24.01.2012

Fast alle sind Mitglied bei "facebook" - Gefällt mir das....?

Wer hätte 2004 vorhersagen
wollen, dass "facebook"
im Jahre 2012 weltweit etwa 800 Millionen Teilnehmer hat? - Heutzutage ist es absolut "in", in diesem Netzwerk vorhanden zu sein. Wissenschaftliche Analysen behaupten, dass fast die Hälfte der jugendlichen Nutzer so sehr auf "facebook" fixiert ist, dass das Nachschauen dort schon morgens direkt nach dem Aufstehen zu den angesagten Ritualen zählt.
Bei vielen Jugendlichen gilt: Wer nicht bei "facebook" ist, der existiert eigentlich gar nicht. Nicht nur Verabredungen werden so getroffen, sondern es wird auch so Allerlei ins Netz gestellt, das Eltern eigentlich den Angstschweiß auf die Stirn treiben müsste. Vor allem wird häufig übersehen, dass das Internet nichts vergisst, und "facebook" schon gar nicht - sogar über den Tod hinaus bleibt ein "Account" bestehen, und da kann es durchaus vorkommen, dass ein Verstorbener noch nach einem Jahr ständig Nachrichten von anderen bekommt...
Auch die katholische Kirche und viele kirchennahe Gruppierungen und Institutionen haben "facebook" inzwischen für sich entdeckt, und seit einigen Tagen ist (mit sehr gemischten Gefühlen meinerseits) auch "MEIN PREDIGTGARTEN" dort vertreten.
Ist "facebook" nun eher positiv oder negativ zu bewerten? -- Wahrscheinlich ist das eine Frage, die man so auch für den Sprengstoff Dynamit und vieles andere stellen kann. Entscheidend ist immer, was man daraus macht, bzw. wie man damit umgeht. Und das sehen auch neue Forschungsergebnisse bei vielen Nutzern eher kritisch. Dieses Netzwerk bestimme immer mehr das tägliche Leben, und viele seien geradezu süchtig geworden, heißt es. Mehrmals stünd-
lich werde dann nachgeschaut, ob es neue Kontakte oder neue Nach-
richten gibt.
Und da die meisten, die auf "facebook" vertreten sind, logischerweise eher das Positive über sich und ihr Leben berichten und Negatives gerne weglassen, entsteht unter Umständen auch eine verzerrte Wahrnehmung der Realität.
Soziologen haben herausgefunden, dass sich gerade bei intensiven Nutzern der Eindruck verfestigen kann, andere hätten es im Leben weitaus besser als man selbst, und dadurch würden Neid, Depressio-
nen und Aggressionen gefördert.
Da wissen sich manche Nutzer nur noch durch eine radikale Fasten-
Kur aus der Schlinge zu befreien. Zitat eines solchen Aussteigers: "Facebook ist die neue Pest. Jeder, der einmal drauf war, infiziert sich mit dem Facebook-Virus. Er macht abhängig..."
Tjaa, ich selbst bin da etwas ratlos. "Facebook" - gefällt mir das? --
Ich warte wohl erst mal ein paar Wochen ab...


- Artikel "facebook macht unglücklich" >> BITTE KLICKEN !
- ... über den Tod hinaus >> BITTE KLICKEN !


4 Kommentare:

  1. Es ist definitiv ein "Zeitfresser" und ich bin glücklich nicht mehr "devoted" zu sein :-)

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  2. Dieses facebook ist doch vor allem ein Sammelsurium an Belanglosigkeiten. Ich wundere mich ein wenig, dass Sie auch da mitmachen. Brauchen Sie so dringend Kundschaft?

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  3. Bei mittlerweile knapp 600.000 Besuchern hat sich Ihre Frage nach meiner Kundschaft wohl erledigt. Ob ich bei "facebook" bleibe, weiß ich noch nicht. Ich bin da ergebnisoffen und warte mal noch einige Zeit ab. Im übrigen finden Sie dort jede Menge Katholisches!

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  4. Edith Stein war es, soweit ich weiß, die in ihren praktischen Anweisungen wie man auch im Alltag ein kontemplatives Leben führen kann dazu riet, daß die erste Stunde des Tages Gott gewidmet sein soll.
    Wenn ich also lese: 'Wissenschaftliche Analysen behaupten, dass fast die Hälfte der jugendlichen Nutzer so sehr auf "facebook" fixiert ist, dass das Nachschauen dort schon morgens direkt nach dem Aufstehen zu den angesagten Ritualen zählt,' so wird mir klar wo der Herr und Gott der Jugend zu finden ist. Morgen- und Abendgebet, Hore und Lebensinhalt lauten: Facebook.
    Nein, mit einem Facebook-Auftritt wird man auch nichts erreichen. Eher kommt mir der Verdacht das macht alles noch schlimmer. Ich bete und hoffe, daß ich zu pessimistisch bin.

    Matthias

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