Predigt 33.Sonntag am 13.11.: ganz unten "Ältere Posts" klicken!
Österreichs Protest-Pfarrer sind laut ihrem Anführer Helmut Schüller wieder einmal ganz empört: Setzen die Bischöfe die Einheit der Kirche auf’s Spiel?, lautet die rhetorische Frage. – Erst am Sonntag hatte man doch noch mal so richtig Dampf gemacht, und dann wagt es die Bischofskonferenz auf ihrer anschließenden Sitzung trotzdem tatsäch-
lich, den „Aufruf zum Ungehorsam“ weiterhin abzulehnen!
Einige der Forderungen seien schlicht „nicht einlösbar“, erklären die Bischöfe, so z.B. eine Eucharistiefeier ohne geweihten Priester. Auch die Frage des Zölibats werde nicht in Österreich entschieden, erklärte Kardinal Schönborn. In Anspielung auf eine neuerliche etwas merk-
würdige Umfrage fügte er hinzu: Wer sich wie die Pfarrer-Initiative so gerne auf (angebliche) Mehrheiten berufe, der solle mal „auf die anderen 99 Prozent“ Mehrheit in der Weltkirche schauen…
Die Bischöfe signalisieren weiterhin ihre Bereitschaft zum Gespräch, doch die Protestierer wollen keine Diskussionen, sondern Fakten.
Der Zug in Richtung Reformen sei aus dem Bahnhof abgefahren, und es sei ein Verkennen der Realitäten, „dass er auf halbem Weg in den Bahnhof zurückkehrt“, erklärte Peter Hurka von „Wir sind Kirche“.
Wer weiß, vielleicht ist das trotz aller medialen Trom-
petenstöße eher
ein Zug nach Nirgendwo?
Man muss schon genau hinschauen. So bekamen die aufmüpfigen Pfarrer jetzt Unterstützung durch eine Umfrage des ORF unter Leitung von Prof. Zulehner, die belegen sollte, dass Pfarrer Schüller die Mehrheit der Priester hinter sich hat. 500 von etwa 3500 Pfarrern wurden wohl befragt. Und was ist mit den anderen, mit der Mehrheit? -
Man munkelt in Kirchenkreisen, ca. 560 angefragte Priester hätten es von vorneherein abgelehnt, bei dieser Umfrage mitzuwirken.
Allzu verständlich, denn laut „Tagespost“ hat der Professor voriges Jahr schon einmal bei seinem Zahlenspiel getrickst. Auch diesmal ist einiges an der Befragung etwas seltsam. Da sollen z.B. 55 % der Priester sich für Frauen in kirchlichen Ämtern ausgesprochen haben (eine Frage in dieser plumpen Allgemeinheit formuliert ist ohnehin nicht aussagekräftig, denn niemand weiß, ob das Priesteramt gemeint ist oder z.B. die Arbeit als Leiterin eines diözesanen Pastoralamtes), und 53 % sind angeblich dagegen. Seltsam: Macht zusammen immerhin extra-starke 108 %...!
Kein Wunder, wenn diese Initiative inzwischen auch mit Ironie kom-
mentiert wird, wie etwa bei einem Blogger-Kollegen, der nun zu einer „Fahrer-Initiative“ aufgerufen hat. Deren „Forderungen“ lauten in Anlehnung an die Pfarrer-Initiative z.B. „Wir werden künftig auch in stehenden Bussen Tickets aus-
geben und dies als fahrerlose Fahrt ansehen und auch so nennen. So erfüllen wir die Transport-
pflicht in fahrerarmer Zeit…“ - nachzulesen hier >> BITTE KLICKEN !
Und für die Schlagerfreunde hier Christian Anders zum Thema:
Der Zug Richtung Reform ist abgefahren? Aber ich sitze doch gar nicht drin! Mist! Na, dann muss ich wohl katholisch bleiben.
AntwortenLöschenWenn ich in meiner Firma (in der freien Wirtschaft) öffentlich zum Ungehorsam gegen meinen Chef und Firmengrundsätze aufrufen würde, wäre ich schon längst gekündigt. Das Auftreten dieser Priesterinitiative ist meines Erachtens vollkommen weltfremd.
AntwortenLöschenGähn! Verlinken Sie doch gleich auf kath.net, dann muss man diesen Unsinn nicht doppelt lesen. Piusbrüder rein, Pfarrer-Initiative raus. Geschiedene raus, Islamophobe rein. Homosexuelle raus, Rechtsradikale rein. Auf zur schönen neuen Sekte der Totalverpeilten.
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