30.06.2010

14. Sonntag im Jahreskreis C - 04.07.2010

Jes 66,10-14c
Gal 6,14-18
Predigt zum Evangelium:
Lk 10,1-12.17-20
Kurzfassung:
Lk 10,1-9




Evangelium: Lk 10,1-9 (Kurzfassung)
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe!
Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so eßt, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Ite, missa est!


Insbesondere Familien mit kleinen Kindern ist das Problem leider bestens bekannt:
Will man in Urlaub fahren, ist das Koffer-
packen ein ganz wich-
tiger Punkt. Man will schließlich für alle Eventualitäten gerüstet sein, damit man am Urlaubsort nicht nach-
kaufen muss, was man daheim vergessen hat.
So haben manche Urlauber regelrechte Checklisten angelegt, die jährlich abgehakt und noch verfeinert werden. Die Folge davon ist allerdings, dass manche den Eindruck machen, als nähmen sie den halben Haushalt mit auf Reisen.

Umso schockierender wirkt da das heutige Evangelium. Wir erfahren darin vom Evangelisten Lukas, unter welchen Bedingungen Jesus insgesamt 72 von ihm ausgewählte Jünger auf eine Missionsreise schickt. Zuerst einmal fällt natürlich die Zahl 72 auf, eine ungewöhnlich große Zahl für diesen Zweck. Warum schickt Jesus so viele Leute los, um gewissermaßen als Vorauskommando in die Ortschaften zu gehen, die er demnächst selbst aufsuchen will?
Diese Zahl entspricht genau der zur Zeit des Alten Testamentes
(Gen 10) angenommenen Anzahl aller damals bekannten Völker der Erde. Die Aussageabsicht der Zahl 72 ist damit klar: Gottes Botschaft gilt nicht nur den Juden, sondern der ganzen Menschheit. Ausnahmslos alle sollen hören, was Jesus über das Reich Gottes zu verkünden hat.
Das bestätigt Jesus auch mit der Bemerkung: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“ - Entgegen allem heute oft anzutreffenden Pessimismus für die Zukunft des Glaubens stellt Jesus schon zu Anfang klar, dass die Ernte Gottes groß ist, dass es reichlich Frucht gibt. Nur an Arbeitskräften, an Erntehelfern mangelt es, um die Ernte einzubringen. Also soll man den Herrn der Ernte um noch mehr Arbeiter bitten.
Man überhört oder überliest das leicht: Gleich zu Beginn des Auftrages an die Jünger stellt Jesus etwas ganz Entscheidendes klar: Ihr seid die Helfer, aber ihr seid nicht der Herr dieser Ernte. Das heißt: Alles, was ihr tut, das tut ihr nur als Bote im Auftrage. Ihr habt also auch nicht die letzte Verantwortung für Erfolg oder Misserfolg eurer Anstrengungen. Nicht eure theologische Ausbildung, euer geschicktes Auftreten oder eure Redegewandtheit sind letztlich ausschlaggebend. Der Ernte-Erfolg liegt letzten Endes in Gottes Hand.
Eine solche Erkenntnis
ist für die
Helfer Jesu entlastend. Natürlich wird sich jeder an-
strengen und ins Zeug legen, aber man muss sich und seine Arbeit auch nicht zu wichtig nehmen. Wenn man in einem großen Hafen die riesigen Containerschiffe beobachtet, dann sieht man manchmal, wie diese von kleinen Schleppkähnen an ihre Anlegeposition oder aus dem Hafenbecken manövriert werden. Die gewaltigen Schiffsschrauben der Ozeanriesen könnten im engen Hafenbecken große Wellen auslösen. So ziehen die kleinen Schlepper das Schiff nach genauer Anweisung an sein Ziel.
Weisungsgebunden sind sie, und das sind die Jünger Jesu auch. Und diese Weisungen scheinen auf den ersten Blick doch etwas seltsam zu sein. Immer zu zweit sollen sie losgehen. Das ist wohlüberlegt, denn so können sie einander helfen und stützen, und außerdem sind im jüdi-
schen Recht immer zwei Zeugen für eine Aussage nötig.

Doch dann befiehlt Jesus regelrecht: „Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden unterwegs!“
Dass der Auftrag nicht ungefährlich ist, das leuchtet ein. Doch nie-
mand soll sich mit den Gegnern Jesu anlegen. Wie Wölfe lauern sie auf Beute, wollen Jesus und seine Anhänger zu Fall bringen.
Die Boten Jesu sollen dagegen bewusst ganz bescheiden auftreten. Die Dienstanweisung Jesu sorgt dafür, dass sie keine Luxus-Missionare sind. Wer weder Geld noch Vorräte dabei hat, der ist
ganz auf gastfreundliche Mitmenschen angewiesen
. ...


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28.06.2010

264 Paare Kinderschuhe...

264 Paare Kinderschuhe bis zur Größe 27 werden für eine Kund-
gebung gesucht: Am 13. August wird die "Embryonen-Offensive" des Vereins "Durchblick e.V." auf einer Kundgebung in Saarbrücken auf die weiterhin erschreckend hohe Zahl von Abtreibungen aufmerksam machen. Allein für das kleine Saarland sind dies 1.278 Kinder nur im Jahr 2009. Um diese Zahl sichtbar zu machen, sollen bei der Kundgebung genauso viele Paare Kinderschuhe aufgestellt werden, aber es fehlen bislang noch 264 Paare.
Wer Kinderschuhe dafür spenden will, wende sich an Durchblick e.V., Weinbergstraße 22 in D-76684 Östringen, Tel. 07251 - 35 91 81, E-Mail: info@der-durchblick.de
Die mutige christliche Initiative will ab Mitte August 300.000 Embryonen-Modelle mit einem Anschreiben an alle Haushalte im Saarland verteilen.
Im Internet ist die Initiative mit diesen beiden Seiten vertreten:
"DURCHBLICK e.V."
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Embryonen-Offensive
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Ich wünsche dieser privaten Intiative viel Erfolg!

26.06.2010

"Doppelspitze" - Hl. Petrus und Hl. Paulus - 29.6.

Apg 12,1-11
2 Tim 4,6-8.17-18
Predigt zum Evangelium:
Mt 16,13-19









Evangelium: Mt 16, 13-19

Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?
Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.


GEDANKEN ZUR PREDIGT

Doppelspitze

Beide, Petrus und Paulus, starben in Rom unter Kaiser Nero als Märtyrer. Petrus wurde gekreuzigt, Paulus als römischer Staatsbürger hingegen hatte das “Anrecht“ auf einen schnelleren, weniger qual-
vollen Tod: ihm wurde der Kopf abgeschlagen. Die Todestage der beiden sind nicht genau bekannt, daher feiern wir heute - wie bereits seit dem Jahre 354 üblich - den vermutlichen Termin der gemein-
samen Übertragung ihrer Reliquien in eine Katakombe an der Via Appia in Rom.
Petrus und Paulus - Beim Fußballspiel würde man sagen: die beiden waren die Sturmspitze der frühen Christenheit, gewissermaßen eine Doppelspitze bei der Verkündigung des Glaubens. Ihr gemeinsames Ziel: die Ausbreitung des Christentums gemäß Jesu Missionsauftrag. Dass Petrus dabei der „Mannschaftskapitän“ war, hat auch Paulus immer akzeptiert, obwohl er der erfolgreichere Missionar war.
Paulus war ein hochgebildeter Theologe, der vom überzeugten Verfolger der ersten Christen zum glühenden Bekenner und unermüdlichen Verkünder der Frohen Botschaft wurde. Aus der Überzeugung heraus, die Christen seien eine vom rechten Glauben abgefallene jüdische Sekte, hatte er es als besonders gesetzestreuer Pharisäer als seine heilige Pflicht angesehen, sie zu verfolgen und zu vernichten. Sogar an der Steinigung des ersten christlichen Märtyrers Stephanus war er durch seine Zustimmung beteiligt.
Diesem religiösen Eiferer geschah das Unfassbare: auf dem Wege von Jerusalem nach Damaskus erschien ihm der auferstandene Jesus. Es war wie ein geistiger Blitzeinschlag, der Saulus traf. ...

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25.06.2010

Vatikan protestiert scharf: Polizei in Brüssel verletzt sogar Gräber früherer Bischöfe

- Die Predigt zum 13. So. am 27.6. finden Sie zur Zeit weiter unten! -
Solch ein Vorgehen würde man eher der russischen oder chinesischen Polizei zutrauen. Doch es geschah am Donners-
tag (24.6.) mitten in unserem demo-
kratischen Europa: Da dringen etwa 20 Ermittler im Auftrage der Brüsseler Staatsanwaltschaft in eine Sitzung der belgischen Bischofskonferenz ein, halten die Bischöfe den ganzen Tag fest, beschlagnahmen Handys und Computer. Sogar ca. 450 ver-
trauliche Akten von Missbrauchs-Meldungen wurden mitgenommen, obwohl die Kirche den Menschen, die Hinweise abgaben, ausdrücklich Vertraulichkeit zugesichert hatte. Da wird sich wohl in Zukunft so mancher lieber nicht melden...

Unfassbar: Sogar Gräber von verstorbenen Erzbischöfen wurden polizeilich aufgebohrt, um mit einer Kamera nach verstecktem Material zu suchen. Einzelheiten entnehmen sie bitte den nachfolgenden Links:


Sogar die Gräber früherer Bischöfe wurden aufgebohrt
>>
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Hausdurchsuchung beim Brüsseler Erzbischof
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Vatikanisches Staatssekretariat: „Tiefe Verwunderung“

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Vorgeführt wie Schwerverbrecher >> BITTE KLICKEN !

23.06.2010

13. Sonntag im Jahreskreis C - 27.6.2010

1 Kön 19,16b.19-21
Gal 5,1.13-18
Predigt zum Evangelium:
Lk 9,51-62


Evangelium: Lk 9,51-62
Als die Zeit herankam, in der er in den Himmel aufgenommen werden sollte, entschloß sich Jesus, nach Jerusalem zu gehen. Und er schick-
te Boten vor sich her. Diese kamen in ein samaritisches Dorf und wollten eine Unterkunft für ihn besorgen. Aber man nahm ihn nicht auf, weil er auf dem Weg nach Jerusalem war.
Als die Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, sollen wir befehlen, daß Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet?
Da wandte er sich um und wies sie zurecht. Und sie gingen zusammen in ein anderes Dorf. Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst.
Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.
Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Laß mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes!
Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber
laß mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurück-
blickt, taugt für das Reich Gottes
.

MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Entscheide dich!
Wenn ich Sie
jetzt bitten würde, mir spontan die Namen von drei bekannten Sport-
lern zu nennen, Fußballer natürlich inbegriffen, dann würde Ihnen das wahrscheinlich nicht schwerfallen. Man kennt sie eben, die irgendwann und irgendwo begeistert als Sieger gefeiert wurden.
Ihre Siege verdanken sie nicht nur ihrem Talent, sondern auch hartem jahrelangen Training. So mancher von den Erfolgreichen nicht nur im Sport hat dafür einen hohen Preis bezahlt, z.B. wenig Freizeit, ständige Verpflichtung zu stundenlangen quälenden Kraftanstrengungen, Verletzungen, oft auch Verzicht auf leckeres Essen und vieles mehr.
Der Erfolg war letztlich nur möglich, indem sie für ihr Leben bestimmte Prioritäten gesetzt haben und diese konsequent verwirklicht haben. Das war sicher nicht immer leicht, denn mit der Entscheidung für etwas mussten sie sich immer auch gegen etwas anderes entscheiden.
Wenn wir es uns recht überlegen, ist unser aller Leben davon geprägt, dass wir tagtäglich auswählen und entscheiden müssen, auch wenn das nicht immer einfach ist. So manche Entscheidung hat sogar Auswirkungen für viele Lebensjahre. Wie schwer fällt es den meisten Jugendlichen, sich für einen Beruf zu entscheiden! - Wer ein Haus bauen will, eine Wohnung mieten oder kaufen will, wer einen größeren Kredit aufnehmen will, wer ein neues Auto kaufen will, der weiß: eine folgenreiche Entscheidung ist unvermeidlich.
Da heißt es nicht nur, die Augen aufzuhalten. Es
ist dringend anzu-
raten, sich gründ-
lich zu überlegen, wofür man sich letztlich ent-
scheidet. Eine voreilige und unbedachte Auswahl kann einem auf Dauer teuer zu stehen kommen, und das gilt nicht nur für den Geldbeutel. So kann sich derjenige glücklich schätzen, der wirklich ehrliche und gute Berater hat, die einen auf die Folgekosten aufmerksam machen.
Und genau da setzt auch das heutige Evangelium an. Grob gesagt geht es um die Ermahnung Jesu an Menschen, die ihm nachfolgen wollen: Überlege dir das gut, ob du das wirklich willst! Und wenn ja, dann gilt auch für dich: Wer A sagt, der muss auch B sagen. Mit der guten Absicht allein ist es nicht getan, auch nicht als Christ.

Großer Ernst liegt auf dem heutigen Text. Das merken wir schon am Anfang: „Als die Zeit herankam, in der Jesus in den Himmel aufge-
nommen werden sollte, entschloss er sich, nach Jerusalem zu gehen.“
Jesus hat sich ohne Wenn und Aber entschieden, dem Leiden und dem Kreuzestod nicht auszuweichen, obwohl er immer wieder dazu gedrängt wurde. Er weiß, was ihn in Jerusalem erwartet, aber er geht den Weg bis zum bitteren Ende. Statt des Ausdrucks „entschloss er sich“ heißt es im Urtext bildhafter: „Er machte sein Antlitz fest, um nach Jerusalem zu gehen.“
Sein Blick ist also fest auf dieses Ziel gerichtet, während er mit seinen Jüngern von Dorf zu Dorf zieht und Gottes Wort verkündet. Einige Jünger werden offensichtlich als Quartiermacher vorausgeschickt.
Sie sollen für die Gruppe frühzeitig Unterkünfte für die Nacht ausfindig machen, woran man die Fürsorge Jesu für die Seinen erkennen kann. Niemand soll in der kalten Nacht auf der Straße schlafen müssen. Doch diesmal gibt es Ärger....

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22.06.2010

Gegen Mixa: Gnadenlos und Vermutungsjournalismus

Wäre es nicht die Kirche, sondern ein Atomreaktor, hätte man längst die Notabschaltung gedrückt, denn in den pein-
lichen Aus-
einandersetzungen rund um Bischof Mixa ist der Supergau denkbar...

Kommentar von Alexander Kissler:

Was ist nur in einige deutsche Bischöfe gefahren, dass sie so unchristlich handeln? - „Die Gnadenlosen“ >> BITTE KLICKEN !


Die Auseinandersetzungen um Bischof Mixa als kommender Supergau?- Katholische Kirche oder „Intrigantenstadl“ -

Einige Pressestimmen >> BITTE KLICKEN !


Vermutungsjournalismus, z.B. Augsburger Allgemeine:

„…so heißt es…“ >> BITTE KLICKEN !

- "So sollen zwei Priester ..."
- "Ein Dokument, das unserer Zeitung vorliegt, legt nahe ..."
- "Es ist offensichtlich in die Unterlagen eingeflossen, in die der Papst angeblich Einsicht hatte."
- "Der junge Mann und Mixa, so heißt es, ..."
- "Was genau sich zwischen den beiden zugetragen hat, wird nicht klar."
- "Ähnliche Situationen sollen ..."
- "Es soll weitere Priester geben ..."
- "In den Unterlagen, die dem Papst vorlagen, soll der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zufolge ..."

aktueller Nachtrag am Donnerstag, 24.6.: BISCHOF MIXA
BITTET UM VERZEIHUNG


Wie heute in den Medien nachzulesen ist, hat Bischof Mixa in einem Akt großer Demut eine Einigung mit der Bistumsleitung erzielt, die einer Kapitulation gleichkommt.
>> Bitte hier klicken !
Zugleich bittet er in einem Brief an alle Gläubigen um Verzeihung, wirklich beeindruckend. >> Bitte hier klicken !

Am kommenden Sonntag, 27.6., wollte Bischof Mixa eigentlich sein 40-jähriges Priesterjubiläum feiern, was ihm bekanntlich untersagt wurde. Wer ihm schriftlich alles Gute wünschen will: Die Post nimmt entgegen

Kathi M. Ulrich
z. H. Herrn Bischof em. Walter Mixa
Pressestelle des Bistums Augsburg
Peutingerstraße 5
86152 Augsburg


21.06.2010

Zollitsch: So, nun vertragt euch wieder...!

In einem eindringlichen Appell hat der Erz-
bischof und Vorsitzen-
de der Deutschen Bischofskonferenz die Katholiken im Bistum Augsburg zur Versöhnung aufge-
rufen. "Reichen wir (aha!) einander die Hand zur Versöhnung", heißt es da. -- Ausführlich nachzulesen
in "DIE WELT" >> BITTE KLICKEN !
Lange genug gezögert hat er ja. Ob Appelle noch reichen, um den Brand in Augsburg zu löschen?

20.06.2010

Umgang mit Mixa: Seht, wie sie einander lieben...

Bischof Mixa hat sicher nicht immer ausgesprochen klug gehandelt, be-
sonders, was den Führungsstil und einige Dinge rund um das "Bischöfliche
Palais" betrifft.
Sicher hat er dazu beigetragen, sein Bistum Augsburg in die derzeitige Krise zu treiben.
Was aber nun dort abgeht, spottet jeder Beschreibung.
Da wird Bischof Mixa vom Bistum offiziell aufgefordert, nicht nur die überraschend wieder eingenommene Dienstwohnung zu räumen, sondern er soll sich ausdrücklich einen "Wohnsitz außerhalb der Diözese" suchen. Er ist also zum Aussätzigen geworden, zu einem Paria, den man einfach so rausschmeißt, der die Bannmeile Augsburgs nicht mehr überschreiten darf. -
Es fällt schwer, darüber keine Satire zu schreiben!
Die Grenzen des Bistums in Zukunft also schwerbewacht? Spitzel melden sofort ans Domkapitel, sobald Bischof Mixa auch nur einen Fuß auf den Boden der Diözese setzt...- Und was geschieht dann weiter? Wird er eingekerkert? Oder muss er zur Buße einen ganzen Tag lang mit dem Pressesprecher von Erzbischof Marx verbringen?... Da sind viele Variationen denkbar.

Wie war das noch mit der Brüderlichkeit? - "Seht, wie sie einander lieben", so hieß es über die ersten Christen. Es ist schon bemer-
kenswert, dass die Kirche ausgerechnet vom Sprecher der Grünen daran erinnert werden muss:
>> BITTE KLICKEN !
"Schäbiges Verhalten" nennt das wahrlich nicht kirchennahe Magazin "CICERO" den öffentlichen Umgang mit dem erkrankten Bischof Mixa >> BITTE KLICKEN !
Das Versagen der Kirche, die sich benimmt, "wie ein Kleingärtner-
verein", ist "unappetitlich", befindet auch die FAZ in einem aktuellen Kommentar. >> BITTE KLICKEN !

Einfach nur traurig und beschämend, was sich da abspielt...!

18.06.2010

Humor: Neue Warnflaggen für Autos

-- Bitte beachten: die aktuelle Predigt zum 12. Sonntag C
am 20.6. finden Sie zur Zeit weiter unten! --


In diesen traurigen Kirchen-Zeiten hier etwas Aufheiterung:

STRASSENVERKEHRSAMT - JUNI 2010

In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt, um die schlechten Fahrer zu identifizieren. Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen- Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren.
Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein. Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen.
Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.

Quelle: „Musikerstammtisch“ >> BITTE KLICKEN !

17.06.2010

Bistum Augsburg: Was tut ihr der Kirche und den Menschen an?

Hinweis: Die aktuelle Predigt zum 12. So C am 20.6.
finden Sie zur Zeit weiter unten!

Ein weiterer Meilenstein im Skandal rund um Bischof Mixa:
Ein führender Mitarbeiter des Bistums packt anonym aus -
nachzulesen bei
kath.net >>> BITTE HIER KLICKEN !

Man sollte sich besser nicht äußern, meint Pater von Gemmingen. Aber vorsichtshalber äußert er sich selbst doch mal. Und wie...!
Hier sein Interview beim ZDF
>>> BITTE HIER KLICKEN !

Zu solch einer Zeitungs-Überschrift erübrigt sich wohl jeder Kommentar:Lesenswert auch "Viel Mühe, um einem verhassten Konservativen den Rest zu geben" als kritische Anmerkung zum üblen Verhalten der "Süddeutschen Zeitung" >> BITTE KLICKEN !

"Die Welt" denkt in Ruhe weiter,
was der Papst mit Bischof Mixa machen könnte: >> BITTE KLICKEN !

16.06.2010

12. Sonntag im Jahreskreis C - 20.06.2010

Sach 12,10-11; 13,1
Gal 3,26-29
Predigt zum Evangelium:
Lk 9,18-24



Evangelium: Lk 9,18-24

In jener Zeit, als Jesus in der Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm waren, fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie ant-
worteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete:
Für den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen.
Und er fügte hinzu: Der Menschensohn muß vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auf-
erstehen. Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Keine Selbstbedienung

Ist Ihnen das auch schon passiert? Da sitzt man abends im Wohn-
zimmer und will sich die Nachrichten anschauen, und ausgerechnet dann klingt das Telefon. Noch ärgerlicher wird es aber, wenn am anderen Ende der Leitung jemand dann den pulsbeschleunigenden Satz von sich gibt: „Guten Abend, ich hoffe, ich störe nicht. Haben Sie fünf Minuten Zeit? Wir machen eine kleine Umfrage…“
Wie launisch dabei die Befragten sein können, zeigt aktuell in Deutschland eine Umfrage, welchen Kandidaten man lieber als neuen Bundespräsidenten sehen würde, Gauck oder Wulff. Renommierte Meinungs-
forschungsinstitute erklärten am 6. Juni, Wulff liege mit 41 Prozent deutlich vorne. Nur fünf Tage später, am 11. Juni, stellten die gleichen Institute fest, jetzt habe Gauck mit 42 Prozent die Nase vorn. Warten wir getrost einfach mal ab, wie die Bundesversammlung am 30. Juni entscheiden wird…

Sicher hat Jesus das Instrument der Umfrage nicht erfunden, aber
im heutigen Evangelium wendet auch er es an, betreibt auch er Meinungsforschung. Während er mit seinen Jüngern von Ort zu Ort unterwegs ist, macht er immer wieder lange Pausen des Gebetes.
Und da stellt er eines Tages seinen Jüngern eine nicht ganz einfache Frage: „Für wen halten mich die Menschen?“
Die Jünger müssen jetzt Stellung beziehen und berichten, was ihnen so zu Ohren gekommen ist. Die einen halten Jesus für einen von den Toten auferstandenen Propheten, einige für Elija, andere für Johannes den Täufer. Eine bunte Meinungsvielfalt also, die nach so vielen Wundertaten und Predigten Jesu doch sehr ernüchternd wirkt. Die Leute haben es also immer noch nicht begriffen, wer Jesus wirklich ist. Der Messias und Sohn Gottes als Wanderprediger auf Erden unterwegs – das ist einfach völlig quer zum üblichen Denken, das fest mit einem machtvollen und prachtvollen Auftreten des erwarteten Messias rechnet.

Doch mit dieser ersten Antwort der Jünger ist es nicht getan. Die erste Frage Jesu war nur so eine Art Einleitung für eine zweite Frage, für die viel wichtigere Frage: „Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ - „Ihr aber“ – Wir merken: Jetzt wird es ernst, jetzt heißt es für die Jünger, Farbe zu bekennen. Jesus trennt seine Jünger deutlich von der Allgemeinheit seiner Zuhörer ab. Wie sieht es konkret bei euch aus: Wer bin ich für euch? Wer bin ich in euren Augen?
Diese Frage Jesu ist in mehrfacher Hinsicht sehr bemerkenswert. Zum einen ist sie an jeden persönlich gerichtet. Niemand kann sich hinter dem ver-
stecken, was man halt so sagt. Meine eigene Meinung als Jünger, meine persönliche Überzeugung wird hier abgefragt. Du willst mein Jünger sein – gut, dann sage mir jetzt, was ich dir bedeute – raus damit!
Zum anderen aber ist aufschlussreich, dass Jesus hier nicht nach Glaubenswissen fragt, also: glaubst du an dieses und jenes, wie es etwa im Katechismus formuliert ist. So wichtig und richtig das ist, aber alles entscheidend ist etwas anderes – die Person Jesu Christi und meine ganz persönliche Beziehung zu ihm.
Aufschlussreich ist auch, wie die Jünger auf diese Anfrage Jesu rea- gieren. Wer weiß, vielleicht würde man heute erst einmal einen Aus-
schuss einsetzen und lang und breit darüber diskutieren. Es wäre doch ganz interessant, was jeder Gläubige so dazu zu sagen hat.
Der Evangelist Lukas berichtet jedoch etwas anderes. Sicher sehen sich alle an, und dann spricht einer für alle. Petrus ist ihr Anführer, ihr Sprecher. Er macht den Mund auf, er hat den Mut, im Namen aller sein Bekenntnis abzulegen, für wen er Jesus hält. Man sieht die Szene förmlich vor sich, wie alle zustimmend nicken, wenn er den ent-
scheidenden Satz ausspricht: „Petrus antwortete: Für den Messias Gottes.“
Ein folgenschwerer Satz! – Viele Jahrhunderte lang warteten die gläubigen Juden schon auf den von Propheten angekündigten Messias, den Gesalbten, den wahren König über alle Schöpfung.
Und nun spricht Petrus das im Namen aller Jünger aus: Ja, das glauben wir: Jesus, du bist dieser langersehnte Messias, unser Retter! Normalerweise würden wir als Reaktion Jesu jetzt ein großes Lob für den Sprecher Petrus erwarten. ...

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15.06.2010

Bistum Augsburg wegen Trauerfall schließen?


Abgründe tun sich auf.
Was man derzeit so alles über die Hintergründe und Machenschaften bezüglich der bewussten Demontage von Bischof Mixa zu lesen bekommt, ist einfach nur schaurig und traurig.
Sollte man das Bistum Augsburg vielleicht für eine Weile wegen Trauerfall schließen?

Wer die aktuellen Details noch nicht kennt, der schaue nach
z.B. bei kath.net, kreuz.net, kathnews usw. -- die direkten Links finden Sie rechts in der Info-Leiste!

14.06.2010

Katholische Blogs - so bunt wie das Leben

Eigentlich sind es dem Wortsinne nach Tagebücher, die „Blogs“ oder korrekter „Web-
logs“, die in immer größerer Anzahl das Internet überschwemmen. Solche für jedermann im Internet lesbaren Journale gibt’s für (fast) alles, vom Blog eines Unternehmens über Tipps für Einkäufe bis hin zu den Abertausenden von privaten Blogs, die der Welt in bestimmten Abständen etwas mehr oder weniger Wesentliches mitzuteilen haben.

Kommen wir zur Sache: Auch die Katholiken haben dieses Medium allmählich für sich entdeckt, ausdrücklich ermuntert von Papst Benedikt XVI., der sogar die katholischen Priester aufgerufen hat, dieses neue Medium für die Seelsorge zu nutzen. Das jedenfalls erklärte er in seiner Botschaft zum 44. Katholischen Welttag sozialer Kommunikationsmittel, der in Deutschland abweichend vom inter-
nationalen Termin (16.Mai) dieses Jahr am 12. September unter dem Motto „Der Priester und die Seelsorge in der digitalen Welt – die neuen Medien im Dienst des Wortes“ stattfindet.
Hier direkt der passende Link zum Originaltext:
>> BITTE KLICKEN !

Was z.B. in den USA längst völlig selbstverständlich ist, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen: Blogs von kirchlichen Würdenträgern und von Pfarrgemeinden. Erzbischof Robert Zollitsch ging eine Zeitlang mit gutem Beispiel voran mit tagesaktuellen Berichten über seine Nigeria-Reise: >> BITTE KLICKEN !

Ansonsten dümpelt das offizielle Blog der Deutschen Bischofs-
konferenz so vor sich hin – mit dem letzten Eintrag vom 05.09.2009 wahrlich kein Musterbeispiel für die Umsetzung der päpstlichen Ermunterung…- Einige Pfarrgemeinden sind inzwischen dahinter-
gekommen, dass solch ein Blog wesentlich einfacher zu bedienen ist als so manche Homepage. Die kostenlose Software vieler Plattformen für Blogs macht das Bloggen fast zu Kinderspiel. Wie so etwas aussehen kann, zeigt hier z.B. die Kath. Pfarrgemeinde Bad Schwalbach: >> BITTE KLICKEN !

Insgesamt ist die Kirche jedoch noch Lichtjahre weit davon entfernt, das Internet wirklich für sich einzusetzen. Der „digitale Kontinent“ steht für die Amtskirche erst ganz am Anfang seiner Er-
oberung. Immerhin gibt es schon eine stattliche Anzahl von Blogs, die z.B. von Ordensangehörigen oder privat von katholischen Christen betrieben werden. Das Angebot ist dabei so bunt wie das wirkliche Leben. Etwas spöttisch meinte eine ältere Dame dazu: „Ach, Sie wissen ja, der liebe Gott hat einen großen Zoo…“
Die erste Schwierigkeit besteht jedoch schon darin, in diesem „Zoo“ überhaupt die Bewohner zu entdecken. Zum einen kann sich natürlich „katholisch“ nennen, wer immer das will, zum anderen gibt es kein offzielles Verzeichnis solcher Blogs. Dem Interessierten bleibt also nur die mühsame und immer sehr lückenhafte Suche in den Weiten des Internets. Mich hat es jedenfalls etliche Stunden der Recherche ge-
kostet, bis ich mir ein kleines Verzeichnis katholischer Blogs zu-
sammengesucht hatte, ergänzt durch Empfehlungen aus den Reihen meiner Leser.
Gerne möchte ich diese kleine Sammlung mit Ihnen teilen. Ausdrücklich anzumerken ist, dass diese Mischung nicht nur äußerlich sehr bunt daherkommt, sondern sicher auch in der Qualität der ver-
öffentlichten Beiträge. Ich traue meinen Lesern jedoch zu, sich selbst ein Bild machen zu können und dann für sich auszuwählen, was den persönlichen Geschmack am ehesten trifft.
Die nachfolgende Liste ist also ausbaufähig. Für weitere dies-
bezügliche Hinweise bin ich sehr dankbar.
Wenn Sie im „PREDIGTGARTEN“ rechts in der Infoleiste nach unten fahren, finden Sie dort auch weiterhin eine anklickbare Liste von Blogs.
Ich habe mich jeder Wertung enthalten; die Liste wird stündlich aktualisiert, da sie chronologisch geordnet ist.

Im Anschluss finden Sie meine Liste mit 74 Blogs -
Stand vom 12.6.2010.

Vorher noch ein besonderer Dank und Hinweis an die Journalistin und Bloggerin Barbara Wenz, die kürzlich eine breitere Öffentlichkeit auf die katholische Bloggerszene aufmerksam gemacht hat:
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Meine kleine Blogger-Liste:

Elsas Nacht(b)revier
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Credo ut Intelligam
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Glaubenssache
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Vaticarsten.de
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Gotteslob
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Conservare – … Salz der Erde
Maria Magdalena
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Mater amata
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Gewissensfragen
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Breviarum Pauli
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Weiter in der Liste? Noch 64 (!) weitere Blogs können Sie sich ansehen. >> BITTE HIER KLICKEN !

12.06.2010

Wer wird Weltmeister? - Linktipps zur Fußball-WM 2010


Große Begeisterung – Fahnen werden geschwenkt – ansteckende Freude - Männer singen aus voller Kehle… -
Nein, mit diesen Stichworten beginnt eher kein Bericht von einem festlichen Gottesdienst. Es herrscht mal wieder Ausnahmezustand: Fußball-Weltmeisterschaft der Männer!
Einiges von dieser Lebenslust würde sich mancher Pfarrer auch für Aktionen in der Gemeinde wünschen…

Die südafrikanische kath. Kirche zur Fußball-WM
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WM-Blog der Evangelischen Kirche Deutschlands
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Fußball-ABC: Impulse für Andachten usw. (pdf)
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Pfr. Heinz Summerer: Betrachtungen zu Aspekten des Fußballs (pdf)
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Kardinal Ratzinger 1978: Fußballbegeisterung kann mehr sein (pdf)
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Fanartikel auch für den fußballbegeisterten Hund…!
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Kirche bestraft Hooligan-Priester
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„Fußball ist unser Leben“ – Betrachtungen zu Fußballweisheiten (pdf)
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An-(ge)dacht: „Abseitsfalle“ (pdf)
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Predigt: „Sind Fußballer unsere wahren Götter?“ (pdf)
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noch aktuell: „Ein starkes Stück Leben“ – Ideen für die kirchliche Arbeit WM 2006 (84 S. - pdf) - LANGE LADEZEIT! -
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„Was Kirche und Fußball voneinander lernen können“ – Text für Pfarrbriefe usw. – Monat Juli anklicken!
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„Anstoß zum Ausgleich“ – Fairplay für Afrika
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Unterrichtseinheit zur WM in Südafrika (pdf)
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09.06.2010

11. Sonntag im Jahreskreis C - 13.06.2010

2 Sam 12,7-10.13
Gal 2,16.19-21
Predigt zum Evangelium:
Lk 7,36-50 (Kurzfassung)



Evangelium: Lk ,36-50

In jener Zeit ging Jesus in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch. Als nun eine Sün-
derin, die in der Stadt lebte, erfuhr, daß er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küßte sie und salbte sie mit dem Öl. Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müßte er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren läßt;
er wüßte, daß sie eine Sünderin ist. Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister! Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben?
Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast recht. Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet. Du hast mir zur Begrüßung keinen Kuß gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküßt. Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohl-
riechenden Öl die Füße gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe. Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, daß er sogar Sünden vergibt? Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT


Grenz-Zwischenfall

Unsere Politiker zeigen sich entschlossen, in Sachen Staatsverschuldung die Notbremse zu ziehen. Allein in Deutschland ist laut Bund der Steuerzahler die Schuldenlast von Bund, Ländern und Gemeinden so hoch, dass nach einem Rechenmodell deren Tilgung mehr als 138 Jahre dauern kann, also noch mehrere kommende Generationen mit in Haftung nimmt. Dass möglichst bald einschneidende Maßnahmen zur Befreiung aus dieser Schuldenfalle nötig werden, ist eigentlich jedem Bürger klar; die Frage ist nur, welche wirklich auch sozial gerecht sind.

Auch im heutigen Evangelium sitzt jemand in einer schlimmen Falle,
in der Falle von großer Schuld. Der Evangelist Lukas erzählt von einem fast atemberaubenden Zwischenfall, der geradezu filmreif ist. Bevor es aber dazu kommt, hat Jesus offenbar in einer Synagoge mit großer Leidenschaft von Gott gepredigt. Das ist nicht ohne Wirkung auf manchen Zuhörer geblieben. Im Anschluss wird der außer-
gewöhnliche Wanderrabbi von einem Pharisäer namens Simon zum Essen eingeladen. Die Prominenz des Städtchens ist wohl dort ver-
sammelt, eine reine Männerrunde, versteht sich. Man liegt, wie in vornehmen Häusern damals üblich, auf Polstern in Kreisform zu Tische. Während man mit leckeren Speisen verwöhnt wird, spricht
man über Gott und die Welt.
Da geschieht das völlig Unfassbare: Eine Frau betritt einfach so den Raum und eilt auf Jesus zu. Doch es ist nicht irgendeine Frau, es ist eine, um die jeder ehrenwerte Bürger einen großen Bogen macht, um nur ja nicht mit ihr gesehen zu werden. Im Text des Evangeliums heißt es von ihr nur, sie sei eine Sünderin. Das könnte natürlich auch z.B. die Frau eines Zöllners sein, aber die Vermutung liegt doch nahe, dass sie aus dem Rotlicht-Milieu der Stadt kommt. Dementsprechend geschockt sind die ehrenwerten Herren über ihr Auftreten, über diesen unerhörten Grenz-Zwischenfall. Mit so einer will man nun wirklich nichts zu tun haben. Wie ist sie bloß hier hereingekommen?

Wir können da nur spekulieren. Wahrscheinlich hat auch sie das öffentliche Auftreten Jesu sehr aufmerksam verfolgt. Seine Predigt-
worte über den liebenden Gott sind dieser Frau unter die Haut gegangen. Sie ist völlig aufgewühlt und zugleich erschüttert über sich selbst. Was Jesus gesagt hat, das lässt ihr keine Ruhe, das gräbt sich in ihre verwundete Seele ein. Was sie bisher aber immer mehr oder weniger geschickt unter den Teppich kehren konnte, das bricht nun in ihr mit einem Schlag auf: Mein Leben ist ein Leben im Dreck, ein so richtig verpfuschtes Leben. Dass die Leute mich so verachten und mich mit ihren bösen Blicken täglich neu hinrichten, damit kann ich zur Not noch leben. Aber jetzt, seit diesem Rabbi, ist mir klar, wie sehr ich meinen Herrn und Gott beleidige, wenn ich so mit seinem Geschenk des Lebens umgehe. Wie tief bin ich bloß gesunken?
Diese Frau spürt jetzt, wie sehr sie in der persönlichen Schuldfalle sitzt. Und ihr ist klar, dass es nur einen gibt, dem sie ihr Herz ausschütten kann, dem sie ihr ganzes Leid anvertrauen kann, der sie da herausholen kann. Und dieser Mann ist gerade im Haus des Simon verschwunden, wie sie herausbekommen hat. Was ist, wenn er von dort aus weiterzieht, ohne dass sie ihn ansprechen kann? – Diese Frau, deren Namen uns nicht verraten wird, fasst einen kühnen Entschluss: Ich gehe jetzt da hinein! Ich muss ihn einfach sehen!

So wird sie an den Bediensteten des Pharisäers vorbeigerauscht sein. Sie hat ein Alabastergefäß mit wohlriechendem Öl dabei. Solche klei-
nen Duftflaschen waren damals bei den Damen groß in Mode. Doch auch zur Ehrung eines hohen Gastes wurden sie gerne verwendet.
Es war ein Zeichen besonderer Anerkennung, wenn man dem Be-
sucher bei der Begrüßung einige Tropfen des kostbaren Duftöls in die Haare träufelte.
Die besagte Dame jedenfalls stürmt zielgerichtet auf Jesus los. Vielleicht wird ihr erst jetzt im Angesicht der vielen böse drein-
blickenden Herren so richtig bewusst, wie wenig Aussicht auf ein Gespräch in dieser Situation besteht. Doch sie kann und will nicht zurück. Dieser Rabbi hat sie wie elektrisiert, und da muss sie jetzt durch, wenn sie sich die wohl einzige Gelegenheit nicht entgehen lassen will. Ihre todkranke Seele spürt es: Das ist jetzt der wichtigste Tag meines Lebens. Jetzt entscheidet es sich, ob ich die Kurve kriege oder nicht.
Die Frau reißt sich zusammen, so gut es ihr möglich ist. Gleich hat sie es geschafft, gleich steht sie bei ihm. Fast wie im Traum läuft das für sie ab. ...

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06.06.2010

Bischofsmord: Alles klar, oder ???

Beeindruckend schnell können Polizisten, Anwälte, Politiker und Reporter medizinische Diagnosen stellen. Zumindest im Falle von Morden an Christen, wie jetzt wieder in der Türkei geschehen.
Der Vorsitzende der dortigen katholischen Bischofskonferenz,
Luigi Padovese, ist am 3. Juni, am Fronleichnamstag, von seinem Fahrer erstochen worden.
Im Haus stach er mit solcher Wucht ein Obstmesser in den Hals des Opfers, dass die Klinge abbrach. Mit einem zweiten Obstmesser schnitt er ihm die Kehle durch, mit dem Ruf „Allahu Akbar“ (Gott ist groß).
Noch am gleichen Tag hieß es in den Medien, der Fall sei klar. Der Fahrer
sei schon länger in psychiatrischer Be-
handlung und habe in einem Anfall von religiösem Wahn gehandelt. -- Nicht nur bei Christen wecken solche Aussagen Misstrauen, denn mit dieser Erklärung ist man allzuschnell dabei. Auch der Bischofsmörder Murat Altun hat sich gerade mal
eine Woche vor der Schreckenstat eine psychiatrisch-ärztliche Bescheinigung ausstellen lassen, die manche als Versuch eines „Freifahrtscheines“ für ein Gerichtsverfahren ansehen.
„Geistige Verwirrung“ als Tatmotiv ist als Ausrede in solchen Fällen „schnell bei der Hand“, erklärt auch der Religionssoziologe Prof. Thomas Schirrmacher. Christliche Kirchen werden in der Türkei nach wie vor benachteiligt, wie auch Bischof Padovese gegenüber „Kirche
in Not“ erklärte: „Offiziell existieren wir gar nicht, wir haben keine Rechte…“
Da ahnte er noch nicht, wie bald das ganz besonders auf ihn ganz persönlich zutreffen würde. Beten wir für ihn und alle anderen verfolgten Christen.

Hier gibt’s weitere aufschlussreiche Informationen:

missio: Religionfreiheit in der Türkei…?
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Kirche in Not: Wir trauern …
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03.06.2010

Hallo, wer bloggt denn da?

In den Medien wird derzeit immer mal wieder gerne behauptet, es sei ein Blogger gewesen, der die Lawine zum Rücktritt des Bundespräsidenten losgetreten habe.
Darüber mag man wohl geteilter Meinung sein; klar ist aber, dass die "Blogger" für viele Leser interessant geworden sind.
Im Internet tummeln sich natürlich Hunderttausende von solchen Schreibern, darunter auch eine stattliche Anzahl, die sich ausdrücklich als Katholiken bezeichnen.
Die schaue ich mir gerne mal näher an. Und am
Montag, 14.Juni,
können Sie im "PREDIGTGARTEN" meinen Artikel dazu mit vielen Linktipps lesen.
Aber wer bloggt denn da? - Mich würde interessieren, welche Blogger meine Leser kennen und empfehlen würden.
Daher würde ich mich über Ihre Linktipps dazu sehr freuen; Sie können das Kontaktformular im rechten Infofeld dazu nutzen oder schreiben mir eine E-Mail.
Welche Blogs ich seit kurzem bereits lese, verrate ich Ihnen auch rechts im Info-Feld. Dort finden Sie
"Meine Blog-Liste", wo Sie diese Seiten direkt anklicken können.

Herzlichen Dank! - Der Predigtgärtner

02.06.2010

10. Sonntag im Jahreskreis C - 06.06.2010

1 Kön 17,17-24
Gal 1,11-19
Predigt zum Evangelium:
Lk 7,11-17


Evangelium: Lk 7,11-17
In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Nain; seine Jünger
und eine große Menschenmenge folgten ihm. Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! Dann ging er zu der Bahre und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück. Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.
Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Kommando „Leben“

Gehen Sie zu allen Vorsorgeunter-
suchungen? Lassen Sie sich regelmäßig von Arzt und Zahnarzt durch-
checken?
So heißt das in Neu-
hochdeutsch, wenn man auf Herz und Nieren und noch mehr untersucht wird. Da gibt es wohl auch so etwas wie Glaubensrichtungen; die einen tun’s, die anderen lassen es lieber bleiben. Beiden Gruppen kann es jedenfalls passieren, dass man als Kunde und Patient eines Tages nicht einfach nur ein Rezept mit-
bekommt, und alles wird schon wieder gut.
Stattdessen gibt’s dann etwa nach einer Blutuntersuchung auch schon mal den nötigen Klartext vom Doktor: „Vermeiden Sie ab sofort fettes und reichliches Essen!“ – Oder: „Treiben Sie Sport!“ oder: „Gehen Sie jeden Tag mindestens eine halbe Stunde an die frische Luft!“
Solche Sätze hört man möglicherweise nicht so gerne. Grammatikalisch sind es Befehlssätze, und die Tunwörter (Verben) drohen an, dass man jetzt selbst etwas tun muss. Unangenehmerweise stehen sie nämlich in der Befehlsform, im Imperativ. Da wird etwas angeordnet, da wird aufgefordert, auf jeden Fall etwas unbedingt zu tun oder auch zu lassen.

Natürlich haben Sie es gemerkt: Auch im heutigen Evangelium ha-
ben wir es mit solch einer Befehlsform zu tun, und das sogar gleich zweimal. Die beiden Anordnungen kommen in diesem Falle direkt von Jesus. Zu der trauernden Witwe sagt er ohne lange Umschweife: „Weine nicht!“ Und anschließend geht er zur Totenbahre des jungen Mannes, berührt sie und erteilt die Anordnung: „Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf!“
Schauen wir uns die Einzel-
heiten rund um diese Kommandos Jesu etwas näher an. Sofort fällt auf: Der Evan-
gelist Lukas vermeidet bei diesem Wunder, bei dieser Totenerweckung, jegliches Drumherum. Wir erfahren nur
das, worauf es wirklich ankommt. Noch nicht einmal den Namen der Witwe erfahren wir, auch nicht den des Verstorbenen oder wenigstens sein Alter. Nur durch das Kommando Jesu wissen wir: der Tote ist noch ein junger Mann. Den Ort des Geschehens verrät Lukas uns immerhin; es ist das Städtchen Nain, ein völlig unbedeutendes kleines Nest in Galiläa, etwa 10 Kilo-
meter von Nazareth entfernt.
Jesus ist mit seinen Jüngern und, wie Lukas ausdrücklich vermerkt,
mit einer großen Menschenmenge, gewissermaßen nur auf der Durchreise. Es ist fast so etwas wie ein Prozessionszug unter der Führung Jesu, der da von Ort zu Ort zieht. Unmittelbar vor dem Stadttor von Nain kommt es zu der schicksalhaften und ungeplanten Begegnung mit einem anderen Prozessionszug: Ein großer Leichen-
zug zieht gerade in die Gegenrichtung, hinaus zum Friedhof, der wegen der Reinheitsgebote immer außerhalb des Ortes lag.
Die beiden Menschenströme stoppen. Jesus sieht und hört eine verzweifelte Frau. Ihr Schreien, ihr Wehklagen ist herzzerreißend.
Das Schicksal hat diese arme Frau wirklich hart getroffen. Nicht genug damit, dass vor einiger Zeit ihr Mann und Ernährer starb. Als Witwe steht sie nun ganz unten auf der Skala der sozialen Anerkennung. Eine Absicherung wie heute gab es nicht. Damals war es so, dass der Mann für die Frau verantwortlich war und für sie zu sorgen hatte. Verstarb er, stand sie vollkommen hilflos und mittellos da. Da konnte eine Witwe von Glück sagen, wenn ihre Kinder für sie sorgten. Insbesondere dem ältesten Sohn kam üblicherweise diese Aufgabe zu.

Doch dann kommt der nächste erbarmungslose Schicksalsschlag.
Ihr einziges Kind, ihr Sohn, stirbt jetzt auch noch. Es ist eine Tragödie, wie diese Frau nun dasteht, ohne jede Hilfe, ohne jeden Schutz. Da kann sich jeder lebhaft vorstellen, wie sie geschrien haben mag: „Lieber Gott, nicht auch noch das! Warum nimmst du mir auch noch meinen Sohn, warum nimmst du nicht mich?“ -
Wenn jemand wirklich so ganz am Ende ist, dann ist sie das. Es ist, als würde ihr plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen. ....

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