Es liegt mir ferne, dem Haupt-zelebranten der Heiligen Messe im Festzelt Vorwürfe
zu machen. Schausteller-Seelsorger Pater Dr. Paul Schäfersküpper wird allgemein wegen seiner Arbeit ge-
lobt und hat es sicher gut gemeint. Da der langjährige Fest-
wirt der Festhalle Bayernland verstorben war, las der Pater für ihn beim Schausteller-Gottesdienst auf dem Frühlingsfest in München die Seelenmesse, und zwei Jungen empfingen in dieser Heiligen Messe zum ersten Mal die Heilige Kommunion. Ob der Rahmen dafür ideal war, überlasse ich dem Urteil mei-
ner Leserinnen und Leser. Es dürfte aber nicht schwer fallen, meine Meinung dazu zu erraten...
Ob es dann aber eine gute Idee war, den beiden Jungen
auch die Kelchkommunion zu spenden? - Wenn man auf das betreffende Foto schaut, fällt ein "NEIN" wohl nicht schwer. Offensichtlich waren die Knaben überrascht vom Geschmack des Messweines und konnten dies auch nicht verbergen...
Die grundsätzliche Frage ist jedoch die, ob es erlaubt und auch gut ist, in solchen Fällen auch den Kelch zu reichen. auch die Kelchkommunion zu spenden? - Wenn man auf das betreffende Foto schaut, fällt ein "NEIN" wohl nicht schwer. Offensichtlich waren die Knaben überrascht vom Geschmack des Messweines und konnten dies auch nicht verbergen...
(Zur Kelchkommunion folgt gelegentlich noch ein Artikel, sobald meine Zeit es zulässt.) - Wie denken meine Leser eigentlich darüber?
- Pressenachricht zum Fest >> BITTE KLICKEN !
- Pater Schäfersküpper OP >> BITTE KLICKEN !
- Artikel über ihn im "FOCUS" >> BITTE KLICKEN !
- Meine Info-Quelle >> BITTE KLICKEN !
Ganz herzlichen Dank der IPA-InternationalPress Agency und Fotograf Heinz Hoffmann für die freundliche kostenlose Überlassung der Fotos >> BITTE KLICKEN !:

Im Text heißt es Seelenmesse, ist das ein landläufiges Requiem, oder "nur" eine Meßintention? Wenn ersteres, dann stört mich die Verwendung der weißen Paramente, die ich höchstens bei verstorbenen Kleinkindern passend empfinden würde. Eine Erstkommunion hiermit zu verbinden, halte ich für liturgisch und pastoral unsensibel.
AntwortenLöschenWäre es "nur" eine Meßintention für den verstorbenen Wirt, dann ist das Bild von ihm vor dem Altar unpassend, aber eine Erstkommunion wäre akzeptabel.
Eine Kelchkommunion für Erstkommunikanten halte ich nur bei Katechumenen für sinnvoll. Kinder im Schutzalter vor Alkohol nach JuSchG, das muß nicht sein. Wenn es aus pastoralen Gründen partout sein muß, wäre die Intinktion des Allerheiligsten durch den Kommunionspender (!) die bessere Wahl gewesen, statt den Kelch zu reichen.
Ich bin leider liturgisch nicht ausgebildet, aber mein hoffentlich gesunder Menschenverstand sagt mir, dass die Kelchkommunion nicht angebracht war. Außerdem waren die Kinder offensichtlich nicht gut genug darauf vorbereitet. Für meinen Geschmack sollte es bei der Erstkommunion von Kindern keine Kelchkommunion geben.
AntwortenLöschenOffenbar ist alles möglich. Ich kenne eine Pfarrei, in der für die Kommunionkinder bei der Erstkommunion statt des Messweines Traubensaft angeboten wird. Das liegt wohl im Ermessen des Priesters?
AntwortenLöschenDas Foto spricht Bände.
AntwortenLöschenMit der Ehrfurcht vor dem Sakrament kann es nicht weit her sein.
@Thuriferar:
AntwortenLöschenIch habe von einer Regelung gehört, die es Priestern (!), die trockene Alkoholiker sind erlaubt, eine bestimmte Art Traubensaft zu verwenden, mW ist dazu aber ein Indult notwendig, ähnlich dem Indult früher für blinde Priester, die von der Pflicht dispensiert wurden, sich an die vorgesehenen Propriumstexte zu halten und statt dessen auswendig gelernt immer die gleichen Texte zu verwenden.
Die Frage der Zulässigkeit des Traubensafts betrifft ja nur die Materie und damit die Gültigkeit der Messe, also nach dem Verständnis des einen oder anderen Priester, die ich kennenlernen mußte, nichts wichtiges.
@Thuriferar: Traubensaft ist meines Wissens keine gültige Materie. Warum nicht einfach auf die Kelchkommunion verzichten?
AntwortenLöschenAh, die Bilder habe ich schon letzte Woche auf dem Blog der Piusbruderschaft gesehen: http://pius.info/archiv-news/933-bild-der-woche/6890-bild-der-woche-kommunion-auf-dem-oktoberfest
AntwortenLöschenDie Bilder der Erstkommunikanten hat man dort sicherheitshalber unkenntlich gemacht xD
Seit ich gelesen habe, dass ein Blogger mal 500 Euro für ein veröffentlichtes Foto bezahlen musste, bin ich da noch vorsichtiger.
AntwortenLöschenIch frage schriftlich beim Fotografen an, und so war es auch in diesem Falle. Im konkreten Falle hatte ich ursprünglich vor, die Gesichter der beiden Jungen mit einem Balken zu versehen. Der Fotograf Heinz Hoffmann war sehr freundlich und hat mir die Verwendung erlaubt, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass die Balken im Gesicht nicht erforderlich ist, da ihm das ausdrückliche Einverständnis der Eltern vorliegt.
Danke für den Link zur katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge!
AntwortenLöschenEs war eine Messfeier in einem ganz besonderen Umfeld für Menschen, die durch ihre spezielle Lebenssituation nicht am "normalen" Gemeindeleben teilnehmen können. Wer sich darüber aufregt (bezieht sich besonders auf die Anmerkungen auf der Piusseite), soll schlicht solche Anlässe meiden. Da muss man ja nicht hingehen.
Von Intinktion ("Stippkommunion") halte ich überhaupt nichts. Die Bibelstelle, bei der es heißt: "Nehmt hin und stippt alle darein" ist mir noch nicht untergekommen. Es geht ums Trinken, also den Kelch selbst in die Hand nehmen, trinken, zurück oder weitergeben, je nach Gemeindetradition. Ist bei uns allerdings ein "Privileg" der Gefirmten.
@Ameleo: Intinktion ist auch nur durch den Kommunionspender erlaubt! Aber die Instruktion Redemptionis Sacramentum (hier Nr. 103) ist ja eines der am meisten ignorierten Dokumente aus Rom.
AntwortenLöschenWeitergeben des Kelches ist übrigens gleichermaßen nicht erlaubt, siehe Nr. 94.
Die Kelchkommunon ist eine (für mich) sehr schöne Einrichtung, ein Zeichen, Jesus (noch mal) in besonderer Form zu empfangen, wobei mir klar ist, dass Er sowohl im Brot als auch im Wein, welche verwandelt wurden, ganz, mit Leib und Seele, anwesend ist. Aber wenn man die Kelchkommunon Kommunionkindern reichen will, müssen sie schon sehr gut vorbereitet sein, sie müssten (mehr) Ehrfurcht vor Jesus in der Hl. Kommunion haben und sie sollten, Alkoholgesetz hin oder her, vorher den Geschmack kennen, damit solche Bilder überhaupt nicht möglich sind. Das gilt auch für den Geschmack der Hostien. Dann ist dieses "Problem" schon mal aus der Welt und sie können sich (hoffentlich!) am Tag der ersten Hl. Kommunion darauf konzentrieren, dass sie JESUS und damit GOTT selbst(!)empfangen, ganz egal wie es schmeckt.
AntwortenLöschenIch denke aber, dass es auch in der Erziehung der Kinder im Allgemeinen heute an der Erlernung von Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin fehlt. Gefühle muss man heute immer gleich rauslassen. Einfach mal still sein oder eben keine Miene verziehen, wenn der Anlass so heilig/wichtig ist, dass wird kaum noch gelehrt. Sie könnten dann ja später mit den Eltern über alles reden.Das Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu stehen kommt hier eben nur noch in der entsprechenden guten Kleidung zum Ausdruck, aber nicht mehr im Benehmen.
Solange also einfach noch fast alle Kinder, die katholisch getauft werden, zur Erstkommunion gehen, ganz egal, ob der Glaube im Elternhaus auch tatsächlich praktiziert wird oder ob sie nur nicht aus der Reihe scheren wollen,und ihr Kind natürlich auch dieses Fest haben muss (und vom Glauben fast nichts weiß), macht das meines Erachtens überhaupt keinen Sinn mit der Kelchkommunion für Erstkommunionkinder.
@ Marcus, der mit dem C: Deutsch war vor der Liturgiereform auch nicht erlaubt. Zum Glück haben sich auch damals schon genügend Priester nicht daran gehalten.
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