31.08.2011

23. Sonntag im Jahreskreis A - 4.9.2011

Ez 33,7-9
Röm 13,8-10
Predigt zum Evangelium:
Mt 18,15-20



Evangelium Mt 18,15-20:
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muß durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden.
Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.
Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT:

Achtung, ansteckend!

Der Herbst ist auch die Zeit der Apfel-Ernte. In ländlichen Gegenden werden dann gerne die haltbaren Apfel-
sorten für den Winter im kühlen Keller eingelagert. Dort stapeln sich dann die Obstkisten. - Wer sich damit auskennt, der weiß aber auch, dass es damit nicht getan ist. Von Zeit zu Zeit muss man nach den Vorräten schauen. Jetzt kann man nach und nach sehen, was bei der Ernte leider noch nicht erkennbar war: einige Äpfel sind beschädigt, sind faul. Wenn man diese schlechten Früchte nicht rechtzeitig aus der Kiste entfernt, stecken sie in kurzer Zeit die ganze Umgebung in der Kiste an. Das Ergebnis: Jetzt sind leider nicht nur wenige, sondern alle Früchte völlig ungenießbar geworden und nur noch Bio-Müll.
Im heutigen Evangelium scheint das ähnlich zu sein. Die Situation, die der Evangelist Matthäus da schildert, war und ist eine Gefahr nicht nur für christliche Gemeinden. Immer wieder kam und kommt es vor, dass ein aktives Mitglied eines Vereins, einer Gemeinschaft oder Gruppierung öffentlich sehr unangenehm auffällt. Überall gibt es sie, die Nörgler und die ewigen Besserwisser. Oder auch diejenigen, die bei Versammlungen stets das Wort ergreifen und es dann nicht mehr hergeben. Oder die-
jenigen, die Privates und Vertrauliches hinter vorgehaltener Hand an geeigneter Stelle weitergeben. Bei Kindern nennt man das „verpetzen“. Oder diejenigen, die als Katholiken im Ort bekannt sind, die aber immer eine Gelegenheit finden, bei den richtigen Leuten über den Pfarrer oder über kirchliche Grundsätze herzufallen, vielleicht noch ergänzt mit dem augenzwinkernden Hinweis, dass man das ja alles nicht so ernst nehmen müsste mit der katholischen Lehre. Oder… - Na, da fällt jedem sicher selbst etwas ein, denn es gibt reichlich Möglichkeiten, sich daneben zu benehmen! ...

Weiterlesen? Gerne! >> BITTE KLICKEN !

Unzumutbar? - Eine Predigt kann manchmal etwas länger als ein Werbeblock dauern...

- Aktuelle Predigt zum 23. Sonntag A: heute Abend online! -
Meine Predigtgedanken haben erfreulicherweise viele Leser, und da bekommt man auch entsprechende Reaktionen, positive wie negative. Immer wieder taucht dabei auch die Frage auf: Müssen Ihre Predigten eigentlich so lang sein? Oft wird das mit dem Zusatz ergänzt: In un-
serer Pfarrei lassen sich Predigten über 5 Minuten nicht durchsetzen...
Was soll man darauf antworten? Keine Predigt muss lang sein. Das ist sowieso relativ. Eine 5-Minuten-Predigt kann einem wie eine kleine Ewigkeit vorkommen. Es gibt 20-Minuten-Predigten, da vergeht die Zeit wie im Fluge.
Um auf meine Texte zurückzukommen: Als Predigt vorgetragen dauern sie in der Regel 11 - 13 Minuten. Werbepausen im Fernsehen dauern übrigens üblicherweise ca. 12 Minuten (siehe Link unten). Ganz schön dreist: Manche Predigten dauern also knapp länger als ein Werbeblock...!
Um auch den von ihren Zuhörern oder Pfarrgemeinderäten bedrängten Predigern (und solchen, die es freiwillig immer kurz machen) entgegen-
zukommen, gibt es von den meisten meiner hier veröffentlichten Texte auch eine Kurzfassung. Diese kann man gerne per Mail bei mir an-
fordern. Eine ganze Reihe meiner Abonnenten (alles kostenlos!) erhält neben der Normalfassung wöchentlich automatisch die zusätzliche Kurzfassung.

Freilich: Die "längere" Predigt hat ihren guten Grund: Bekommt man
die Hintergründe erklärt, versteht man das Evangelium natürlich besser. Und das ist wohl nicht zu unterschätzen...

- Werbepausen-Regelung im Fernsehen >> BITTE KLICKEN !

Über 70 % der Österreicher fordern die sofortige Produktionseinstellung bei VW und Mercedes!

- Die aktuelle Predigt zum 23.Sonntag A am 4.9. erscheint am Abend! -
Klar: Diese Überschrift ist absoluter Blödsinn. Was geht die Mehrhheit der Österreicher VW oder Mercedes an? - Jeder würde sofort sagen: Die sollen sich gefälligst da raushalten.
Was das mit der aktu-
ellen heißen Ungehor-
sams-und-Kirchen-
reform-Debatte zu tun hat und warum die österreichischen Mei-
nungsumfragen unsinnig sind, das erklärt Bloggerkollege "Der Kreuz und Querdenker" gerade ganz prima >> BITTE HIER KLICKEN !

30.08.2011

Seltsam: Angeblich sind fast alle Österreicher für den Pfarrer-Ungehorsam, aber kaum einer klickt deren Seite...

Ich gestehe, dass ich den österreichischen Charme liebe. Öfter war ich in Wien und wurde dabei stets von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft überrascht, liebe Nachbarn! - Was ich ehrlich gesagt nicht so ganz verstehe:
Da heißt es dort in der Presse, fast alle Österreicher seien für den Ungehorsams-Aufruf der Pfarrerinitiative rund um Pfr. Helmut Schüller (siehe meine früheren Artikel), aber andererseits klickt kaum jemand deren Internetseite an. Im Vergleich zu deren Zugriffszahlen hat z.B. mein kleiner Privatblog "PREDIGTGARTEN" in kürzerem Zeitraum des Bestehens ganz andere Zahlen zu bieten (rechts in obiger Abbildung, Statistik von heute 6.00 Uhr).
Jetzt frage ich mich natürlich: Sind etwa viele dafür, ohne den Inhalt der Schüller'schen Forderungen überhaupt genau zu kennen?

Liebe Kirchenkritiker! Also, sehr unglücklich sehen diese Priester eigentlich nicht aus...!

Immer wieder versucht man uns einzureden, wie sehr doch unsere katholischen Priester in diesem System von Kirche leiden. Also, ich kann mir nicht helfen, aber besonders unglücklich sehen die hier eher nicht aus. Es dürfte also wohl an etwas anderem als der Kirche liegen, wenn da jemand Probleme hat...

... danke für diesen Tipp, lieber Bloggerkollege! >> BITTE KLICKEN !

29.08.2011

70 % der Journalisten: Übertreibung ist unser Recht (neue Studie) !

Absichtliche Manipulationen und bewusstes Hochspielen von Informa-
tionen sind im Journalismus ebenso üblich wie deutliche Einseitigkeiten. Dies ergab eine Studie des Kommunikationswissenschaftlers Prof. Dr. Mathias Kepplinger.

Im "FOCUS" konnte man u.a. kürzlich außerdem nach-
lesen, dass 76 % der Journalisten in Deutschland sich klar zu Rot-Grün bekennen. "Schlagseite" ist daher nicht nur ein Ausdruck aus der Seefahrt - im Jour-
nalismus gibt es das wesentlich häufiger.
Dazu braucht man nicht erst eines der sogenannten Politik-Magazine im Fernsehen zu betrachten. Anlässlich des katholischen Weltjugendtages in Madrid wurde uns erst kürzlich wieder Anschauungsunterricht darüber erteilt, was der Presse wichtiger ist: Fast 1,5 Millionen Jugendliche, die ein herrliches Glaubensfest mit dem Papst feiern, oder 1.000 Demons-
tranten. Die katholische Kirche ist ohnehin eines der Lieblings-Hass-
Objekte gewisser Journalisten. Beim Papstbesuch in September werden wir das wieder ertragen müssen...
Allerdings: Es gibt immer wieder die berühmten Ausnahmen. Ich staunte gestern z.B. nicht schlecht, als ich einen sehr positiven Fernsehbeitrag des MDR über die Weihe des neuen Görlitzer Bischofs Wolfgang Ipolt sah:

- Bericht des MDR über Bischofsweihe >> BITTE KLICKEN !
- NDR: Journalisten ruinieren ihre Glaubwürdigkeit >> BITTE KLICKEN !
- 70 % der Presseleute meinen: Übertreibung ist unser Recht
>> BITTE KLICKEN !
- Die Kunst, Skandale zu machen (pdf) >> BITTE KLICKEN !

28.08.2011

Statt Ärger: Musikalischer Sonntags-Ausklang...

"Man könnte sich den ganzen Tag aufregen, aber man ist nicht ver-
pflichtet dazu"
, pflegte eine sehr gebildete alte Dame mir zu erwidern, wenn ich mich mal wieder in oder an der Kirche (genauer: am Boden-
personal) erzürnt hatte. So vergessen wir zum Sonntags-Ausklang schnell mal die ungehorsamen Schüllers und alle möglichen Dickköpfe und freuen uns einfach:


Ungehorsame Priester: Herr Pfarrer Schüller, schauen Sie sich bitte dieses Video an!

- Aktuelle Predigt 22.Sonntag A am 28.8.: weiter unten (Ältere Posts)! -

Sehr geehrter Herr Pfarrer Schüller!
Beim Studium der neuesten Pressemeldungen bin ich zu der Ansicht gelangt, dass Sie wahrscheinlich auf Biegen und Brechen bei Ihren Forderungen zum Ungehorsam bleiben wollen. Falls ich mich da irren sollte, wäre das schön!
Ich möchte Sie jedenfalls ganz herzlich bitten, sich die Folgen stets vor Augen zu führen. Vielleicht ist es auch ganz hilfreich, wenn Sie sich mal durchlesen, was Prof. Dr. Georg May über die tatsächlichen Ursachen des Priestermangels geschrieben hat
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Auch nachfolgendes Video lege ich Ihnen ans Herz:

Ich fand es übrigens im Blog "Frischer Wind" - danke!
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27.08.2011

Priester-Ungehorsam: Kommt es im September zum großen Knall?

- Aktuelle Predigt zum 22.Sonntag A am 28.8.: weiter unten! -

Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte. Auf der Suche nach Materialien über die österreichische Priester-Initiative und ihren Aufruf an die Gläubigen zum Ungehorsam gegenüber geltenden Kirchenregeln begegnete mir das Foto von Pfarrer Helmut Schüller, den man wohl
als treibende Kraft jener Aktion betrachten kann.
So stellt er sich in seiner Heimatpfarrei dem Publikum dar
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Was weiß man über diesen Priester?
Das Internet gibt bereitwillig Aus-
kunft: Helmut Schüller (59) war über drei Jahre lang Generalvikar und damit die rechte Hand im Dienste von Kardinal Schönborn in Wien. Die übliche Beförderung zum Weihbischof entfiel jedoch merk-
würdigerweise. Helmut Schüller
fiel dort mehrfach durch seine Meinung unangenehm auf, so dass der Kardinal ihn 1999 wegen „tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten“ entließ – sicher kein alltäglicher Vorgang, besonders bei der schon fast sprichwörtlichen Gutmütigkeit des Kardinals.
Die Maßnahme schlug damals natürlich hohe Wellen, und Schönborn musste dem Priesterrat in einer Klausursitzung Rede und Antwort stehen...


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