Hebr 9,11-15
Predigt zum Evangelium:
Mk 14,12-16.22-26Evangelium Mk 14, 12-16.22-26:
Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote, an dem man das Paschalamm schlachtete, sagten die Jünger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm, bis er in ein Haus hinein-
geht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon für das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles für uns vor!
Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und be-
reiteten das Paschamahl vor. Als es Abend wurde, kam Jesus mit den Zwölf. Während sie nun bei Tisch waren und aßen, sagte er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen. Da wurden sie traurig, und einer nach dem andern fragte ihn: Doch nicht etwa ich? Er sagte zu ihnen: Einer von euch Zwölf, der mit mir aus derselben Schüssel isst. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er
nie geboren wäre.
Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes. Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.
MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
Überdachter Wandertag
Ich bin kein Freund von vermeintlich außerirdischen Phäno-
menen wie etwa UFOs, die irgendwo auf einem Acker gelan-
det sein sollen oder auch nur als merkwürdige Lichterschei-
nung fotografiert wurden.
Aber für einen ganz kleinen Moment können wir ja hier und jetzt mal zur Abwechslung so tun, als hätten wir solche kleinen grünen Männlein gerade in dieser Stunde in unserem Ort gesehen. Sie sind unterwegs auf einem ihrer so beliebten geselligen Tagesausflüge, organisiert von einem galaktischen Billigflieger namens „Reiher-Air“. Ausgerechnet zur Fron-
leichnamsprozession und ausgerechnet bei uns – da können wir uns ganz gewiss allesamt durchaus Schöneres vorstellen!
Jetzt steigt auch schon einer von denen aus ihrem Raumschiff ausgerechnet direkt auf mich zu gewatschelt! - Er bemüht sich, einen besonders wichtigen Eindruck zu machen, aber eine ausgesprochene Schönheit ist er mit seiner krokodilgrünen Gesichtsfarbe und mit großen Füßen, die mich in ihrer Form an Bratpfannen erinnern, allerdings wirklich nicht.
Mit entsprechenden Gesten und Bewe-
gungen will er von mir eine Erklärung dafür, was wir hier denn so treiben bei dieser Prozession, bei der eine weiße Scheibe feierlich in einem kostbaren Gefäß und unter einem schmuckvollen Dach durch die Gegend getragen wird…
Da beginnt der Schweiß auf meiner Stirn zu perlen. Wie kann ich das bloß jemand von einem anderen Stern verständlich machen? Wo soll ich denn da anfangen?
Während ich ganz angestrengt und fast verzweifelt nach-
denke, dringt ein sich ständig wiederholendes eindringliches Geräusch an meine Ohren, das sehr schrill ist und auch noch immer lauter wird… - Ich schrecke auf, nassgeschwitzt und beinahe fertig mit den Nerven. Was muss ich da feststellen? - Mein Wecker hat planmäßig geklingelt, heute, am Fronleich-
namsmorgen. Also Entwarnung auf der ganzen Linie: Das alles war nur ein schrecklicher Traum, aber einer, den ich nie vergessen werde…!
So wie es um den Glauben in unserem Land aussieht, werden wir über kurz oder lang auch sehr gut ohne Träume von grü-
nen Männlein auskommen können. Unsere eigenen Mit-
menschen in den Dörfern und Städten nehmen allmählich die Rolle der UFO-Touristen ein, denn auch sie verstehen zu einem großen Teil nicht mehr, was da eigentlich bei einer Fronleichnamsprozession geschieht und warum...
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Kommentare bitte NICHT hier eintragen, sondern nach Ende der Predigt, also auf der Fortsetzungsseite. Danke !!!
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