Predigt 22.Sonntag B (2.9.): weiter unten!
Der Priester und sehr geschätzte Blogger-Kollege Alipius lieferte heute in seinem Blog einen Beitrag zum aktuellen Stand der Gesprächskultur bei Talk-Shows. Die "entspannte" Diskussion siehe hier >> BITTE KLICKEN !
Jener Video-Beitrag ist meines Erachtens jedoch dringend ergänzungsbedürftig. So kann man das nicht stehen lassen, denn die einseitige Darstellung bei Alipius könnte vermuten lassen, dass es in der politischen Debatte nicht "entspannt" zugeht. Dem muss ich widersprechen: Wie nachfolgende Beweise zeigen, herrscht gerade in diesem Bereich eine Diskussionskultur auf allerhöchstem Niveau mit durch-
schlagenden Argumenten:
Weltweit wird diese Form der Diskussionskultur gepflegt…
31.08.2012
Nein, lieber Blogger-Kollege Alipius, sooo kann ich das nicht stehen lassen...!
Vergebliches Zuschnappen: Wer da nicht lacht, ist selber schuld...
Predigt 22.Sonntag B (2.9.): weiter unten!
Aus der Blogger-Nachbarschaft wurde mir Trost gespendet: Mehrere Kolleginnen und Kollegen werden mit solchen Beschimpfungen und dummen Sprüchen versorgt - siehe meinen vorigen Artikel. Ich sehe das eher sportlich und bleibe locker. Es ist wohl eher wie in nachfolgendem Video:
Manche, die zuschnappen wollen, sorgen ungewollt für entspannte Heiterkeit:
Endlich verfügbar: Meine E-Mail-Adresse für katholische Beschimpfungen
Predigt 22.Sonntag B (02.09.): weiter unten!
Es gibt da eine Reihe von ganz frommen Menschen, denen meine Beiträge sehr missfallen, wenn sie mal ansatzweise Kritik an katholischem Personal enthalten. Dann gibt es einen regelrechten E-Mail-Automatismus, zumeist anonym mit diversen gängigen Beschimpfungen. Wenn ich einiges am Verhalten eines Bischofs nicht gutgeheißen habe, bin ich ein Nestbeschmutzer, um was Harmloses zu zitieren.
Nun habe ich das Verhalten der vatikanischen Bürokratie in der Auseinandersetzung mit dem Magazin "Titanic" bemängelt und gewagt, dies nicht zu den Sternstunden vatikanischen Handelns zu zählen.
O weh - das ruft oberkatholische Rache-Engel auf den Plan, die mich recht erfindungsreich titulieren.
Um es solchen Qualitäts-Nachwuchs-Autoren und auch mir
bei der Zuordnung der wertvollen Korrespondenz einfacher zu machen, habe ich für solche Beschimpfungen soeben eine Extra-E-Mail-Adresse eingerichtet:
30.08.2012
"Titanic" gegen den Papst: Morgen Gerichts-Spektakel in Hamburg...
Predigt 22. Sonntag B (2.9.): weiter unten!
Am morgigen Freitag streiten die juristischen Vertreter der Satire-Zeitschrift "Titanic" und die des Papstes vor dem Hamburger Landgericht. Wie wir uns erinnern, hatte das Blatt in seiner Juli-Ausgabe auf dem Titelbild eine Foto-Montage abgebildet, die den Papst mit einem Urinfleck auf der Soutane zeigte, mit dem bissigen Titel: "Halleluja im Vatikan - die undichte Stelle ist gefunden!"
Daraufhin hatte der Vatikan ziemlich überraschend ein deutsches Rechtsanwaltsbüro beauftragt, wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Papstes dagegen vorzugehen. Eine einstweilige Verfügung des für solche Pressesachen zuständigen Hamburger Gerichtes stoppte daraufhin
die weitere Verteilung des Titelbildes des auflagen-
mäßig eher unbedeutenden Magazins. - In der morgigen Hauptverhandlung wird es um die Frage gehen, ob die Karikatur tatsächlich die Persönlichkeits-
rechte des Papstes verletzt hat oder ob er als Person der Zeitgeschichte so etwas (er)dulden muss.
Die Satire-Zeitschrift hatte sich im Juli damit herausreden wollen, es handele sich ja gar nicht um Urin, sondern wie jedermann wisse, trinke der Papst gerne Fanta, und davon habe er ein Glas verschüttet...
Die Redaktion von "Titanic" freut sich jedenfalls schon auf
die Gerichtsverhandlung und will notfalls "bis zum jüngsten Gericht" weiterklagen - eine billigere Publicity mit schon nachgewiesener Auflagensteigerung hätte man nicht be-
kommen können. So will man morgen vor dem Gericht ein Spektakel veranstalten, mit einem "Papst-Mittelaltermarkt", symbolischer Ankettung usw.
Na, da darf man gespannt sein, wie das ausgeht...
Presse-Artikel z.B. >>> HIER !
Nachtrag am 30.8. um 17.30 Uhr:
Wie das Staatssekretariat des Apostolischen Stuhls soeben bekanntgibt, hat der Vatikan den Antrag gegen die Zeitschrift Titanic zurückgezogen. Zugleich würden weitere rechtliche Maßnahmen geprüft, um Angriffen auf die Würde des Papstes und der Kirche zu begegnen, heißt es.
Im Klartext: Das Gerichtsverfahren in Hamburg ist geplatzt. Das Satire-Magazin darf das gestoppte Titelbild mit Papst zukünftig also wieder zeigen und feiert seinen Gratis-Sieg. Inwieweit Schadensersatzansprüche und andere Kosten auf den Vatikan zukommen, bleibt abzuwarten. Alles nur ein Sturm im Wasserglas? Die ganze Aktion gehört sicher nicht zu den Sternstunden vatikanischen Handelns, meine ich..
.
Nicht zum ersten Mal: Satire oder Geschmacklosigkeit?
(Ton lauter stellen!)
Entsetzen: Was nun? - Tomaten sind islamfeindlich...!
Predigt 22.Sonntag B (2.9.): weiter unten!
Es ist wie so oft im Leben. Alles geht jahre- und jahr-
hundertelang gut, bis irgendwann so ein Spezi darauf kommt. In diesem Falle geht es um
die in aller Welt so beliebte Tomate,
die auch im arabischen Raum gerne verzehrt wird.
Doch nun droht großes Ungemach: Wie die salafistische "Popular Egyptian Islamic Association" kürzlich erst entdeckt hat, muss vor dem Genuss von Tomaten dringendst gewarnt werden. Es handelt sich nämlich dabei in Wirklichkeit ge-
wissermaßen um ein religiöses Kuckucksei. Die Frucht kommt erst einmal ganz harmlos daher, doch schneidet man sie in zwei Hälften, dann sieht man die Hinterlist der Christen: die aufgeschnittene Tomate zeigt eindeutig ein Kreuz!!!
Die Vereinigung fordert nun allen Ernstes die Moslems auf, die ganz offensichtlich christlichen Früchte nicht mehr zu essen. Angeblich sei sogar jemandem Allah in einer Vision er-
schienen und hätte eindringlich vor Tomaten gewarnt. Und ganz im Sinne übler Kettenbriefe heißt es im Anti-Tomaten-Aufruf zum Schluß: "Wenn du diese Nachricht nicht ver-
breitest, dann ist es der Teufel, der dich davon abhält..."
>>> ARTIKEL HIER !
Ein großes Beweisfoto und eine ironisch gemeinte Alternative gibt's >> HIER !
Nun kommt es in der Praxis, wie es kommen musste: Manche befolgen die Mahnung, aber die meisten schmunzeln doch eher darüber. Und ganz Pfiffige wissen sich so zu helfen:
Man kann die Tomaten doch auch zu sich nehmen, ohne sie vorher in die zwei verräterischen Hälften zu teilen...!
-- In diesem Sinne: Ein Lob auf die Tomate!
29.08.2012
Predigt zum 22. Sonntag im Jahreskreis B -- 02.09.2012
Evangelium Mk 7,1-8.14-15.21-23 :
In jener Zeit hielten sich die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus auf. Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.
Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?
Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesája hatte recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.
Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Über-
lieferung der Menschen. Dann rief Jesus die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage: Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
Von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.
MITTWOCHSGEDANKEN ZUR SONNTAGSPREDIGT
Knöllchen für Jesus ?
So etwas Ärgerliches! Ich wollte doch nur gerade mal ganz schnell die dringende Medizin für den bett-lägerig kranken alten Nachbarn abholen, eine Sache von höchstens fünf Minuten, normaler-
weise. Ausgerechnet jetzt sind vor der Apotheke alle vier Parkplätze besetzt.
Kurzes Überlegen meinerseits: Ach, es wird schon jetzt gerade keiner kommen! - Sonst macht man das ja nie, aber jetzt wird mal ausnahmsweise in der 2. Reihe auf der Fahrbahn geparkt. Der Patient wartet schließlich schon auf die Hilfe!
Leider geht es mit der Bedienung ausgerechnet heute auch alles andere als zügig voran, und so nimmt das Schicksal in Form einer pflichtbewussten Politesse seinen Lauf.
An meiner Windschutzscheibe prangt bei Rückkehr eine Zahlkarte mit der dringenden Empfehlung, der Stadt baldigst einen meiner Zwanzig-Euro-Scheine zur weiteren Nutzung zu überlassen.
Letztlich ärgert man sich in solchen Situationen über sich selbst am meisten. Ich weiß wirklich nicht, was mich da geritten hat, so zu parken und damit den fließenden Verkehr zu
behindern. Ordnung muss sein – das verstehe ich sehr wohl und kann es nur unter-stützen! Es erspart den Autofahrern Krankenhaus-
aufenthalte und Reparaturen, dass wir nicht auf jeder Kreuzung neu miteinander diskutieren müssen, wer denn eigentlich gerade Vorfahrt hat. - Ordnung muss sein, das ist gar keine Frage. Nur so kann eine Gesellschaft funktionieren, und die Kirche im Grunde auch. So sind z.B. weder Badekleidung noch das Handy-Klingeln im Gottesdienst erwünscht.
Im heutigen Evangelium bekommt Jesus übrigens - bildlich gesprochen - auch ein „Knöllchen“ verpasst: Jesus hat „hohen“ Besuch bekommen, nämlich Schriftgelehrte und Pharisäer aus Jerusalem. Diese Herren aus dem religiösen Zentrum der Juden schauen sich mal um, was Jesus und seine Jünger so treiben ...
Am 7. September: Ökumenischer Tag der Schöpfung
Predigt 22.Sonntag B (02.09.): heute gegen Abend online!
stalten viele kirchliche Organisationen und Pfarreien einen
"Tag der Schöpfung". Die zentrale Eröffnungs-
feier findet auf der Landesgartenschau in Nagold statt; Erzbischof Zollitsch hält die Predigt
im ökumenischen Gottes-
dienst. Zukünftig soll dieser Tag immer am ersten Freitag im September stattfinden. Die Arbeitsge-
meinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und andere haben
eine ganze Anzahl guter Materialien dazu herausgegeben:
>> BITTE KLICKEN !
28.08.2012
Suche nach Materialien: Erntedank kommt immer so plötzlich... - oder?
Bald danken wir in unseren Gottesdiensten wieder für die Ernte des Jahres. Traditionell wird hier auf eine besondere Gestaltung ge-
achtet. Hierzu ist im Verlag Friedrich Pustet in der Reihe „Konkrete Liturgie“ schon länger ein 152-seitiger Helfer erschienen, den
ich immer wieder gerne empfehle: "Erntedank. Gemeinde-, Familien- und Jugendgottesdienste".
Das kartonierte Buch von Marcus Lautenbacher kommt ohne jeden Schnickschnack daher: am Ende gibt’s sechs Fotos von Erntedank-Altären, ansonsten jede Menge pure Information, also ein Fachbuch
für den Praktiker in der konkreten Gemeindearbeit vor Ort.
Wie der Autor im Vorwort vermerkt, waren die örtlichen Teams der ehrenamtlichen Mitarbeiter für die Gottesdienstgestaltung an der Entstehung des Ratgebers beteiligt. Er schreibt: „So danke ich allen, die mit mir zusammen in den letzten zehn Jahren dafür gearbeitet haben, dass das Erntedankfest zu einem echten Fest des Glaubens…wird.“
Im Laufe der Jahre entstanden so 21 abwechslungsreiche
und auch detaillierte Vorschläge für die verschiedenen gottesdienstlichen Feiern. Dazu gehören Predigten und Fürbitten ebenso wie ganz praktische Gestaltungsvorschläge rund um das Erntedankfest. Zu Beginn steht jedoch ein kurzes Kapitel über die Geschichte dieses Festes, das zum Ver-
ständis des Festgedankens beiträgt.
Marcus Lautenbacher als Autor ist Pfarrer, Kreisjugendseelsorger und Mitarbeiter der Zeitschrift „Liturgie konkret“.
Marcus Lautenbacher:
Erntedank. Gemeinde-, Familien-
und Jugendgottesdienste
152 Seiten, Preis: 14,95 €
Verlag Friedrich Pustet, Regensburg
ISBN 978-3-7917-2106-4
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