31.12.2010

2011: Willkommen aus Gottes Hand !

Die aktuellen Predigten stehen weiter unten!

Allen Leserinnen und Lesern zuerst einmal ein herzliches "Danke"
für das Interesse im Jahr 2010, für viele freundliche E-Mail-Kontakte und für die guten Wünsche.
Ihnen allen, und auch den netten Blogger-Kolleginnen und -kollegen wünsche ich von ganzem Herzen ein gesegnetes Jahr 2011!
Aus Gottes Hand heiße ich das kommende Jahr 2011 willkommen. Was es auch bringen mag an Leid und Sorgen, an Freude und Hoffnung - es ist gut, wie es von ihm kommt.

Dietrich Bonhoeffer hat es einfach unglaublich treffend formuliert:

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Text: Dietrich Bonhoeffer (1944) 1945/1951

.... wer die Noten dazu sucht >>> BITTE KLICKEN !

30.12.2010

Kapuziner: Neue Mönche per Stellenanzeige gesucht

Die aktuellen Predigten stehen weiter unten!

Ganz schön pfiffig sind (nicht nur) die Kapuziner!
Das beweist z.B. die lustige Anekdote "Kapuzinerschläue" (siehe nachfolgenden Artikel). Vor kurzem hat der katholische Brüderorden, dem wie anderen Orden so langsam der Nachwuchs ausgeht, mit einer unkonventionellen Werbekampagne auf sich aufmerksam gemacht:

Ordensnachwuchs per Stellenanzeige suchen - so abwegig ist das offensichtlich nicht: Vom Medienecho wurden die Kapuziner regelrecht überrollt - weltweit wurde darüber berichtet, z.B. auch in Australien
>>
BITTE KLICKEN !
Über 150 Medienauftritte, Interviews usw. hatte der Mediensprecher der Kapuziner nach der Veröffentlichung zu absolvieren. Die vorläufige personelle Bilanz der Aktion: 21 Personen haben sich beworben, und nach erster Einschätzung der Kapuziner sind darunter 6 Kandidaten, die durchaus für das Ordensleben geeignet erscheinen.
Ganz billig war die Kampagne natürlich nicht. Die Finanzierung wird unter anderem durch den Verkauf von "Fan-Artikeln" der Kapuziner gesichert. Hier geht's zum Shop >> BITTE KLICKEN !

Kapuzinerschläue

Aktuelle Predigten: weiter unten!

„Kapuziner sind schon eine besondere Rasse unter den Ordensleuten. Uns auf einen Nenner zu bringen, dürfte kaum gelingen. Manches aber zeichnet uns von Anfang an aus: volksverbunden (weil gott-
verbunden), humorvoll (weil realistisch), pragmatisch (weil weltoffen)“, so die Vorworte von Provinzial Br. Christophorus Goedereis zu einem Büchlein mit zahlreichen Anekdoten aus dem Kapuzinerleben.
Christina Kupczak und Pater Amandus haben es zusammengestellt: „Kurz hier – schnell fort – ewig dort!“ – Daraus die nachfolgende Episode zum Schmunzeln:

Kapuzinerschläue
In Rom findet ein internationaler Kongress zum Thema „Praktische Aspekte der franziskanischen Armut“ statt. Teilnehmer aus aller Herren Länder und aus allen franziskanischen Orden machen sich auf den Weg. Wie der Zufall es will, treffen zwei Franziskaner und zwei Kapuziner im selben Zugabteil aufeinander. Wer nun die inter-
franziskanischen Foppereien um die Frage „Wer sind die eigentlichen Söhne des hl. Franziskus?“ kennt, wird sich vorstellen können, dass man schnell bei der Sache ist (zumal das Thema des Kongresses diese Frage schon von selber aufwirft).
Nach kurzer Zeit stellt sich im Gespräch heraus: Die beiden Franzis-
kaner reisen mit zwei Fahrkarten, die beiden Kapuziner haben gemein-
sam nur eine Fahrkarte. Womit einmal bewiesen wäre: Die Kapuziner haben in Sachen franziskanische Armut mal wieder die Nase vorn. Umso spannender aber die Frage: Was machen die beiden Kapuziner, wenn die Fahrkartenkontrolle kommt? ...

Weiterlesen? - Gerne >>> BITTE HIER KLICKEN !

29.12.2010

Tagestour Jerusalem - Bethlehem

Die aktuellen Predigten stehen weiter unten!

Zwischendurch einfach mal ein paar schöne und informative Bilder:
ein 10-Minuten-Video über eine touristische Tagestour Jerusalem und Bethlehem.

2. Sonntag nach Weihnachten - 02.01.2011

Predigt zum 1.1.: Hochfest der Gottesmutter Maria: weiter unten!
Sir 24,1-2.8-12
Eph 1,3-6.15-18
Predigt zum Evangelium:
Joh 1,1-5.9-14

Evangelium Joh 1,1-5.9-14 (Kurzfassung):
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.


MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT:

Gott zeltet seit Weihnachten

Zuerst einmal darf ich Ihnen allen heute von Herzen gesegnete Weihnachten wünschen! - Nein, ich habe mich nicht im Kalender geirrt und erinnere mich durchaus noch an den diesjährigen Heiligen Abend. - Diejenigen, die man heutzutage wohl neuhochdeutsch als „Insider“ bezeichnen würde, wissen es natürlich: der Weihnachts-
festkreis endet erst mit dem Fest Taufe des Herrn, diesmal also
am 9. Januar.
Am heutigen 2. Sonntag nach Weihnachten steht sogar noch einmal das Weihnachtsevangelium auf dem Leseplan der Kirche. Doch wir müssen bei diesem Evangelium ganz ohne Engel auskommen, ohne Krippe mit Ochs und Esel, ohne Hirten auf dem Felde, ja – sogar ohne Maria und Josef!
Ganz unromantisch und philosophisch kommt das Weihnachtsevan-gelium des Johannes daher. Wer am 1. Weihnachtstag die Hl. Messe „Am Tag“ mitgefeiert hat, der hat heute denselben Text sogar zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit vor sich. Das unterstreicht die große Bedeutung, die das heutige Evangelium hat. Doppelt genäht hält besser, sagen wir gerne. Oder anders ausgedrückt, genau wie in der Schule: was wiederholt wird, das sitzt eben besser.
Doch wir haben schwere Kost vor uns. Immer wieder ist vom Wort die Rede, das bei Gott war und zu uns gekommen ist. Da denkt man natürlich schnell an die Erfahrungen, die wir alle mit Worten haben. Jetzt, am Anfang des neuen Jahres, haben etliche Bürger wieder allerhand gute Vorsätze gefasst: Man will kürzer treten, mehr Zeit für die Kinder
haben, man will sich mehr bewegen, sich gesünder ernähren, vielleicht ein paar Kilo abnehmen, weniger Alkohol trinken und wer weiß was sonst noch.
Doch Jahr für Jahr machen die meisten von uns die bedauerliche Erfahrung, wie wenig wir selbst unseren eigenen Worten trauen können. Der Geist ist zwar willig, doch das Fleisch ist schwach. Die guten Vorsätze werden nur von einer Minderheit wirklich durchgehalten.
Sprache dient der Verständigung, der Kommunikation. Doch wohin wir auch schauen: wir haben Probleme mit Worten. Wie wir bei den guten Vorsätzen gesehen haben, bleibt nicht nur bei Politikern von großen Worten oft nur wenig übrig. Manchmal, da fehlen auf einmal die Worte oder sie werden gebrochen. Oft meinen wir, der Worte sind genug gewechselt, und wir schreiten zur Tat, die jedoch erfahrungsgemäß meistens eher eine Untat ist. Und dafür findet man dann bald keine Worte mehr!
Häufig wird es sogar hoch und heilig versprochen: Da gebe ich dir mein Wort drauf! Doch wenn der andere ihn dann beim Wort nimmt,
dann ist dem gegebenen Ehrenwort die Ehre häufig genug abhanden gekommen. ...

Weiterlesen? - Gerne! >>> BITTE HIER KLICKEN !


28.12.2010

Hochfest der Gottesmutter Maria - 1.1.2011


Num 6,22-27
Gal 4,4-7
Predigt zum Evangelium:
Lk 2,16-21



Evangelium Lk 2, 16-21: So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.

GEDANKEN ZUR PREDIGT

7 Minuten ziehen lassen…

Wahrscheinlich haben Sie schon mal Tee zubereitet. Auf den Packungen können wir nachlesen, dass z.B. der Kamillentee 7-10 Minuten im heißen Wasser ziehen soll, bevor er fertig ist. Wer diese Zeit nicht abwartet, erhält einen Tee, der eher nach heißem Wasser schmeckt und auch seine (heilende) Wirkung nicht entfalten kann. Klar, dass wir aus Erfahrung diese zweck-
mäßige Verwendungsanleitung recht genau beachten – im eigenen Interesse…
Im heutigen Evangelium zum Hochfest der Gottesmutter Maria bekommen wir auch eine Art Verwendungsanleitung, und zwar eine Anleitung zur Verwendung des Wortes Gottes.
Doch erst mal alles der Reihe nach: Der heu- tige Bibeltext kommt kurz und schlicht daher. Die Hirten, denen bei ihrer Nachtwache auf dem Feld bei Bethlehem ein Engel erschienen war, machten sich eilig auf den Weg zur Krippe. Das Wort „eilig“ sagt uns schon, wie wichtig ihnen die Botschaft des Engels geworden ist. Sie waren davon tief betroffen und konnten gar nicht anders als die gute Nachricht weitererzählen: Ja, heute ist der Retter geboren, der Messias!
Sie müssen ihr Erlebnis mit dem Jesuskind im Stall ihren Zuhörern so begeistert vorgetragen haben, dass es im Evangeliumstext heißt:
„Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.“
Offenbar waren inzwischen schon ein paar Neugierige am weih- nachtlichen Tatort eingetroffen. Die Hirten, ganz einfache Leute ohne jegliche theologische Ausbildung, wurden so ganz überraschend zu den ersten Predigern der Frohen Botschaft!
Besonders aufschlussreich für uns ist aber an dieser Stelle die Reaktion von Maria. Im Bibeltext heißt es: „Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ -
Da ist sie also, die Anleitung für uns für den richtigen Umgang mit dem Wort Gottes! Maria lässt die Botschaft gewissermaßen „ziehen“, sie gibt dem Wort Gottes die nötige Zeit, damit es seine Wirkung auch entfalten kann. Sie bewahrt alles in ihrem Herzen, und nach und nach kann sie den Sinn all dessen entfalten, und nach und nach lernt sie zu verstehen, was die Aufgabe, die Sendung ihres Sohnes ist.
Diese Haltung Mariens war damals nicht selbstverständlich, und heute ist sie es auch nicht für uns; deshalb heißt es ja auch: „Maria aber…“ - Wir kennen das: man hört etwas, aber es geht im Grunde zum einen Ohr hinein und zum anderen schnell wieder hinaus.
Manches im Glaubensleben begeistert uns sogar richtig für einen Moment, aber wir lassen es nicht genug ziehen. Es kann gar keine Wirkung entfalten, wenn man mit den Gedanken im nächsten Moment schon wieder ganz woanders gelandet ist. Maria aber macht die frohe Botschaft Gottes gewissermaßen haltbar, sie konserviert sie in ihrem Herzen. Da ist es kein Wunder, dass die Kirche dieses Fest und diesen Text ganz an den Anfang des neuen Jahres gelegt hat.

Weiterlesen? Gerne! >> BITTE HIER KLICKEN !


Ihr Horoskop für nächstes Jahr!

Was wird das nächste
Jahr wohl an guten und schlechten Überraschungen bringen? -
Nachfolgend ein Verweis auf einen früheren Artikel mit einem ganz besonderen Horoskop für Christen
>>> BITTE KLICKEN !

Der Beitrag stammt aus der sehr empfehlenswerten Homepage von Karl Veitschegger mit vielen Artikeln, Referaten und Skizzen zum katholischen Glauben >>> BITTE KLICKEN !

27.12.2010

Papst zum Weltfriedenstag am 1.1.

"Die Christen sind gegenwärtig die Religionsgruppe, die die meisten Verfolgungen aufgrund ihres Glaubens erleidet": Dies betonte der Papst in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2011. Unter dem Titel "Religiöse Freiheit, der Weg zum Frieden" richtet sich Benedikt XVI. an alle Staaten der Welt, mit denen der Heilige Stuhl Kontakte unterhält.
Religionsfreiheit gehöre zur Menschenwürde und sei Ausgangspunkt moralischer Freiheit, betonte Benedikt XVI. mit Rückblick auf ein Jahr, das "von Verfolgung, Diskriminierung, schrecklichen Gewalttaten und religiöser Intoleranz" geprägt war. Ausdrücklich nennt Benedikt XVI. hier die letzte Gewaltserie gegen Christen im Irak, darunter den "niederträchtigen Angriff" auf die syrisch-katholische Kathedrale in Bagdad vom 31. Oktober, bei dem zwei Priester und über fünfzig Gläubige getötet wurden.
Doch auch "lautlosere und raffiniertere Formen von Vorurteil und Widerstand gegen die Gläubigen und gegen religiöse Symbole" prangert der Papst an. Sie machten Pluralismus unmöglich und schnitten junge Generationen vom wertvollen geistigen Erbe ihrer Länder ab. Europa müsse Vorurteile und Feindschaft gegenüber Christen bekämpfen und sich mit seinen eigenen christlichen Wurzeln "wiederversöhnen", so Benedikt.

Meldung bei Radio Vatikan >> BITTE KLICKEN !

Der Original-Text zum Weltfriedenstag >>BITTE KLICKEN !

missio-Material zum Weltfriedensgebet >> BITTE KLICKEN !

26.12.2010

Stephanus

Die Kirche macht ihren Gläubigen nichts vor: Die Jubelrufe über die Geburt des Erlösers sind noch nicht ganz verhallt, da werden wir an den ersten von den zahlreichen christlichen Märtyrern erinnert, den heiligen Stephanus:

Siehe auch die nähere Info im "Heiligenlexikon" >> BITTE KLICKEN !
... und hier:
"Verfolgte Christen - traurige Aktualität" >> BITTE KLICKEN !