23.01.2012

Karneval: Jetzt ist es also erwünscht, fröhlich zu sein -- Wie Christen dazu stehen...

Jetzt ist sie also wieder da, die Saison zum Lustigsein. Es muss gelacht werden.Käme ein Beobachter von einem anderen Stern, würde er sich wohl wundern.
Auf einmal, als wenn ein Schalter plötzlich auf „on“ gestellt worden wäre, wird gefeiert in Kleidern,
mit denen man sich sonst nicht auf die Straße trauen würde, es wird geschunkelt mit Leuten, die man sonst vielleicht nicht mal grüßen würde, und manch einer möchte an die Einzelheiten einer durchzechten Nacht nur ungern erinnert werden…

Der Karneval spaltet die Nation in Karnevalsflüchtlinge und mehr oder weniger aktive Karnevalsjecken. Wie der Kölner schon so sinnig be-
merkt: „Jeder Jeck is anners!“
Natürlich gehört zu einem ordnungsgemäßen Karneval auch eine gehörige Portion Disziplin bei den karnevalistischen Eminenzen und den Managern des verordneten Frohsinns: Fernsehsitzungen werden minutiös geplant, die Karnevalsgesellschaften streiten um Auftritts-
zeiten, und alles ist satzungsgemäß und penibel geregelt; dafür gibt
es den „Bund Deutscher Karneval“ mit Ausschüssen, Formularen, Abrechnungen für’s Finanzamt… - wäre doch gelacht, wenn wir Deutschen den Karneval nicht in den Griff bekämen…

Auch die Christen sind beim Karneval in verschiedene Konfessionen gespalten, wobei die Fundamentalisten die Frage stellen, ob ein Christ überhaupt lachen darf, wo doch keine Bibelstelle wörtlich davon erzählt, dass Jesus gelacht hat. ...
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