Predigt u. Linktipps zum 11.So.B (17.6): heute 20 Uhr!
Es
gibt Vorurteile, die so tief in den Köpfen drin sitzen, dass man
manchmal (fast) sprachlos ist. Etwa das von den Frauen, die schlechter
Auto fahren als die Männer. Da könnte man den betreffenden Leuten 100
Unfallstatistiken vorlegen, die das Gegenteil beweisen. Glauben
würden sie's trotzdem nicht.
So ist es auch bei etlichen die Kirche
betreffenden Themen, etwa dem von der "Frauenfeindlichkeit" des
Vatikans.
Klar,
da muss noch viel getan werden, aber man ist doch in der vatikanischen
Chefetage guten Willens und auf dem richtigen Wege. Am Tempo könnte man
noch etwas arbeiten. Doch man lese z.B. hier , hier und hier, wenn man es sich leisten kann, etwas nachzudenken.
Insbesondere der Papst selbst drängt intern darauf, die Frauen zu fördern.
So möchte er z.B., dass die Frauen "personell und thematisch" mehr Raum in der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano" finden, wie er dem Chefredakteur erklärt hat.
Die deutschsprachige Ausgabe wird übrigens seit 2008 von einer Frau
geleitet, die englischsprachige Redaktion besteht nur aus Frauen. Auch
inhaltlich tut sich was. So hat man vor kurzem erstmals in der
Geschichte der Vatikan-Zeitung eine Beilage zum Thema Frauen
veröffentlicht. Zukünftig soll ein-
mal monatlich eine solche
Extra-Beilage erfolgen, vgl. z.B.
den Bericht hier.
13.06.2012
Papst Benedikt will mehr Frauen im Vatikan...
- Die deutschsprachige Ausgabe >> BITTE KLICKEN !.
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Allerdings legt der Vatikan auch genauso den begrenzten Rahmen fest, innerhalb dessen Frauen tätig sein können wie auch die Themen, über die geschrieben werden darf (wird dort z.B. auch das Diakonat der Frau und die Priesterinnenweihe sachlich diskutiert werden?), was aus der Perspektive eines Arbeitgebers sein gutes Recht ist.
AntwortenLöschenFür Frauen, denen die Hälfte der Welt, auch der katholischen, gehört, bleibt es unbefriedigend und ein solcher Artikel Augenwischerei.
Was für ein kapitalistisches Denken: den Frauen gehört die Hälfte der Welt.
AntwortenLöschenFür mich besagt der Artikel des Predigtgärtners nicht mehr und nicht weniger, als dass der Vatikan auf einem guten Wege ist, wenn auch etwas langsam.
Ob etwas unbefriedigend ist, liegt auch ein wenig an einem selbst.
Man sollte so fair sein, das ehrliche Bemühen des Papstes anzuerkennen. Der Fortschritt ist eine Schnecke; meine Mutter brauchte z.B. noch die schriftliche Erlaubnis ihres Ehemannes, um eine Stelle als Verkäuferin anzunehmen.
AntwortenLöschenHeute spielt´s auf ARD "Gottes mächtige Dienerin"
AntwortenLöschenIch denke so schnell wird es nicht möglich sein, solche Positionen von Frauen zu besetzen.. ja in dieser und vieler Hinsichten, wankt der Vatikan noch sehr hinten nach...
@Ameleo
AntwortenLöschenIst der "Diakonat der Frau" und die "Priesterinnenweihe" denn sachlich zu diskutieren? Es geht hier doch offensichtlich um eine zeitgeistige Diskussion und ist schon von daher völlig unsachlich, da es eine Modeerscheinung ist unter der der Glaube - gerade auch von Frauen - und die persönliche Beziehung mit Gott im Gebet zu ersticken drohen. Der Feminismus ist nicht ohne Grund so eng mit Sozialimus und Kommunismus verbandelt. Beide wollen eine Ideologie durchsetzen, die mit der tatsächlichen menschlichen Natur nicht in Einklang steht. Eine Ideologie erkennt man auch daran, daß sie weiter an ihren Ideen festhält auch wenn ihnen die Umsetzung schon x-mal um die Ohren geflogen ist. Die ständig steigenden Abtreibungszahlen und die Verarmung von alleingelassenen Müttern und Kindern beweisen längst, daß ein Feminismus, der Frauen zu Männern machen will und Frauen diskrimiert sobald sie Mütter werden auf jeden Fall nach hinten losgegangen ist. Es gibt keinen Grund warum die Kirche diesem Wahnsinn nun auch noch hinterherlaufen sollte.
Die Jungs im Vatikan sollten mal die Bibel lesen ;-) Da sagt der Apostel an entscheidender Stelle: "Gal 3,23 Ehe der Glaube kam, waren wir im Gefängnis des Gesetzes, festgehalten bis zu der Zeit, da der Glaube offenbart werden sollte. 24 So hat das Gesetz uns in Zucht gehalten bis zum Kommen Christi, damit wir durch den Glauben gerecht gemacht werden. 25 Nachdem aber der
AntwortenLöschenGlaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dieser Zucht. 26 Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. 28 Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid
«einer» in Christus Jesus." Nix mehr göttliches Gesetz, nix mehr Unterschiede mit Naturrecht zementieren, der Glaube an Jesus Christus befreit von alldem. Jeder getaufte Christ steht mit allen anderen gleichwertig auf einer Stufe. Deshalb übernahmen im Urchristentum auch Frauen wichtige Aufgaben in den Gemeinden. Die Kirche wankt nicht nach hinten, sie wankt hinter ihre eigene Botschaft von der Befreiung des Menschen durch Gott!
Die haben die Bibel gelesen! - Dabei haben sie übrigens festgestellt, dass es bei den 12 Aposteln keine Frauenbeauftragte gab. Maria war auch nicht Vorstandsvorsitzende oder Päpstin.
AntwortenLöschenAber das weiß offenbar nicht jede(r).
@Anonym @Carla
AntwortenLöschenDanke für den Auszug aus dem Brief an die Galater. Mir ist dabei aufgefallen, dass Paulus die Frauen wie selbstverständlich in seiner zeitbedingten männlich-patriarchalen Sprache im Begriff "Söhne Gottes" mit meint, das beweist der Zusammenhang sehr deutlich. Dies hat die feminitsische Theologie schon früh aufgedeckt, die Herren im Vatikan scheinen dies aber weiterhin zu ignorieren.
Und neben dem Zwölferkreis gibt es eben auch noch andere Apostel, Paulus zum Beispiel, oder die Junia von Röm 16,7. Hippolyt von Rom nennt Maria Magdalena übrigens apostola apostolorum, die Apostelin der Apostel. Das Diakonissenamt ist in der syrischen Didaskalia belegt etc., etc., etc....
PS: Die 12 waren übrigens allesamt beschnitte Juden! Warum spielt das eigentlich keine Rolle?? Das ist doch dann auch eine göttliche Bestimmung, über die sich der Mensch nicht hinwegsetzen darf, oder??
AntwortenLöschenMan ist bezüglich der Deutung von Römer 16,7 unterschiedlicher Auffassung. Es könnte sein, daß Andonikus und Junias sehr angesehen unter den Apostel sind, aber selbst keine Apostel sind, oder sie sind als Apostel ausgezeichnet und anerkannt unter den Aposteln.
AntwortenLöschenWie dem auch sein möge, von einigen Auslegern wird die These vertreten, dass es sich bei "Junias" um einen weiblichen Vornamen handelt. Diese Interpretation ist jedoch nicht haltbar:
1. Die Akzentuierung des Wortes in den griechischen Handschriften, welche die Geschlechtsbestimmung ermöglicht, ist von einigen Ausnahmen abgesehen - eindeutig männlich.
2. Bei der paulinischen Neigung zu abgekürzten Namen erklärt sich das Wort am besten als Kurzform Junias für den häufig männlichen Namen "Junianus".
3. Die Vorstellung, dass Paulus einerseits einen weiblichen Apostel grüßen lässt und andererseits in Übereinstimmung mit der Praxis der gesamten Christenheit den Frauen im Gemeindegottesdienst jede Form der Wortverkündigung untersagt (1Kor 14,33ff; 1Tim 2,15ff), ist historisch und psychologisch unglaubwürdig.
4. Gegen die Hypothese, dass in Römer 16,7 von einem weiblichen Apostel die Rede ist, spricht außerdem der Befund, dass im ganzen Neuen Testament keine einzige Stelle auch nur leise auf die Existenz weiblicher Apostel hindeutet. Vielmehr bezeugen die Evangelien ausdrücklich, Jesus habe nur Männer in den Zwölferkreis berufen.
Da die in Römer 16,7 erwähnte Person schon vor Paulus Christ wurde, müsste man zu der historisch unwahrscheinlichen Annahme greifen, dass die Urkirche schon bald nach der Auferstehung von Jesus die Praxis ihres Herrn beiseitegeschoben und Frauen zum Apostelamt zugelassen habe - eine Annahme, die jeder Grundlage in den uns zur Verfügug stehenden Quellen entbehrt. Man müsste dann erst recht an-nehmen, dass eine derartige revolutionäre Neuerung der Urkirche in der Apostel-geschichte des betont frauenfreundlichen Lukas hätte erwähnt werden müssen, wo doch Lukas sogar die viel weniger wichtigen Mitteilungen macht, dass die Töchter des Philippus Prophetinnen waren (Apg 21,9) und dass Priszilla zusammen mit Aquila dem korinthischen Juden Apollos Privatunterrricht in den biblischen Schriften gab (Apg 18,6).
Für manche Forscher ist die Wendung "en tois apostolois" ( bei den Aposteln) ein Hinweis darauf, dass Andronikus und Junia(s) zu den Aposteln zählten. Das griechische "en" wird mit "unter" wiedergegeben und inklusiv (einschließend) verstanden. Das "en" heißt im Zusammenhang mit Dativ in seiner Grundbedeutung jedoch "bei" und hat hier exklusive Bedeutung, d.h. mit Blickrichtung auf eine andere, abseitige Personengruppe. Andronikus und Junia(s) (= Gruppe A) sind berühmt bei den Aposteln (=Gruppe B).
Mein obiger Hinweis wurde bei der Übertragung versehentlich abgeschnitten.
AntwortenLöschenDer Text stammt ursprünglich nicht von mir;
hier die Quelle:
http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/bibel/junias.html
Nun, werter Prdigtgärtner, der Titusbrief ist aber nun einmal gar nicht von Paulus! Und 1Kor 14,33ff beißt sich mit allen sonstigen Aussagen des Apostels zu dieser Frage (z.B. 1Kor 11,5, wo geregelt ist, wie eine Frau vor der Gemeinde prophetisch zu redet hat), so dass die meisten Exegeten die Verse als Interpolation sehen. Junias (männlich) ist für die Antike nicht belegt! Und wieder werfen Sie den Zwölferkreis und die Apostel durcheinander, hier muss man schon differenzieren. Da die Priester und Diakone aber auch gar nicht die Nachfolger der Apostel sind, das ist der Bischof, ist die Frage sowieso lösgelöst von den Aposteln zu diskutieren, Diakone und Frauen in führenden Gemeindefunktionen sind zur Genüge belegt.
AntwortenLöschen??? Habe ich das vom Titusbrief behauptet?
AntwortenLöschenIm übrigen wissen Sie sicher so gut wie ich, dass Ihre Ansicht nicht von allen geteilt wird.
Nee, Entschuldigung, war der andere Pastoralbrief, der Timotheusbrief, übrigens auch nicht von Paulus ;-) Das Argument bleibt also bestehen!
AntwortenLöschenWie war noch mal das eigentliche Thema des Artikels?
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