der dritte Blinde: „Da kann ich nicht zustimmen. Meiner Meinung nach ist ein Elefant eher wie ein dicker Baumstamm!“ - Klar, er hatte nur ein Bein des Tieres untersucht.

Die Geschichte lehrt, dass alle zwar ein Stückchen der Wahrheit erfasst haben, aber eben doch ein sehr einseitiges und unvoll-
ständiges. In dieser Gefahr ist wohl auch jeder, der den Versuch macht, sich in einer Predigt mit der göttlichen Dreifaltigkeit auseinanderzusetzen. ... >

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17.05.2010

Pfingsten - Pfingstsonntag 2010


Sie finden hier im "Predigtgarten" für Pfingsten 2010 nur zwei frühere Predigten, da ich z.Z. mit umfangreichen Gartenarbeiten beschäftigt bin.
Für Pfingstsonntag sind ausdrücklich auch die Schrifttexte des Lesejahres A zugelassen, daher nachfolgend mein Link zum Predigttext aus 2008.
Am 6. Ostersonntag C war der Text des Evangeliums fast identisch, daher auch der Link dorthin.
Obige Texte können Sie wieder selbst als pdf herunterladen (siehe rechts "Predigt als pdf") oder bei mir per E-Mail anfordern.
Nächste Woche geht's planmäßig und mit neuem Text weiter.
Hier nun die passenden Links:
PFINGSTEN 2008 >> BITTE HIER KLICKEN !
6. Sonntag der Osterzeit C >> BITTE HIER KLICKEN !

Buchtipp: "Die Ursprünge der kirchlichen Feste"
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mit herzlichen Grüßen

Ihr
Erhard Eutebach, der Predigtgärtner






11.05.2010

7. Sonntag der Osterzeit C - 16.5.2010

Apg 7,55-60
Offb 22,12-14.16-17.20
Predigt zum Evangelium:
Joh 17,20-26


Evangelium Joh 17,20-26:
In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete: Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, daß du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich. Vater, ich will, daß alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir ge-
geben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt.
Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und sie haben erkannt, daß du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist
und damit ich in ihnen bin.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT


Von wegen Bahnhof !


Wenn man das heutige Evangelium nur einmal gehört hat, ist es
nicht verwunderlich, wenn man etwas ratlos dreinblickt. Wie war das? Ich fürchte, ich verstehe nur Bahnhof! – Das soll besagen: Tut mir leid, aber das kann ich so beim besten Willen nicht begreifen, das ist mir einfach zu hoch!
Da geht es uns allen vielleicht wie bei einer schwierigen Angelegenheit aus unserem Alltag, wie etwa einem Vertrag, einem verbindlichen Angebot
oder einer komplizierten Bestellung. Da wendet man sich schließlich an den Gesprächspartner mit dem üblichen Wunsch: Bitte geben Sie mir das doch noch schriftlich!
Das heutige Evangelium ist wie die Evangelien der beiden vorigen Sonntage der Abschiedsrede Jesu an seine Jünger entnommen. Und die haben wir im Neuen Testament schriftlich, damit jeder von uns sie in aller Ruhe noch einmal nachlesen kann. Zum eigenen Lesen lädt die Bibel uns ohnehin immer wieder ein. Besonders schlau ist es natürlich, sich regelmäßig bereits vor dem jeweiligen Sonntag die anstehenden Lesungstexte anzuschauen. Das hier als Tipp nicht nur am Rande.
Vergegenwärtigen wir uns zuerst einmal die Situation des heutigen Textes. Jesus steht kurz vor seiner Verhaftung. Für die Jünger steht die Zeit der schmerzlichen Trennung von ihrem Herrn bevor. In seiner sehr ausführlichen Abschiedsrede gibt er ihnen nicht nur Trost, sondern er verspricht ihnen konkret den Beistand des Heiligen Geistes. In dieser so ernsten Stunde ermahnt Jesus die Seinen aber auch ganz dringend. Auch wir haben vor zwei Wochen, am fünften Sonntag der Osterzeit, Jesu Aufruf vernommen: Die Jünger sollen der Welt ein Beispiel geben, und zwar dadurch, dass sie in der christ-
lichen Gemeinde so in Liebe miteinander umgehen, wie Jesus das vorgemacht hat.
Danach bittet Jesus in einem intensiven Gebet, bei dem die Apostel staunende Zaungäste sein dürfen, den himmlischen Vater um Schutz für seine Jünger. Und daran erst schließt unser heutiges Evangelium an mit dem eindringlichen Gebet Jesu für alle Menschen, die jetzt an ihn glauben oder in Zukunft durch die Verkündigungsarbeit der Jünger an ihn glauben werden.
Um sie alle sorgt er sich in dieser Stunde. Sie alle, die gläubigen Menschen dieser Erde, sind von ihm geliebt und fest ins Herz ge-
schlossen. Daher ist es auch sein innigster Herzenswunsch, dass sie seine Herrlichkeit sehen sollen und diese auch auf sie selbst übergehen soll.
Herrlichkeit – ein Begriff, der für uns heute missverständlich ist. Wir denken dabei vielleicht zuerst an ein wunderschönes Kunstwerk oder an etwas Prächtiges aus der Natur. Von jeder Menge Herr-
lichkeit sind wir umgeben, aber leider hauptsächlich von solcher, die Jesus ganz sicher nicht meint: Protzige Häuser und Autos, zur Schau gestellter Reichtum, aber auch das ganze Medien-Theater um den Superstar, der angeblich in Deutschland gesucht wird. Herrlich fühlen sich so manche, die in Saus und Braus leben oder sich für eine gewisse, schnell vergängliche Zeitspanne im öffentlichen Erfolg sonnen können.
Wenn Jesus von Herrlichkeit spricht, dann denkt er dagegen in den Kategorien der Bibel. Und für diese ist Herrlichkeit zuerst und vor allem die Herrlichkeit Gottes. Der hier verwendete hebräische Begriff „kabod“ meint: ungeheuer schwer sein, unfassbar gewichtig sein, majestätisch sein, stärkstes Licht sein. Kein Wunder also, wenn gläubige Menschen in tiefster Ehrfurcht vor der alle Vorstellungen sprengenden Heiligkeit Gottes erzittern. ...


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03.05.2010

6. Sonntag der Osterzeit C - 09.5.2010

Apg 15,1-2.22-29
Offb 21,10-14.22-23
Predigt zum Evangelium:
Joh 14,23-29


Evangelium Joh 14,23-29: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen. Wer mich nicht liebt, hält an meinen Worten nicht fest. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Jetztschon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt.

MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT



Gut festhalten !


Im Fernsehen gibt es zur Zeit regelmäßig Sendungen über Auswanderer zu sehen. Da darf der Zuschauer mit-
erleben, wie Menschen alles zu Geld machen, was sie besitzen, um in einem fremden Land noch einmal ganz von vorne anzufangen. Einerseits werden da große Hoffnungen geweckt, andererseits ist der Abschied von Verwandten und Freunden oft sehr, sehr schmerzlich. Da wird viel getrauert und geweint, weil jedem klar ist, dass dies ein Abschied für lange Zeit sein wird. Manchmal kommen sich die Betroffenen ziemlich verloren vor, bei den Daheimgebliebenen wie auch bei denen, die alle Zelte abgebrochen haben.

Im heutigen Evangelium gibt es auch so etwas wie Daheimbleibende. Wie am vorigen Sonntag geht es um einen Teil der Abschiedsrede Jesu an seine Jünger, kurz vor seinem Leiden, Sterben und Auferstehen. Wenige Tage vor dem kirchlichen Hochfest Christi Himmelfahrt werden auch wir heute mit diesem Evangelium schon ein wenig eingestimmt auf das Geschehen. Für Jesu Jünger war das Ganze sicher wie ein Schock-Erlebnis und nur schwer zu verdauen.
Da wäscht Jesus ihnen vor dem letzten Abendmahl wie der geringste Diener die Füße, und danach werden sie von ihm ganz ausführlich über seinen weiteren Weg belehrt, hin zum himmlischen Vater.
Jesus wird also nicht nur furchtbar leiden, sondern er wird die Seinen nach seiner Auferstehung auch noch verlassen!
Da kommen bei seinen Jüngern schnell Gefühle von Trauer, Ent-
täuschung und sogar Panik hervor: Alle unsere Hoffnungen, auch die auf einen Messias, der unter unserer Mithilfe hier im Land ein wirk-
liches Friedensreich errichtet – sie zerplatzen einfach wie Seifen-
blasen.
Er, den wir doch so dringend brauchen, unser Herr und Meister, er wird sich schon bald aus unserem Blickfeld zurück-
ziehen! -
Da kann heut-
zutage schon leicht das Gefühl entstehen, dass Jesus fast wie ein Prominenter von der öffentlichen Bildfläche verschwindet. Der bewohnt dann irgendwo eine herrliche Villa auf einer einsamen Insel, fernab von allen Problemen und allem Trubel.
Die Stimmung der Jünger jedenfalls ist gedrückt: Bald verschwindet also unser Herr und Meister weit weg in himmlische Gefilde, und wir stecken hier mutterseelenallein in unserem Leid und unseren vielen Sorgen!
Nicht nur die Jünger Jesu beschlich die Angst der Verlassenheit, sondern auch die ersten christlichen Gemeinden. Sie waren vielen Benachteiligungen und Verfolgungen ausgesetzt, und so erforderte es Tag für Tag viel Kraft und Mut, ein Leben als Christ inmitten der Mehrheit der mächtigen und oft wenig toleranten Andersgläubigen durchzuhalten. Umso tröstlicher war es da für so manche kleine christliche Gemeinde, im Evangelium immer wieder an die stärkenden Worte Jesu erinnert zu werden.

Doch auch uns heute, die ab und zu für den Weiterbestand des Glaubens und für unsere Gemeinden eine große Sorge beschleicht, sind die Worte des Evangeliums Hilfe und Trost zugleich. Jesus sagt es in aller Klarheit: Nein, ihr werdet nicht allein gelassen! - Gott ist kein Gott, der mal eben der Menschheit seinen Sohn schickt, um sie zu belehren und zu erlösen, und danach eine ganz große Sendepause einlegt.
Nein, Gott ist für immer ein liebender und sich sorgender Gott, dem das Schicksal der Menschen wirklich am Herzen liegt. Dieser Gott hat seinen Sohn nicht zu uns gesandt, um sich anschließend von uns zurückzuziehen, um sich gewissermaßen aus dem Staub dieser Erde zu machen.
Im heutigen Evangelium drückt Jesus das so aus: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ - Wir sind also wirklich nicht die Waisenkinder Gottes. Wir sind nicht allein, und unsere Gemeinden sind auch nicht allein. Der Heilige Geist, von dem demnächst noch ausführlicher die Rede sein wird, wird den Seinen zur Seite stehen, wird ihnen Beistand leisten.
„Beistand“ ist dabei aber eigentlich ein zu schwacher Ausdruck.
Im griechischen Original heißt es „parakletos“, das ist der Herbei-gerufene, der hilfreiche Berater, aber auch der Handhalter, der immer ganz in der Nähe ist und der einem ganz fest die Hand hält, wenn es darauf ankommt. Wir kennen so etwas z.B. von Krankenhaus-Aufenthalten. ...


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