25.07.2010

22.07.2010

17. Sonntag im Jahreskreis C - 25.7.2010

Gen 18,20-32
Kol 2,12-14
Predigt zum Evangelium:
Lk 11,1-13



Evangelium: Lk 11,1-13
Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat. Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Und erlaß uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.
Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts anzubieten!, wird dann etwa der Mann drinnen antworten: Laß mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen, und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm seine Bitte erfüllt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet, oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Passwort: Papa

Wenn man am Bankautomat Geld abheben will, dann braucht man eine passende Plastikkarte, EC-Karte genannt. Ohne die kommt man nach Schalterschluss erst gar nicht in die Bank hinein. Doch selbst wenn man sein Kärtchen in den passenden Schlitz geschoben hat, gibt’s noch lange kein Geld. Man kann soviel auf den Tasten herumtippen, wie man will – der Automat bleibt einfach stur und verweigert beharrlich jegliche Zusammenarbeit.
Das weiß bei uns doch fast jedes Kind: ohne das Eintippen der rich-
tigen Geheimzahl geht da gar nichts, genau wie an der Kasse beim Einkauf. Und vom Computer kennen wir es auch: Wer das richtige Passwort nicht weiß, der kann das Gerät womöglich überhaupt nicht starten.

Haben Sie eigentlich schon bemerkt, welches Passwort uns heute im Evangelium verraten worden ist? – Wahrscheinlich haben Sie es überhört, das heißt: Sie haben es zwar mit den Ohren gehört, ihm aber nicht die nötige Beachtung geschenkt. Das gesuchte Passwort heißt „Papa“! Gleich mehr dazu, jetzt erst einmal schön der Reihe nach.

Jesus ist wieder einmal ganz intensiv im Gebet. Seine Jünger warten in der Nähe. Als Jesus damit fertig ist, hält einer es nicht aus und bittet Jesus: „Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat.“ Oft genug haben sie mit ihm gebetet, und als Juden haben sie viele Gebete auswendig gelernt und immer wieder ge-
sprochen. Doch sie sehen: Das Gebet Jesu ist dagegen unglaublich konzentriert, anders als die vielen Sätze, die man immer wieder aufsagt.
Da ist es nur verständlich, wenn man Jesus um eine Art Anleitung bittet, wie man denn nun am besten beten soll. Worauf soll man denn besonders achten, wenn man zu Gott spricht? Und wenn ich Gott bitte, um was darf ich ihn über-
haupt bitten?
Jesus geht sofort auf die Frage ein. Und wie wir das von ihm gewöhnt sind, hören die Jünger von ihm jetzt keine abstrakte theologische Abhandlung, z.B. über die verschiedenen Formen des Gebetes. Jesus wird dagegen ganz konkret: „Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Und erlaß uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.“
Da haben wir es also, das Vaterunser. Wir sprechen es normalerweise allerdings etwas ausführlicher in der Fassung, die man im Evangelium nach Matthäus findet. In den ersten Jahren der Christenheit gab es also zwei Versionen, bis die längere sich durchgesetzt hat.

Erinnern Sie sich noch an das Passwort? Dieses Passwort, das Jesus hier verrät, heißt „Papa“. Natürlich steht in der Übersetzung, die wir eben gehört haben:Vater, dein Name werde geheiligt.“
Vater – das klingt insbesondere für die Menschen damals nach einer würdevollen Respektsperson, weit entfernt von den wirklichen täglichen Nöten seiner Kinder. Ein Patriarch ist das meistens, ein Familienoberhaupt, das ab und zu mal auf den Tisch haut und sagt, wo es lang geht. Ansonsten will er seine Ruhe haben und allerlei für ihn Wichtigeres tun.
Genau solch eine Sorte Vater meint Jesus eben nicht! - Genau hier liegt das Passwort, oder wenn man so will, der Schlüssel zum Verständnis des Vaterunsers. ...

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19.07.2010

Die Himbeeren sind schuld...

...wenn diesmal meine Predigtgedanken nicht am Mittwoch fertig sind. Manchmal ist es im Endspurt ganz schön knapp, aber bisher hat es immer geklappt. Immer - bis auf diese Woche!
Im Garten gibt es extrem viel zu tun. Die Hitze zwingt zu aus-
giebigen Wasserspenden an die Gewächse, das kostet natürlich
viel Zeit. Die hohen Temperaturen und die lange Sonnenscheindauer bewirken, dass jetzt alles wie mit Turbo-Antrieb reif wird. Während sich die Himbeeren-Ernte beispielsweise sonst über zwei Wochen hinzieht, muss das jetzt in 4 - 5 Tagen erledigt sein. Wenn nicht, kann man nur noch verschrumpelte Mumien ernten statt herrlich saftig-süßer Früchte...
...Und natürlich hat die Großfamilie auch einen Rechtsanspruch auf den Opa Predigtgärtner. Die Enkelkinder erwarten ordentliche Portionen an Spaß und Abenteuer.
Da kann man wirklich nicht "Nein" sagen, oder?
Na - jedenfalls müssen die Predigtleser diesmal bis Donnerstag gegen Mittag warten, bis sie lesen können, was mir im Predigtgarten gewachsen ist. Auch die kostenlosen E-Mail-Abos gehen erst dann raus. Ich bitte um Ihr Verständnis!

18.07.2010

Erhard's Gartentagebuch (2): Mir blüht was...

Nicht ohne Grund nenne ich mich "Predigtgärtner". Nicht nur Wörtliches wächst, sondern auch echte Natur zum Anfassen.
In meinem ersten Beitrag hatte ich auf meine Tomaten hingewiesen:
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Heute lasse ich mal Blumen sprechen:
Von der Bauernhortensie mit ihren riesigen weißen Blütenbällen bis hin zu den Dahlien, meinen Lieblingsblumen. Ca. 25 Dahliensorten blühen in meinem Garten in voller Pracht.
Deren Pflege ist wirklich simpel, und nach einer Winterpause im Keller erfreuen sie uns alle wieder mit ihrer Schönheit. Ein preiswertes jahrelanges Vergnügen... - Hier sehen Sie eine kleine Auswahl, heute (So, 18.7.) mit einer einfachen Digitalkamera aufgenommen.

14.07.2010

16. Sonntag im Jahreskreis C - 18.7.2010

Gen 18,1-10a
Kol 1,24-28
Predigt zum Evangelium:
Lk 10,38-42


Evangelium: Lk 10,38-42
In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf, und eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, daß meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überläßt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!
Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.


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Hausfrau im Stress

Ist Ihnen das auch schon passiert?
Es klingelt an der Haustüre, und unangemeldet steht Besuch vor Ihnen – vielleicht Freunde, die zufällig in der Gegend sind, auf der Durchreise in den Urlaub. Die Freunde sagen zwar: „Mach dir bloß keine Umstände!“, aber man weiß als Hausfrau oder Hausmann doch, was sich gehört. Natürlich sind die Reisenden durstig und hungrig, da ist es doch selbstverständlich, dass man was Ordentliches auf den Tisch bringt. – Was für ein Glück, dass wir heute Tiefkühltruhen, Kühlschränke und Konserven haben! In einer guten halben Stunde steht ein leckeres Essen auf dem Tisch, und in gelöster Stimmung erzählt man sich von alten Zeiten und von dem, was einem inzwischen so alles passiert ist.

Die Hausfrau in unserem heutigen Evangelium heißt Marta. Zusammen mit ihren jüngeren Geschwistern Maria und Lazarus bewohnt die wohl-
habende Marta ein schönes Haus in Bethanien, weniger als eine Stunde Gehweg von Jerusalem entfernt, an den Südosthängen des Ölberges.
Marta ist in ihrem Dorf eine geschätzte Gastgeberin, Gäste sind ihr immer willkommen. Auch Jesus ist nicht zum erstenmal bei den Geschwistern zu Gast. Sie haben sich sogar angefreundet, und im Johannes-Evangelium kann man nach-
lesen (Joh 11), dass die beiden Schwestern Jesus später zu Hilfe rufen werden, als ihr Bruder Lazarus schwer erkrankt und schließlich stirbt.
Dort lernt man Marta nebenbei gesagt auch von einer ganz anderen Seite kennen als heute: Sie ist es, die Jesus entgegeneilt, und sie ist es, die vor Jesus ein großartiges Bekenntnis ablegt (Joh 11,27): „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“

Jedenfalls kommt Jesus auch heute gerne hierher. Die herzliche Atmosphäre in diesem gastfreundlichen Haus tut auch ihm gut, und so macht er hin und wieder hier Station. Im heutigen Evangelium heißt es zu Anfang, „Marta nahm ihn freundlich auf“. - Sie ist offenbar die Haus-
herrin in diesem Geschwisterhaushalt, in dem allerdings heute der Bruder Lazarus nicht auftaucht.
Jesus ist gerade auf dem Weg nach Jerusalem und natürlich nicht alleine unterwegs. Seine Jünger begleiten ihn. Es sind also mit Sicherheit weit mehr als ein Dutzend hungrige Männer, die da in ihrem Dorf auftauchen und die freundliche Einladung erfreut annehmen.
Wie überall, so sind sie auch in diesem Dorf auf die Gastfreundschaft der Bewohner angewiesen.

Marta hat sich vorgenommen, diese Gäste zu verwöhnen, so gut es nur geht. Wann hat man schon solch lieben Besuch? – Also stürzt sie gleich in die Küche, während ihre Schwester Maria sich mit den Gästen unterhält. Jetzt kommt ein hartes Stück Arbeit auf die Hausfrau zu, vom Mehl mahlen bis zum Fladenbrot backen. Alles wird frisch zubereitet, da sich in der Hitze nichts lange lagern lässt. ....

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13.07.2010

Wo der Papst Urlaub macht

Ein Städtchen mit knapp 9.000 Einwohnern, nur 24 km von Rom entfernt, ist in den nächsten Wochen wieder das traditionelle Urlaubsziel des Papstes. Hier erholt sich Benedikt XVI. in der päpstlichen Sommer-Residenz.
Klar, es handelt sich um Castel Gandolfo in den Albaner Bergen. Die Residenz besteht eigentlich aus drei großen Villen. Mit zum Besitz gehört eine schöne Gartenanlage, immerhin 30 Hektar groß.
21 Angestellte sorgen für den Papst, kümmern sich aber auch um die Pflege des Anwesens. Ein geschichtsträchtiger Ort, denn hier handelt es sich um eine ehemalige Villa des römischen Kaisers Domitian (81-96 n.Chr.), um 1200 zum Schloss der Adelsfamilie Gandolfi um-
gebaut. Als ihre Nachfolger ihre beachtlichen Schulden
beim Vatikan nicht bezahlen konnten, beschlagnahmte dieser das Anwesen 1596 und nahm es in seinen Besitz, und so verbringen seit 1626 die Päpste hier gerne den heißen Sommer bei deutlich niedrigeren Temperaturen als in Rom – und genießen dabei den herrlichen Ausblick auf den Albaner See.

Ich habe nachfolgend einige Linktipps dazu gefunden, darunter
auch dieses Video, das einen recht guten Überblick über die Anlage ermöglicht: >> BITTE KLICKEN !

.... und hier geht's auf der Fortsetzungsseite zu 9 weiteren Linktipps zum Thema >> BITTE KLICKEN !

12.07.2010

Katholische Blogger - 2.Teil

Am 14. Juni gab’s meine erste Liste katholischer Blogger, online an-
klickbar im „PREDIGT-
GARTEN“
:
Unter der Überschrift „Katholische Blogger – so bunt wie das Leben“ präsentierte ich eine Liste von immerhin 74 Blogs. Nachzulesen und sofort
erreichbar >> BITTE KLICKEN !

Erfreulicherweise gibt’s heute schon den ersten Nachtrag
mit weiteren 51 Blogs (Stand vom 11.7.2010), denn in der Blogger-Szene tut sich was.


1 Lux Veritas
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2 Jesum habeamus socium
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3 Tagebuch eines Landpfarrers II
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4 Kaplan Tobias Hopmann
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5 Mit elektrischer Feder
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6 Bet für mich
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7 Viridissima Virga
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8 Klosterhof Oberwöllstadt
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9 Non Draco Sit Mihi Dux
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10 Theology and Church
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11 Zeitzubeten
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12 Puteus aquarum viveventium
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13 Der junge Bruder in Washington
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14 Der gerade Weg
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15 Notizen eines Erzkonservativen
>> BITTE KLICKEN !
16 Pange Lingua
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17 Weg Wahrheit Leben
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18 Summorum Pontificum
19 Thomas Matterne
>> BITTE KLICKEN !
20 lux aeternitatis
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21 Gedanken eines Dorfpfarrers
>> BITTE KLICKEN !

Die restlichen 30 neuen Blogs dieses Nachtrags finden Sie auf der Fortsetzungsseite. >> BITTE HIER KLICKEN !


11.07.2010

Armer Vatikan: Idee zum Schuldenabbau

Der Vatikan ist mit seinem Haushalt deutlich in den roten Zahlen: Den Einnahmen von 250 Millionen Euro stehen derzeit für 2009 Ausgaben von 254 Millionen Euro gegen-
über. Das meldete z.B. Radio Vatikan >> BITTE KLICKEN !
Ich habe mir gerade mal angesehen, was allein die Deutsche Bischofskonferenz (Verband Deutscher Diözesen) so verbraucht
>> BITTE KLICKEN !
Wenn man da rechnet, könnte man auf eine Idee kommen...

Tag der Autobahnkirchen

Hätten Sie's gewusst? Heute, am 11. 7., ist der "Tag der Autobahn-
kirchen
". Über eine Million Be-
sucher werden Jahr für Jahr allein in Deutschland gezählt. Aus diesem Anlass überträgt das ZDF ab 9.30 Uhr einen Gottesdienst aus einer dieser Kirchen. Einen guten Artikel findet man aktuell beim Kölner "domradio"

>> BITTE KLICKEN !
Wer eine kommentierte Liste der Autobahnkirchen sucht, wird hier fündig >> BITTE KLICKEN !
Allgemeine Informationen gibt's dazu hier: >> BITTE KLICKEN !

09.07.2010

Eine ganz unglaubliche Geschichte

Natürlich ist das Nachfolgende alles völlig frei erfunden, und jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen wäre ganz bestimmt auch rein zufällig und total unbeabsichtigt.

Opa Notker genießt seinen Ruhestand. Wenn er denn dazu kommt. Manchmal plagen ihn des Nachts schwere Träume, und wenn er an die Kirche denkt, ganz besonders schwere Träume. Sein Enkelkind Mia-Maria ist acht Jahre alt und wohnt mit ihren Eltern nur eine Straße weiter. Kein Wunder also, wenn sie ihren Opa fast täglich besucht und ihm dabei riesengroße Löcher in den Bauch fragt.

Opas haben ja immer Zeit, findet Mia-Maria. Fast könnte man sagen: Opas warten geradezu händeringend darauf, von ihren Enkelkindern in alle möglichen und unmöglichen Gespräche verwickelt zu werden. Immer seltener erfüllt sich Opa’s sehnsüchtige Hoffnung, einigermaßen heil aus solchen Befragungen herauszukommen.

Heute ist es mal wieder soweit. Mia-Maria hat etwas aufgeschnappt. „Du, Opa…“, beginnt sie mal wieder, und Opa Notker weiß dann schon, es ist gleich Alarmstufe Rot. „Du, Opa, macht dieser Bischof jetzt auch eine Auszeit?“ – Opa Notker ist irritiert. Mia-Maria klärt ihn schnell auf: „Mama hat gesagt, da ist in Bajuwarien ein Bischof, Reiner Murx, und der hat vor ein paar Wochen einem anderen Bischof gesagt, der sollte doch besser eine Auszeit nehmen.“

Opa Notker kann noch nicht folgen und zuckt mit den Achseln. „Aber Opa! Mama sagt, jetzt gerade hat aber dieser Bischof selbst zum zweiten Mal vom Vatikan geschimpft bekommen. Dann wäre es doch gut, wenn er jetzt auch mal eine Pause macht, oder?“ Opa Notker windet sich: „Aber Mia-Maria, das ist doch etwas schwieriger, als du denkst. Dieser Bischof wollte doch nur Ordnung halten in seinem Bistum, und deshalb….“

Mia-Maria fällt ihm ins Wort: „Ja,ja, ich weiß, und deshalb hat er zwei wichtige Leute im Kloster Etberg so lange überredet, bis die zurückgetreten sind, obwohl sie doch alles richtig gemacht haben, wie der Vatikan jetzt sagt. Mama sagt…“

„Moment“, holt Opa Notker jetzt Luft, „das hat er eben damals nicht so genau gewusst.“ Mia-Maria stutzt: „Ach, und dann darf man als Bischof diesen Leuten sowas Böses antun? Was meinst du, wie die sich dabei gefühlt haben? Und das ganze Kloster?!“ - Opa Notker weiß: hier hat er ziemlich schlechte Karten. War ja auch ein Hammer, als Bischof so wild dreinzuschlagen. Von wegen christlichem Vorbild und so.

Da hat er eine Idee. Etwas zaghaft meint er: „Warte doch einfach mal ein paar Tage ab, Mia-Maria. Bestimmt wird er öffentlich ganz deutlich bei den Klosterleuten um Entschuldigung bitten, und vielleicht lädt er sogar alle dann mal zum Essen ein.“

Mia-Maria guckt etwas misstrauisch: „Meinst du wirklich?“ - Opa Notker nickt so heftig, wie es ihm möglich ist. Mia-Maria schaut ihn ziemlich kritisch an. Dann setzt sie den vorläufigen Schlusspunkt: „Na gut, Opa, wir können ja einfach um 2 Euro wetten. Also ich wette dagegen…“

Im Internet habe ich noch ein paar Geschichten entdeckt.

Ob die auch erfunden sind…?

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Nachtrag: Schweres Geschütz: "...Der Fatzke aus München"
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Zu meiner Überraschung haben diese Blogger ihren Beitrag einige
Zeit später durch ein Passwort gesperrt, sodass man ihn nicht mehr lesen kann. Da mag sich jeder seinen Teil denken. Es ging in der Hauptsache darin um die Einführung des neuen Bischofs von Augsburg, die eigentlich nach dem Kirchenrecht spätestens bis Anfang Oktober (drei Monate nach seiner Ernennung) stattfinden müsste.
Nun hat der Vatikan sich so beeilt, aber unglücklicherweise hat Erzbischof Marx erst am 23. Oktober Zeit dafür...
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07.07.2010

15. Sonntag im Jahreskreis C - 11.7.2010

Dtn 30,10-14
Kol 1,15-20
Predigt zum Evangelium:
Lk 10,25-37


Evangelium: Lk 10,25-37
In jener Zeit wollte ein Gesetzeslehrer Jesus auf die Probe zu stellen. Er fragte ihn: Meister, was muß ich tun, um das ewige Leben zu ge-
winnen? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach, und du wirst leben. Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen.
Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter. Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Am andern Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT

Handle genauso!

Die Bayern haben kürzlich in einem Volksentscheid abgestimmt und sich jetzt mehr-
heitlich für einen ganz strikten Nichtraucherschutz entschieden.
In Gaststätten und öffentlichen Gebäuden darf nun grundsätzlich und ausnahmslos nicht mehr geraucht werden.
Da die einzelnen Bundesländer dafür zuständig sind, gibt es derzeit in den deutschen Landen verschieden strenge Regelungen, je nach dem Ort, an dem man sich gerade aufhält. Also gut aufpassen, wo man sich eine anzündet – im Nachbarort jenseits der Landesgrenze kann es teuer werden!

Gesetze und Vorschriften zu beachten, ist nicht immer ganz einfach. Der jüdische Glaube kennt auch zahlreiche Verhaltensregeln, insgesamt über 613 sind es wohl, z.B. genaue Regeln zum Verhalten am Sabbat. Im heutigen Evangelium kommt nun ein Experte zum Zug. Er ist ein Gesetzeslehrer, also einer, der die in der Tora aufgeführten Gesetze für die tägliche Praxis auslegt. Er hat Jesus sicher schon eine ganze Zeitlang interessiert zugehört und möchte diesem Wanderrabbi jetzt etwas auf den Zahn fühlen.
Er spricht ihn dabei ausdrücklich mit „Meister“ an, was darauf hin-
deutet, dass er ihm damit Respekt zollen will. Anhand der gleich erhofften Antwort Jesu auf eine entscheidende Grundsatzfrage will der Gesetzeslehrer die Autorität Jesu für sich besser einschätzen.
Die Testfrage an Jesus lautet: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“
Man darf ruhig davon ausgehen, dass der Mann es ernst meint. Schließlich strengt er sich Tag für Tag an, um alle Gebote zu erfüllen. Er hat für sich ein klares Lebensziel vor Augen, im Gegensatz zu vielen Menschen heute: Der Gesetzeslehrer will das ewige Leben bekommen, er will in den Himmel kommen. Dafür ist er zu vielen Opfern bereit.

Wie in einem Lehrgespräch damals üblich, stellt Jesus ihm eine Gegenfrage, um zu signalisieren: Denke einmal nach – ich bin mir sicher, du weißt das längst! - Jesus sagt: „Was steht im Gesetz?
Was liest du dort?“

Das ist natürlich für den Gesetzeslehrer eine der leichtesten Übungen, die wichtigsten der Zehn Gebote aufzusagen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.“
Jesus antwortet ihm dementsprechend: „Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben.“
Wer also die Zehn Gebote in seinem täglichen Leben wirklich beachtet, der gewinnt für sich das ewige Leben, der ist schon auf dem Weg zu Gott, der ist schon gerettet. Der Gesetzeslehrer weiß auch das natürlich, aber mit der Antwort Jesu ist er noch nicht zufrieden. Es gibt da für ihn und auch für uns ein handfestes Problem, und das spricht er jetzt aus: „Und wer ist mein Nächster?“
Ja, wer ist das, mein Nächster? Damals bezogen die meisten den Begriff speziell auf ihre jüdischen Glaubensbrüder. Ungläubige fielen für sie ausdrücklich nicht darunter. Um wen muss ich mich also kümmern, wenn er in Not ist, und wo ist meine Zuständigkeit überschritten?
Das will der Gesetzeslehrer jetzt doch mal aus Jesu Mund hören, das will er doch mal von diesem berühmten Rabbi geklärt haben. Man kann sich ja schließlich nicht um die ganze Welt kümmern.
Jesus antwortet ihm und uns, wie er das gerne macht: mit einer kurzen, anschaulichen Geschichte. Ob das tatsächlich genauso passiert ist oder ob Jesus sich das gerade in diesem Moment zur Erläuterung ausgedacht hat, ist dabei nicht entscheidend. Worauf es ankommt, das ist die Aufforderung Jesu am Schluss: Genauso sollst auch du handeln! So meint Gott das mit der Nächstenliebe!

Was Jesus da erzählt, das kennt natürlich jedes Kind. Dutzende Male hat das jeder im Laufe seines Lebens gehört, im Religionsunterricht und in der Kirche. Und da ist die Gefahr groß, dass man jetzt inner-
lich abschaltet. Alles klar, das kenne ich doch längst, das kann ich abhaken.
Achten wir auf die Feinheiten der Geschichte, denn gerade sie zeigen deren ganze Brisanz!

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05.07.2010

Erhard's Gartentagebuch: Tomaten (1)

Ab und zu wird man nun in meinem Blog daran erinnert, warum ich mich "Predigtgärtner" nenne. Nicht nur Predigten "wachsen" bei mir, sondern im realen Garten auch ganz reale Pflanzen. - Den Tomaten geht's so richtig gut. Sie haben jetzt ihre Endhöhe von ca. 1,70 m erreicht und blühen wie verrückt. Seit fast 30 Jahren werden wir jedes Jahr mit unglaub-
lich aromatischen Früchten in riesi-
gen Mengen ver-
wöhnt. Zum Glück kann man Tomaten pürieren und dann einfrieren - im Winter gibt's dann auch zur Freude unserer Gäste immer noch die würzige Tomatensuppe...

Elternvorbild wichtig für Kinder

Überrascht Sie das wirklich? Gestresste und kranke Kinder - verantwortlich für die Misere sind die Eltern. Das jedenfalls fand eine Familienstudie aktuell heraus, die im Auftrage der AOK über 2000 Väter und Mütter befragte.
Die Einstellung und das Verhalten der Eltern wirken sich demnach förderlich oder hinderlich auf das Stress- und Lernverhalten aus, aber auch auf die Gesundheit, wie z.B. Übergewicht.
Sensationell neu ist diese Erkenntnis wohl eher nicht, aber es wäre
zu wünschen, dass viele Eltern darüber gründlich nachdenken.
Gemeinsame Mahlzeiten, feste Regeln und Rituale im Alltag, das gemeinsame Verbringen von Freizeit usw. - all dies fördert die körperliche und seelische Gesundheit der Kinder.
Hinzuzufügen wäre noch, dass auch das religiöse Vorbild der Eltern für die Entwicklung entscheidend ist, siehe z.B. das rasante Abbröckeln der Gottesdienst-Teilnahme sofort nach der Erstkommunion.
Hier gibt's z.B. einen "FOCUS"-Artikel über die neue Studie:
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01.07.2010

Bistum Osnabrück: Der Bischof als neuer Blogger

Hinweis: Meine Predigtgedanken zum 14. So. C am 04.07.
finden Sie z.Z. weiter unten!

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Bischof Dr. Franz-Josef Bode
ist unter die Blogger gegangen!
Wie man oben sieht, betreibt das Bistum Osnabrück nun auch ein "Bistumsblog", wie dies kurz und bündig genannt wird.
Mit zu den Autoren, die sich da in die Blogosphäre wagen, zählt auch Bischof Dr. Franz-Josef Bode, im Blog mit dem Kürzel "bibo" vertreten.
In seinem zweiten Beitrag vom 30. Juni schreibt er unter anderem:
"Es ist spannend, auf Kommentare zu warten." - Man selbst darf also auch gespannt sein! Auf jeden Fall: Herzlich willkommen - und
viel Freude!

Das (oder der?) Blog ist natürlich auch auf meiner Seite dauerhaft direkt verlinkt, und zwar in "Meine Blog-Liste 2" auf meiner Fortsetzungsseite "Mehr Predigtgarten".
Aktuell geht's auch hier zum "Bistumsblog": >> BITTE KLICKEN !
Meinen Beitrag "Katholische Blogger - So bunt wie das Leben"
mit einer Liste von immerhin 74 Blogs (Stand: 12.6.2010) finden Sie übrigens hier >> BITTE KLICKEN !
Die Liste wird demnächst aktualisiert. Sie können diese als pdf- oder Word-Dokument bei mir anfordern.