28.12.2011

Predigt zum Hochfest der Gottesmutter Maria - 1. Januar 2012

Numeri 6,22-27
Galater 4,4-7
Predigt zum Evangelium:
Lukas 2,16-21


Evangelium Lk 2, 16-21:
So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.

MITTWOCHSGEDANKEN ZUR PREDIGT

7 Minuten ziehen lassen…

Wahrscheinlich haben Sie schon mal Tee zubereitet. Auf den Packungen können wir nachlesen, dass z.B. der Kamillentee 7-10 Minuten im heißen Wasser ziehen soll, bevor er fertig ist. Wer diese Zeit nicht abwartet, erhält einen Tee, der eher nach heißem Wasser schmeckt und auch seine (heilende) Wirkung nicht entfalten kann.
Klar, dass wir aus Erfahrung diese zweck-
mäßige Verwendungsanleitung recht genau beachten – im eigenen Interesse…
Im heutigen Evangelium zum Hochfest der Gottesmutter Maria be-
kommen wir auch eine Art Verwendungsanleitung, und zwar eine Anleitung zur Verwendung des Wortes Gottes.
Doch erst mal alles der Reihe nach: Der heu-
tige Bibeltext kommt kurz und schlicht daher. Die Hirten, denen bei ihrer Nachtwache auf dem Feld bei Bethlehem ein Engel erschienen war, machten sich eilig auf den Weg zur Krippe.
Das Wort „eilig“ sagt uns schon, wie wichtig ihnen die Botschaft des Engels geworden ist. Sie waren davon tief betroffen und konnten gar nicht anders als die gute Nachricht weitererzählen: Ja, heute ist der Retter geboren, der Messias!
Sie müssen ihr Erlebnis mit dem Jesuskind im Stall ihren Zuhörern
so begeistert vorgetragen haben, dass es im Evangeliumstext heißt:
„Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.“
Offenbar waren inzwischen schon ein paar Neugierige am weihnacht-
lichen Tatort eingetroffen. Die Hirten, ganz einfache Leute ohne jegliche theologische Ausbildung, wurden so ganz überraschend zu den ersten Predigern der Frohen Botschaft!
Besonders aufschlussreich für uns ist aber an dieser Stelle die Reaktion von Maria...

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1 Kommentar:

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