Predigt zu Mariä Himmelfahrt: weiter unten!
Zugegeben: Auch ich empöre mich bis-weilen, aus Sorge um unsere katho-
lische Kirche. Den derzeitigen Sturm der Entrüstung über zwei Tourismus-Manager in Garmisch-Parten-
kirchen kann ich aber nur zum Teil nach-
vollziehen.
Die beiden haben, wie es heißt, in einem neuen Touristenprospekt über die Zugspitze das Gipfelkreuz "wegretuschiert", lautet der Vorwurf, der bei manchen einen Gang niedriger mit "weggelassen" formuliert wird.
Tatsächlich ist im aktuellen "Flyer", wie das jetzt auf gut Deutsch heißt, bei der arabisch-sprachigen Ausgabe ein Bildausschnitt zu sehen, in dem man das Gipfelkreuz nicht sieht. "Aus Marketing-Gesichtspunkten" habe man so ent-
schieden, heißt es.
schieden, heißt es.
Die Empörungswelle schwappt hoch. Man könnte fast an-
nehmen, auf der Zugspitze werde der Ausverkauf des christlichen Abendlandes betrieben.
Ja, auch ich halte die Entscheidung der Manager für falsch, aber ich meine, wir sollten den Ball hier doch lieber flach halten: Gerade die Betreiber der Zugspitzbahn waren es,
die vor wenigen Jahren das optisch in die Jahre gekommene Gipfelkreuz auf ihre Kosten für eine fünfstellige Summe renovieren ließen. Die örtliche katholische Kirche freut sich, dass sie "Sonntag für Sonntag drei Freifahrten für Pfarrer und Ministranten" bekommt und dazu noch das Essen im Zug-
spitzrestaurant gratis.
nehmen, auf der Zugspitze werde der Ausverkauf des christlichen Abendlandes betrieben.
Ja, auch ich halte die Entscheidung der Manager für falsch, aber ich meine, wir sollten den Ball hier doch lieber flach halten: Gerade die Betreiber der Zugspitzbahn waren es,
die vor wenigen Jahren das optisch in die Jahre gekommene Gipfelkreuz auf ihre Kosten für eine fünfstellige Summe renovieren ließen. Die örtliche katholische Kirche freut sich, dass sie "Sonntag für Sonntag drei Freifahrten für Pfarrer und Ministranten" bekommt und dazu noch das Essen im Zug-
spitzrestaurant gratis.
Besonders interessant und nachdenkenswert: Auch der deutschsprachige Panoramaplan und die deutschsprachige Winterbroschüre zeigen Motive ohne Gipfelkreuz...!
Es ist völlig in Ordnung, wenn Touristik-Manager sich be-
mühen, den so verschiedenen Ansprüchen einer internatio-
nalen Kundschaft gerecht zu werden. Deshalb auch nichts gegen den auf der Zugspitze vorhandenen Gebetsraum und eine den speziellen islamischen Regeln angepasste Toilette. Den veränderten Foto-Ausschnitt hätte man sich aber sparen können, denn die Erfahrung beweist, dass arabische Touristen sich keineswegs an Kreuzen und Kirchengeläut stören. Die Stadt München vermeldet z.B. eine Zunahme von 28 % bei den Übernachtungszahlen arabischer Gäste!
mühen, den so verschiedenen Ansprüchen einer internatio-
nalen Kundschaft gerecht zu werden. Deshalb auch nichts gegen den auf der Zugspitze vorhandenen Gebetsraum und eine den speziellen islamischen Regeln angepasste Toilette. Den veränderten Foto-Ausschnitt hätte man sich aber sparen können, denn die Erfahrung beweist, dass arabische Touristen sich keineswegs an Kreuzen und Kirchengeläut stören. Die Stadt München vermeldet z.B. eine Zunahme von 28 % bei den Übernachtungszahlen arabischer Gäste!
Aber wenn wir gerade schon dabei sind, uns zu entrüsten: Wie wär's denn, wenn die eifrigen Kritiker sich auch mal den Umgang mit Kirche und Kreuz bei den doch wohl mehrheitlich christlichen Deutschen ansehen würden? Wie viele Klagen gegen Glockengeläut gibt es? Gegen Kreuze in Klassenräumen, Gerichtssälen und Fraktionsräumen wurde gewettert, und leider läuft auch eine große Zahl unserer Priester lieber in Zivil durch die Ge-
gend statt mit der vorgeschriebenen Priesterkleidung. Und das ganz ohne vermeintliches Einknicken vor irgendwelchen Arabern...!
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- Gratis-Essen für den Pfarrer... >> BITTE KLICKEN !
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