Eigentlich sollte längst die Predigt zum 15. Sonntag A hier stehen. Sie folgt aus aktuellem Anlass erst heute ca. um 19 Uhr. - Zu Seltsames tut sich rund um den neuen Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, der am 27. August in sein neues Amt eingeführt wird.
Zuerst stürzten sich zahlreiche Medien beutegierig auf ihn, weil er aufgrund eines kon-
kreten Falles die katholische Lehrmeinung bezüglich ge-
lebter Homosexualität bestä-
tigt hatte. Zur Erinnerung: Mein Artikel über den
"bösen" Erzbischof
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Erstaunlich: Ein Kommen-
tator des Berliner "Tagesspiegel" stellte
sich gegen den Mainstream der schreibenden Zunft und zeigte Verständnis für Woelki
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Nun folgte in der Katholischen Akademie Berlin eine Pressekonferenz, bei der Woelki sich zahlreichen Medienvertretern nicht nur ausführlich fast 20 Minuten lang vorstellte, sondern vor allem auch 70 Minuten lang zu den Journalisten-Fragen Stellung bezog. - Da brach das Feindbild einiger Medien zumindest teilweise in sich zusammen. Die linke "taz" überschrieb ihren Artikel sogar mit "Der wackere Woelki"
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So wie die Kollegen z.B. vom "Tagesspiegel" konnte man es gar nicht fassen, dass da ein freundlicher, bescheidener Seelsorger über den Hof zur Pressekonferenz kam, ohne dickes Auto, ohne Fahrer >> BITTE KLICKEN !
Doch gleichzeitig entdeckte man neues, sogar möglicherweise kriminelles Ungemach: Des neuen Erzbischofs Doktor-Arbeit ist verschwunden! - Weder in Rom noch in der Kölner Diözesanbibliothek sei das Buch noch erhältlich. Es sei nicht ausgeliehen, sondern es werde laut Bibliothekskatalog schlicht "vermisst".
Ein bisserl seltsam ist freilich, dass gleichzeitig offenbar auf gewissen Internetseiten die Prüfung beginnt, ob die Doktor-Arbeit mit dem Titel "Die Pfarrei:
ein Beitrag zu ihrer ekklesiologischen Ortsbestimmung" gar ein Plagiat sei. - Das muss man erst einmal begreifen: Da ist ein Buch angeblich weg, aber das hindert keineswegs daran, darin nach ohne Quellenangabe Abgeschriebenem zu suchen...
Da ist möglicherweise ein Riesen-Skandal im Gange?
Oder vielleicht auch nur ein Blätter-Rauschen im Sommerloch...?
Hier schon mal ein Eindruck vom Auftreten des neuen Erzbischofs in der Pressekonferenz:
Nachtrag am 7.7.: Wer sich über die Qualität der Recherche mancher Medien selbst ein Bild machen will, der schaue mal bei Blogger "Tiberius" rein. Der hat auf eigene Faust in Rom an Ort und Stelle nach der Doktor-Arbeit recherchiert - und siehe: Die ist vorhanden und ausleihbar. - Klugerweise hat er auch gleich ein Beweisfoto in der Bibliothek gemacht >> BITTE KLICKEN !
hallo, keine Sorge, der Bischof hat von Anfang an genug Anhänger gehabt in Berlin und gewisse Leute aus dem Tagesspiegel motzen immer. MfG A. W. aus Berlin
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