20.06.2012

Diskussion um Kommunion-Empfang wiederverheirateter Geschiedener: Was allzu gerne verschwiegen wird...


Nun hat sich also auch der ehemalige Fernsehpfarrer und Kommunikationsdirektor des Trierer Bischofs unüberhörbar geäußert. Das sei aber nicht offiziell, sondern nur seine „persönliche Meinung“, betont Stephan Wahl. Ob die Öffentlichkeit das auch so sauber trennt?
Er findet die Lage „unerträglich“ und erwartet von Rom „eine vatikanische Richtungsänderung“. Das verbindet er denn gleich mal mit einem Seitenhieb auf den „römischen Macht- und Intrigenzirkus“,
für den man sich „fremdschämen“ müsse. Fehlt eigentlich nur noch der Wunsch nach Abschaffung des Zölibats; dazu hätte er gleich auch eine Bemerkung unterbringen können, so wie er das im Februar 2011 im Fernsehen beim „Wort zum Sonntag“ tat…
Meiner Meinung nach leidet ein Teil der öffentlichen Diskus-
sion über die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener vor allem an Redlichkeit. Da wird ein Popanz aufgebaut, und der heißt Vatikan. Den stellt man gerne als den Bösen dar, der den Menschen aus ideologischem Starrsinn das Glück der Liebe nicht gönnt.
Ein Teil der römischen Aussagen wird deshalb einfach unter-
schlagen. So verschweigt man z.B., was der Papst schon 1994 als Vorsitzender der Glaubenskongregation in einem Schreiben an die Bischöfe und später ähnlich klarstellte:
„Die Hirten… sollen sich ihrer in Liebe annehmen… und ihnen in kluger und taktvoller Weise konkrete Wege der Umkehr und der Teilnahme am Leben der kirchlichen Gemeinschaft auf-
zeigen…“

Gerne wird auch von den Kritikern des Vatikans behauptet, sogar mit Mördern verfahre man großzügiger als mit den Wiederverheirateten… 

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1 Kommentar:

  1. Bitte hier KEINE Kommentare eintragen!
    Dazu ist Gelegenheit nach Ende des Artikels, diesmal also auf der Fortsetzungsseite.
    Danke!

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