19.07.2012

Olympische Spiele in London: Kondome-Verteilung JA, Bibel-Verteilung NEIN...

Predigt 16. Sonntag B (22.7.): weiter unten!

Das kommu-
nistische China zählt wohl eher
nicht zu den größ-
ten Freunden des Christentums. Doch zur Überraschung vieler Beobachter durften auch dort
für die Teilnehmer der Oympischen Spiele kostenlose Bibeln verteilt werden. Nun starten in etwa einer Woche die nächsten Spiele in London. Das Olympische Komitee hat jedoch, wie es heißt, keine Er-
laubnis erteilt, Bibeln zu verbreiten. Offizielle Begründung: Regel 51 der Olympischen Charta verbiete jede religiöse oder politische Werbung. Daher gibt es auch nur Multi-Kulti im Olympischen Dorf: Statt einer katholischen Kapelle muss man mit einem "multireligiösen Zentrum" vorlieb nehmen. Die christlichen Sportler seien also gewarnt: Wehe, wenn jemand irgendwo seine private Bibel herumliegen lässt - das könnte als verbotene Werbung bestraft werden...!

Bei anderen Dingen ist man wesentlich großzügiger: Nachdem bereits bei den Winterspielen in Vancouver 2010 insgesamt 100.000 kostenlose Kondome an die Teilnehmer verteilt worden waren (statistisch 14,6 Stück pro Person, wie jemand ausgerechnet hat), will man für 2012 noch mal was zulegen: 150.000 Kondome sind geplant, ausgeteilt im Auftrage des Olympischen Komitees.
Aber Negatives berichten oder etwas ins Internet stellen darf man nicht, falls man bei den Spielen als Sportler oder zahlender Zu-
schauer dabei ist. Alle Aufnahmen, ob Foto oder Video, dürfen nur privat verwendet werden. Wer auf die offizielle Website der Olympischen Spiele in einem online-Artikel ver-
linkt, der darf nur Positives berichten, so lauten die Bedin-
gungen. -Na, da können wir uns ja jetzt schon freuen auf die Spiele des Geldes und der Sponsoren...
Das ZDF ist ab 27. Juli ständig live dabei
Fair play auch bei der Sportkleidungs-Herstellung in Fernost?


Kommentare:

  1. Die Olympischen Spiele haben nicht den Zweck, Christen in ihrem Glauben zu stärken. Dafür gibt es andere Orte und Gelegenheiten.
    Man muss dem Olympischen Komitee ein Kompliment machen: Die verstehen es, Geld einzutreiben.

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  2. Der Thuriferar19.07.2012 16:49:00

    Das Komitee will nur allerliebste Hofberichterstattung, Kritik ist unerwünscht. Besonders dreist ist die Bedingung, dass man im Internet nur dann einen Link setzen darf, wenn man Positives berichtet.
    Unsere sonst ach so sensiblen Massenmedien schlucken das einfach so.
    Man stelle sich den Aufschrei der Empörung vor, wenn der Vatikan so etwas machen würde!

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  3. Naja vielleicht alles halb so wild. Man muss sich doch nicht gleich über alles zu aufregen. Ein Religiöses Zentrum ist doch voll ok. Nachher beschwert sich XY dass die Kapelle von YX viel teurer gewesen sei oder oder...

    Natürlich wurden Regeln und Bestimmungen zu geschaffen, um Diskriminierungen zu verhindern und vor allem auch die minderjährigen Sportler und Sportlerinnen zu schützen.

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