13.07.2012

Jetzt kommt's raus, oder auch nicht: Männer leiden unter der männerfeindlichen Kirche...?!

Predigt 15.Sonntag B (15.7.): weiter unten!


Mal Hand auf’s Herz: Wenn man sich in den Pfarr-
gemeinden umsieht, trifft man bei den Aktiven ganz überwiegend auf Frauen. Egal, ob Gottesdienst, Kommuniongruppen-Leitung oder Pfarr-
gemeinderat – mindestens eine satte Zwei-Drittel-Mehrheit für die Frauen
ist garantiert.
Aktuell hat ein Journalist sich für den Bereich der evangelischen Kirche der Thematik angenommen um formuliert z.B. so, warum die Männer tendenziell lieber einen Bogen um die Kirchengemeinde machen: „Wir hassen Bildmeditationen... (und) jede andere Form visueller und akustischer Grausamkeiten“. Männer seien gegen den „ganz religiösen…Andachtskitsch“ und hassten Gesprächskreise aller Art…

Na, das ist wohl doch ein bisschen dick aufgetragen, oder? Aber die Tatsache an sich kann man wohl nicht weg-
diskutieren: Männer machen sich vergleichsweise rar in der Kirche, wenn man von Positionen in der sogenannten Amts-
kirche mal absieht. Ist die Kirche, so wie sie sich darstellt,
also eher männerfeindlich? Zumindest hat ein großer Teil des vermeintlich starken Geschlechtes offenbar diesen Eindruck und glänzt durch Fernbleiben. Kirche – danke nein, lass das mal die Frauen machen…

Und doch:
Man sieht sie,
die Männer in der Kirche, bevorzugt dann, wenn es was Konkretes zu tun gibt, vom Zelt-
aufbau beim Pfarrfest bis zur Mitfahrt bei der Kinderfreizeit. Liegt es bei den meisten Männern demnach einfach in den Genen, dass sie als ehemalige Sammler und Jäger immer eine Portion „action“ brauchen? 
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Frauen als die eigentlichen Strippenzieher...? 



Kommentare:

  1. In unserer Pfarrgemeinde habe ich die bittere Erfahrung gemacht, dass die Mädchen und Frauen so viel an sich reißen, wie irgendmöglich.
    Bei den Ministranten verdrängen sie so nach und nach die Jungs, und unser Pfarrgemeinderat ist bis auf eine Ausnahme ein Frauenkränzchen.
    Da kann sich doch kein Mann wohlfühlen!

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    1. Ooooh! Wenn ich ein Stündchen Zeit habe, werde ich Anonym und alle Männer, die sich von den bösen Frauen (Eva!) zurückgedrängt fühlen, auch mal ein wenig bedauern! Sorry, aber dann organisiert euch ein Stück Gemeindeleben einfach so, wie ihr es für euch und euren Glauben braucht, liebe Männer!

      Ich vermute allerdings eher, dass es die Entscheidungsstrukturen sind, die Männer und zunehmend auch Frauen aus den Gemeinden auswandern lässt. Der Bereich, in dem wirklich Verantwortung übernommen werden kann und die Möglichkeiten, Kirche mitzugestalten, sind doch letzlich sehr begrenzt und nicht nur von den Vorgaben Roms sondern vor allem von dem Goodwill des Priesters vor Ort abhängig. Die Handlungs- und Mitwirkungskompetenzen, die ich mir in Beruf, Gesellschaft und Politik erarbeitet habe, sind im Bereich Kirche nur bruchstückhaft gefragt. Die Bereitschaft, sich immer wieder eine blutige Nase zu holen und gegen Windmühlen zu kämpfen, ist beim engagierten Kirchenvolk eben auch nur begrenzt vorhanden.

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    2. Mensch (Mensch_in)?Amelo, erst denken - dann schreiben! Sonst gehen die Reflexe durch - wie bei mir oben in der Klammer.

      Aber ernsthaft : Römische Vorgaben und der goodwill des Priesters, werden freikirchlich Gruppen von Männern eher mimimal beeinflussen.

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