30.08.2010

23. Sonntag im Jahreskreis C - 5.9.2010

Weish 9,13-19
Phlm 9b-10.12-17
Predigt zum Evangelium:
Lk 14,25-33


Evangelium Lk 14,25-33:
In jener Zeit, als viele Menschen Jesus begleiteten; da wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.
Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, daß er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.
Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehn-
tausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Ge-
sandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.
Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.


Kostenvoranschlag

Haben Sie schon mal vom „Kochender-Frosch-Syndrom“ gehört?
Bei der Vorbereitung der heutigen Predigt habe ich es gefunden. Ich möchte das wirklich nicht praktisch nachkontrollieren: Da haben angeblich Wissenschaftler festgestellt, wie man einen Frosch dazu bekommt, bei lebendigem Leib gekocht und damit getötet zu werden.
Wenn man den Frosch in einen Topf mit heißem Wasser wirft, heißt
es da, dann springt er blitzschnell wieder heraus, um sein Leben zu retten. Setzt man den Frosch dagegen in angenehm kaltes Wasser und erhöht nur ganz langsam die Temperatur, dann bemerkt der Frosch die ihm drohende Gefahr nicht rechtzeitig. Er bleibt unbesorgt im Wasser sitzen, bis es ihn schließlich sein Leben kostet.
Und nun sagen einige Sozialwissenschaftler und Wirtschafts-Experten, dass auch wir Menschen in der Gefahr sind, ein Opfer des „Kochender-Frosch-Syndroms“ zu werden.

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist die Banken- und Finanzkrise der Jahre 2008/2009. Nur ganz langsam hat sich das mit den vielen faulen Krediten und Häuser-Notverkäufen über Jahre immer weiter hoch-
geschaukelt, und niemand wollte die Bedrohung wahrhaben, bis eines Tages die rasante Talfahrt der Börsenkurse begann, gefolgt von vielen Bankenpleiten und ihres Vermögens beraubten Kleinanlegern.
Einen schleichenden lebensbedrohlichen Prozess nicht rechtzeitig zu erkennen – das ist eine Gefahr z.B. auch für Firmen, die nicht früh genug neue und bessere Produkte auf den Markt bringen, wie man an der Krise einiger Autohersteller sehen kann. Doch auch jeden einzelnen von uns kann es betreffen, z.B. wenn wir nicht rechtzeitig eine gefährliche Erkrankung bemerken und behandeln lassen.

Was das mit dem heutigen Evangelium zu tun hat?
Wie wir alle wissen und auch an uns selbst wohl schon erfahren haben, ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Da gibt es in uns eine Art psychische Schwerkraft, eine bequeme Trägheit und die Tendenz, möglichst wenig zu ändern, so lange wir so, wie es ist, doch ganz zufrieden leben können. ...

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29.08.2010

Lustobjekt Priesterkommunion

Sie kennen vielleicht das Schild an manchen Kirchentüren in Touristen-Hochburgen: „Herzlich willkommen! Wir möchten aber darauf hinweisen, dass in der Kirche keine Gelegenheit zum Schwimmen gegeben ist. Daher bitten wir Sie, die Kirche nicht in Strandbekleidung zu betreten.“
Ja, da herrscht bei praktizierenden Katholiken gleich gemein-
schaftliches Aufstöhnen: Unglaublich, was sich die Leute so alles in der Kirche leisten, vom klingelnden Handy bis zur Mitnahme der hl. Hostie.
Hier im „PREDIGTGARTEN“ werde ich von Zeit zu Zeit immer mal wieder einen Aspekt herausgreifen, um im Kommentar aus meiner Sicht vor liturgischer Verwahrlosung zu warnen.

Doch es ist nicht nur das Kirchen-
volk, bei dem man ins Grübeln kommt, sondern mittlerweile auch bei den Priestern selbst.
Es scheint, als gäbe es da eine Art Seuche, die sich immer weiter ausbreitet, die offenbar hoch-
ansteckend ist. Offiziell hat sie keinen Namen. So nenne ich sie mal
„Liturgie-Design“. - Besucht man die Heilige Messe, muss man entsetzt zur Kenntnis nehmen, was da mittlerweile an verschiedenen Orten alles im Angebot der liturgischen Heimwerker-Priester ist.
Zu befremdlichen Handhabungen des Friedensgrußes habe ich mich schon früher geäußert: „Spaziergang – Beobachtungen beim Friedensgruß“ >> BITTE KLICKEN !

Im heutigen Artikel geht es um die Priesterkommunion, genauer: um deren Zeitpunkt innerhalb der Heiligen Messe. ...

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27.08.2010

Beten mit Computer - per Mausklick beten und beten lassen

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HINWEIS: DIE PREDIGT ZUM 22. SONNTAG AM 29.8. STEHT WEITER UNTEN !

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Nicht nur in den USA haben Internetseiten
mit Gebetsmög-lichkeiten schon seit einigen Jahren rasant steigende Besucherzahlen. - Das Internet als Ort des Gebetes? Der Trend ist jedenfalls unverkennbar. Nicht nur Klostergemeinschaften bieten einen Gebets-Service an, bei dem sie dem Besucher per online-Formular oder E-Mail-Kontakt zusagen, sein Anliegen in ihr fürbittendes Gebet aufzunehmen.
Man kann auch auf etlichen Webseiten von Gemeinden und kirch-
lichen Organisationen Gebetsbitten äußern oder wie z.B. bei „Kirche in Not“ eine virtuelle Kapelle betreten: >> BITTE KLICKEN !
Per Mausklick zündet man dort eine Kerze an und kann anschließend sein Anliegen eintragen.
Einen ähnlichen „Kerzentisch“ findet man z.B. auch bei „KIP-TV“ („Katholische Kirche im Privatfernsehen“) >> BITTE KLICKEN !
Hier werden täglich mehr als 100 Kerzen entzündet, verrät die Nutzer-Statistik.
In diesen virtuellen Kirchenräumen wird natürlich nicht nur für sich selbst gebetet, sondern auch für andere, etwa für liebe Menschen in schwierigen Situationen.
Doch auch ein ganz konkreter E-Mail-Kontakt mit einem Seelsorger
ist online möglich, z.B. bei der „Arbeitsgemeinschaft Christliche Online-
beratung“, zu der sich u.a. mehrere Bistümer zusammengeschlossen haben: >> BITTE KLICKEN !
Und wer das Ganze doch eher schmunzelnd sehen möchte, der kann sich an einem „Gebet-Generator“ um eine Formulierung bemühen:
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Bedeutet diese neue Entwicklung, dass sich die Internet-Nutzer weiter von den Kirchen entfremden? - Umfragen in Deutschland zeigen, dass solche Angebote von etwa 88 % der Befragten nur als Ergänzung, nicht aber als Verdrängung der realen kirchlichen Angebote gesehen werden. Dies ergab jedenfalls eine Studie der Universität Bonn
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Wem etwas auf der Seele brennt, der nutzt das Internet nicht nur, weil es schnell und unkompliziert zur Verfügung steht, sondern möglicher-
weise auch wegen einer gewissen Anonymität. Nicht jeder kann und will einen örtlichen Seelsorger wegen einer Gebetsbitte ansprechen. Die zahlreichen Fürbitt-Angebote bestätigen diesen Bedarf. ...

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26.08.2010

Ein Klosterleben ganz für Gott

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Hinweis: Die Predigt zum 22. So. C am 29.8. steht weiter unten!
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Beeindruckendes Lebenszeugnis (8-min.-Video des ORF) über die junge Nonne Maud, die sich im Interview sehr offen und persönlich über ihr tägliches Leben in der Stille und Einsamkeit des Karmel äußert:

25.08.2010

26. August: Mutter Teresa würde 100

Am Donnerstag, 26. August 2010 wäre der 100. Geburtstag von Mutter Teresa. Dazu einige ausgewählte interessante Materialien / Linktipps:
„missio“: Ikone der Nächstenliebe
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„Monat der Weltmission 2010 – Geh und handle genauso“
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Gespräche über Mutter Teresa
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Friedens-Nobelpreis 1979
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Video bei „Gloria-TV“
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…und bei „Youtube“…


22. Sonntag im Jahreskreis C - 29.8.2010

Sir 3,17-18.20.28-29
Hebr 12,18-19.22-24a
Predigt zum Evangelium:
Lk 14,1.7-14


Evangelium Lk 14,1.7-14:
Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlaß, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen:
Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müßtest den untersten Platz einnehmen.
Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT


Benimm dich!


Schon wieder so einer!
Gerade fährt man auf der vollen Autobahn Richtung Urlaub und zieht auf der Überholspur an einem Lastwagen vorbei, da kommt er von hinten mit 180 Sachen angeprescht.
Wir dürfen uns nicht nur davon überzeugen, dass seine Lichthupe prächtig funktioniert.
Nein, er fährt auch noch so dicht auf, dass man annehmen muss,
da will jetzt jemand in unseren Kofferraum umsteigen.
Einfach nur nervig ist diese Drängelei, und hochgefährlich obendrein.
Die Autobahn-Drängelei ist dabei nur ein Symptom von vielen für unsere heutige Ellenbogen-Gesellschaft. Mein Auto ist größer, schöner, teurer und stärker als deins, also mach gefälligst Platz,
du Durchschnittsbürger!

Solche Leute, die vor Wichtigkeit nur so strotzen, gab es zu allen Zeiten. Im heutigen Evangelium begegnen wir diesen Bürgern erster Klasse auch. Weil man heute mit englischen Begriffen viel mehr Eindruck macht, erkläre ich sie hiermit zu damaligen VIP’s , also zu „very important persons“.
Bei uns heute werden solche Menschen von den Normalbürgern abgeschottet. Es gibt dicke Mauern, Wachpersonal, Extra-Räume
auf dem Flughafen usw. Schließlich will man unter sich bleiben.
Die anderen können einen aber gerne z.B. im Fernsehen bewundern, wenn Stars und Sternchen ihren inszenierten Auftritt haben.
Jesus macht auch um solche Menschen keinen Bogen. Wenn er eingeladen wird, drückt er sich nicht. ...

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